Frauen-Archiv 2019

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»Openair Literatur Festival

Roxane Gay

Roxane Gay

Samstag, 13. Juli 2019, 20.00 Uhr, Zürich

Die feministische Star-Autorin tritt erstmals im deutschsprachigen Raum auf

Mit Roxane Gay beehrt uns eine der brillantesten, klügsten und aufregendsten weiblichen Stimmen der USA. Am Festival präsentiert sie nicht nur ihren Essayband «Bad Feminist», mit dem sie berühmt wurde, sondern auch ihren neuen Bestseller «Hunger». Es ist die Geschichte ihres Körpers. Es ist keine Geschichte des Triumphs. Es ist die eines Lebens, das in zwei Hälften geteilt ist. Es gibt das Vorher und das Nachher. Bevor Roxane Gay zunahm und danach. Bevor sie vergewaltigt wurde und danach.

Roxane Gay

©Jay Grabiec

Weitere Informationen: www.literaturhaus.ch

»Veranstaltung

Queens of Hip Hop Festival

Queens of Hip Hop Festival

Freitag, 6. Juli – Samstag, 7. Juli 2019, Bern

Hip Hop zu feiern und Feminist*in zu sein, ist nicht immer einfach. Ja, es gibt Widersprüche und wir müssen sie nicht schönreden. Vielmehr wollen wir sie nutzen, um eine neue Perspektive einzunehmen und unsere feministische Praxis zu stärken. Joan Morgan nennt das «fucking with the greys» und nennt es Hip Hop Feminismus. Sie will die Widersprüche aushalten und sich in den Grauzonen bewegen, um so Hip Hop feministischer zu leben. Wir wollen herausfinden, wie dadurch eine vielfältige Community gestärkt werden kann, welche ausschliessende Aspekte der Kultur ändern will. Gemeinsam werden wir das subversive, politische und queere Potential von Hip Hop entdecken. Wir wollen Alternativen zu diskriminierenden Teilen der Kultur aufzeigen und Räume schaffen, in denen wir uns kreativ ausleben, austauschen und unterstützen können.

Weitere Informationen: www.queensofhiphop.ch

»Konzert

Canzoni per tutti

Canzoni per tutti

Sonntag, 30. Juni 2019, 11.00 Uhr, Bern

Verschiedene Berner Formationen interpretieren klassische wie moderne Cantautori. Ein bunt gemischtes Programm für jedes Alter, interpretiert vom Akkordeon-Duo C’era una volta…, dem Vokal-Sextett Coccinelle und befreundeten Chören. Arrangements, Leitung und musikalische Begleitung Anke Held.

Weitere Informationen: www.ideebern.ch

»Veranstaltung

Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür

Samstag, 29. Juni 2019, 8.30-18.00 Uhr, Zürich

Die Energiesanierung des Hauses an der Bremgartnerstrasse 18 feiern wir mit einem Tag der offenen Tür. Das vollständige Programm findet ihr/finden Sie als pdf (2 S.). Der Tag beginnt um 8.30 mit einer Yogastunde und endet um 17.30 mit dem Apéro. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

»Veranstaltung

Rotes Palaver 38: Miriam Cahn

Rotes Palaver 38: Miriam Cahn

Donnerstag, 27. Juni 2019, ab 18.30 Uhr, Zürich

Thema dieses Palavers wird die Ausstellung von Miriam Cahn im Kunstmuseum Bern (bis 16. 6. 2019) sein.

Seit Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit in den 70er Jahren, ihren zeichnerischen Interventionen in den 80ern, hat Miriam Cahn (geb. 1949) sich nicht nur kritisch mit politischen und gesellschaftlichen Ereignissen beschäftigt, sondern genauso gründlich ihre gestalterischen Mittel, ihre Ausdrucksweise sowie die Vorgeschichte ihrer Medien hinterfragt. Selbstbestimmung im Ausdruck, Mittel und Thema («Ich trenne nicht zwischen Gelebtem und Vorstellung») ist ihr das Wichtigste und die Frage danach, was in unserer Zeit als menschlich zu gelten hat. Miriam Cahn ist von der Performancekunst der 1970er Jahre («Der Körper hat ein Gedächtnis. Von ihm gehe ich in meiner Arbeit aus.») der feministischen Kunst und Friedensbewegung geprägt.

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

»Lesung

Schluss mit gratis!

Schluss mit gratis!

Donnerstag, 20. Juni 2019, 19.30 Uhr, Bern

Frauen zwischen Lohn und Arbeit, Sibylle Stillhart

Eigentlich ist es grotesk: Die Mutter von zwei kleinen Kindern sitzt im Büro einer Behörde, hat in ihrem Fünfzigprozentjob kaum etwas zu tun und verdient damit doch ihr Geld. Aber vor und nach der «Arbeit» hat sie Stress in einem hoch getakteten Alltag mit den Kindern und dem Haushalt. Mit dieser intensiven Tätigkeit verdient sie allerdings nichts. Und ihr Mann hat als leitender Angestellter keine Zeit, mit anzupacken. Sie stellt fest, dass sie damit nicht allein ist.

Weitere Informationen: http://wide-switzerland.ch

»Veranstaltung

Wenn Frau will, steht alles still!

Wenn Frau will, steht alles still!

Donnerstag, 6. Juni 2019, 18.00–20.00 Uhr, Zürich

«Wenn Frau will, steht alles still!» war das Motto des Frauenstreiks von 1991. Effektiv stand nicht alles still, vielmehr hat sich viel bewegt an diesem Tag und in der Folgezeit. Am 14. Juni 1991 führten Frauen in der ganzen Schweiz kleine und grosse, provokative, spielerische und ironische Aktionen durch. Der erfolgreiche Frauenstreik war das Re- sultat der dynamischen Wechselwirkung von Emotionalisierung und Institutionalisierung, bei- des zentrale Momente einer geglückten und er- folgreichen Bewegung.

«Wenn Frau will, steht alles still!» war das Motto des Frauenstreiks von 1991. Effektiv stand nicht alles still, vielmehr hat sich viel bewegt an diesem Tag und in der Folgezeit. Am 14. Juni 1991 führten Frauen in der ganzen Schweiz kleine und grosse, provokative, spielerische und ironische Aktionen durch. Der erfolgreiche Frauenstreik war das Re- sultat der dynamischen Wechselwirkung von Emotionalisierung und Institutionalisierung, bei- des zentrale Momente einer geglückten und er- folgreichen Bewegung.

Weitere Informationen: www.stadt-zuerich.ch

»Lesung

Isolde Schaad: Der hinkende Giacometti

Isolde Schaad: Der hinkende Giacometti

Mittwoch, 5. Juni 2019, 19.00 Uhr, Zürich

Ihr neustes Buch ist ein Juwel der Erzählkunst. In fünf Geschichten und drei Intermezzi begleitet Isolde Schaad zeitgenössische Figuren durch die vielfältigen Anforderungen unserer unübersichtlichen Zeiten. Das ist ebenso präzise wie liebevoll beschrieben. Wie man ein gutes Leben in nicht so guten Zeiten versuchen kann. Ja, auch Sex im besten und im reiferen Alter kommt vor. Oder ein Rollator als Befreiungsinstrument. Natürlich wird auch die Frage beantwortet, warum Giacometti hinkt.

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

»Veranstaltung

Rotes Palaver 37: Hannah Villiger

Rotes Palaver 37: Hannah Villiger

Donnerstag, 30. Mai 2019, ab 18.30 Uhr, Zürich

Die Reihe ROTES KUNST PALVER wird mit einer Besprechung der Arbeiten von Hannah Villiger fortgesetzt, die in der Ausstellung: BIG PICTURE_Kunsthaus Aarau_ bis 28. April 2019 zu sehen sind und  somit das Thema Fotografie wieder aufnehmen.

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

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«Bis zum Abend vor dem Streik hatte ich keine Ahnung, ob der Plan hinhaut»

«Bis zum Abend vor dem Streik hatte ich keine Ahnung, ob der Plan hinhaut»

entdeckt im Mai 2019

Sie tingelte monatelang bis ins hinterste Kaff, um für den Frauenstreik von 1991 zu weibeln: Die ehemalige Nationalrätin Christiane Brunner über patriarchale Widerstände in Partei und Gewerkschaft, Tabus ihrer Mutter und den Moment, in dem junge Frauen typischerweise zum Feminismus finden.

Am 14. Juni 1991 fand der grösste Streik der Schweizer Geschichte statt: Eine halbe Million Frauen legten ihre Arbeit nieder. Die Idee dazu entwickelte Christiane Brunner (heute 72), die damalige Präsidentin der Gewerkschaft Schweizerischer Metall- und Uhrenarbeiterverband (Smuv), gemeinsam mit einer Gruppe von Uhrmacherinnen aus dem Jura. Denn zehn Jahre nach der Aufnahme des Gleichstellungsartikels in die Verfassung war noch fast nichts geschehen. Es gab kein Anwendungsgesetz für den Artikel, die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen betrug zu Beginn der Erhebungen 1994 rund 24 Prozent im privaten Sektor, wo sie heute bei 19,6 Prozent liegt. Frauen stiessen damals wie heute an die «gläserne Decke». Elisabeth Kopp war die erste und einzige Bundesrätin, die das Land gesehen hatte. Kurz: Die Schweiz war durch und durch eine Männergesellschaft.

Weiterlesen: www.woz.ch

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Frauen entscheiden sich nicht für Altersarmut, unsere Gesellschaft entscheidet für sie

Frauen entscheiden sich nicht für Altersarmut, unsere Gesellschaft entscheidet für sie

entdeckt im Mai 2019

Viele Frauen in Deutschland sind abhängig vom Einkommen ihres Partners. Sie arbeiten weniger, bekommen weniger Geld. Trennen sie sich, werden sie im Alter wahrscheinlich arm sein. Doch die Antwort darauf, dass alle Frauen in Vollzeit arbeiten sollen, ist viel zu einfach.

Nur zehn Prozent der Frauen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren haben ein eigenes Nettoeinkommen über 2.000 Euro. Klingt das schockierend? Dann bist du vermutlich ein urbaner Mensch der oberen Mittelschicht, der selten die eigene Filterblase verlässt. Die Mehrheit der Frauen in Deutschland verdient sehr wenig Geld. Hingegen verdienen 42 Prozent der Männer in dieser Altersgruppe 2.000 Euro und mehr. Die Daten hat eine Studie des Bundesfamilienministeriums von 2015 erhoben, «Mitten im Leben – Wünsche und Lebenswirklichkeiten von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren» heißt sie und hat gerade eine Diskussion auf Twitter angestoßen, dem sozialen Netzwerk, das vor allem von höher gebildeten und dementsprechend gut verdienenden Menschen genutzt wird.

Weiterlesen: https://editionf.com

»Tagung

Helvetia beweg dich! Frauen in Aktion

Helvetia beweg dich! Frauen in Aktion

Samstag, 25. Mai 2019, 9.15–17.00 Uhr, Aarau

Mit der letzten Tagung wollen die Organisatorinnen einen Beitrag leisten, dass 2019 auch bei uns zum Frauenjahr wird. Obwohl wir gemeinsam mit unseren Vor- und Mitkämpferinnen viel erreicht haben, stagniert die Gleichstellung in der Schweiz. Mit dem Projekt «Helvetia ruft» will die Dachorganisation der Schweizer Frauenorganisationen, alliance F, dafür sorgen, dass der Frauenanteil im Parlament nach den Wahlen höher ist. Schliesslich ist die symbolische Figur für die Schweiz eine Frau – Helvetia.

Weitere Informationen: www.frauenaargau.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Mit Quote und freundlicher Beschämung – Feminismus im Theater

Der Lila-Podcast: Mit Quote und freundlicher Beschämung – Feminismus im Theater

Nr. 144, 2019

Vier Theaterfrauen, die Zeichen setzen: Anna Bergmann lässt am Staatstheater Karlsruhe ausschließlich Frauen auf der großen Bühne inszenieren, Nicola Bramkamp setzte sich am Theater Bonn für die Abschaffung des Gender Pay Gaps ein, Yvonne Büdenhölzer führt 2020 beim Theatertreffen die 50 % Frauenquote ein und Lisa Jopt mobilisiert deutschlandweit Theaterschaffende zu Reformen.

Diese vier Frauen haben angefangen, die Theaterlandschaft umzubauen und gemeinsam wollen wir einen Blick auf die Frage werfen: Was braucht es, um sich durchzusetzen?

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»Audio

Der Lila-Podcast: Die große Wahlsendung feat. Rice & Shine

Der Lila-Podcast: Die große Wahlsendung feat. Rice & Shine

Nr. 143, 2019

Am 26. Mai ist Europawahl und wir haben Vanessa Vu und Minh Thu Tran vom Podcast “Rice & Shine” zu Besuch, die gerade für den Grimme-Online-Award nominiert sind.

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»Ringvorlesung

Digitale Transformation und Geschlecht

Digitale Transformation und Geschlecht

Mittwochs, 7. Februar 2019, 18.15 – 22. Mai 2019, 19.45 Uhr, Bern

«Nun ja, meine Stimme klingt wie die einer Frau, aber ich falle nicht wirklich unter das menschliche Geschlechterkonzept», antwortet die persönliche Sprachassistenz-Software Siri auf die Frage, ob sie sich als Frau identifiziere. Siri wie auch andere Chatbots, die als persönliche Assistenz fungieren und «immer zu deinen Diensten» sind, werden hauptsächlich weiblich designt. Dass Siris Stimme «wie die einer Frau» klingt, ist deshalb nicht zufällig, vielmehr werden dadurch vorherrschende Geschlechterverhältnisse und mithin auch Machtordnungen perpetuiert. Die Assistenz-Software ist somit sehr wohl von einem «menschlichen Geschlechterkonzept» durchdrungen und ist ein Beispiel dafür, dass Technik – vom Design über die Herstellung bis hin zur Nutzung – niemals neutral ist. Digitale Techniken sind weder heilsbringend noch dämonisch – sie sind gestaltbare Prozesse, die durch menschliche Akteur*innen in Gang gesetzt werden. Die menschlichen Fingerabdrücke, die sich dabei tief in digitale Transformationen eingraben,können zwar verwischt, aber nie vollständig entfernt werden.

Die öffentliche Ringvorlesung des IZFG setzt sich zum Ziel, die komplexen Verschränkungenvon Macht, Geschlecht und Digitalisierung sichtbar zu machen und gibt exemplarisch aus einerGeschlechterperspektive Einblick in digitale Transformationsprozesse im Bereich der Erwerbsarbeit, Selbstvermessung, Bildung, Sexualität und Koalitionsbildung.

Weitere Informationen: www.izfg.unibe.ch (pdf)

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Jesus und Buddha waren Feministen

Jesus und Buddha waren Feministen

entdeckt im Mai 2019

Kamla Bhasin ist Indiens Frauenrechtlerin der ersten Stunde. Sie fordert die Abwahl der Hindunationalisten und das Ende des Patriarchats.

«In Indien gelten 63 Millionen Frauen und Mädchen als vermisst, das heisst, sie sind tot», sagt Kamla Bhasin.

Kamla Bhasin

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch (pdf)

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Weibliche Ökonomen sind lauter geworden

Weibliche Ökonomen sind lauter geworden

entdeckt im Mai 2019

Sie besetzen Top-Posten in der Wirtschaft und heimsen Preise ein – diese Frauen widerlegen ein tief sitzendes Vorurteil.

«Haben Sie alle etwas bemerkt?», fragte jüngst an einer Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) dessen Chefin Christine Lagarde in die Runde. Ohne dass sie es sagen musste, wussten alle, auf welche Besonderheit sie anspielte. Auf einem Podium der Tagung sassen die drei «Chefökonomen» der internationalen Wirtschaftsorganisationen IWF, Weltbank und OECD.

Aber zum ersten Mal in der Geschichte sind alle drei Posten von Frauen besetzt. Seit Jahresbeginn ist die amerikanisch-indische Doppelbürgerin Gita Gopinath Chefökonomin beim IWF, seit letztem Herbst hat die Griechin Pinelopi Goldberg diesen Posten bei der Weltbank inne und seit dem vergangenen Sommer die Französin Laurence ­Boone jenen bei der OECD. Und erst vor wenigen Wochen war es mit der 38-jährigen Kanadierin Emi Nakamura wiederum eine Frau, die die wichtigste Auszeichnung der Ökonomen nach dem Nobelpreis gewann: die John Bates Clark Medal der US-Ökonomenvereinigung American Economic Association.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch (pdf)

»Audio

Der Lila-Podcast: Antisemitismus im Feminismus (Wdh.)

Der Lila-Podcast: Antisemitismus im Feminismus (Wdh.)

Nr. 142, 2019

Das Frauen*streik-Bündnis hatte im Vorfeld des 8. März 2019 mit dem Vorwurf des Antisemitismus zu kämpfen, Anlass war der Auftritt der anti-zionistischen US-Autorin Selma James. Sie unterstützt die Boykott-Kampagne BDS – und sie ist nicht die einzige…

In dieser Sendung, einer Wiederholung der Originalsendung von 2017, geht es daher um die Fragen: Was ist BDS? Ist der Boykott von Produkten oder Künstler_innen aus Israel antisemitisch? Ist Linda Sarsour auf der sicheren Seite, wenn sie sich Anti-Zionistin nennt? Wie kann man zwischen Israel-Kritik und Antisemitismus unterscheiden? Und wie sollen feministische Bündnisse in Zukunft mit dem Problem umgehen?

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»Werbespot

Die DFB-Frauen in 90 Sekunden

Die DFB-Frauen in 90 Sekunden

entdeckt im Mai 2019

Im Spot begegnen die Fussballerinnen mit Selbstbewusstsein und einem Lächeln vielen Vorurteilen, denen sie oft ausgesetzt sind. Sie machen deutlich, dass sie sich nicht sagen lassen, welchen Platz sie einnehmen sollen. Im Gegenteil: Sie erkämpfen sich diesen Platz selbst. Auf dem Rasen. Und daneben.

Weitere Informationen: www.dfb.de

»Audio

Der Lila-Podcast: Misogyne Horrorbräuche

Der Lila-Podcast: Misogyne Horrorbräuche

Nr. 141, 2019

In dieser Folge schauen wir, welche anscheinend harmlosen Bräuche eigentlich zutiefst patriarchal und frauenfeindlich sind.

In der Slowakei werden junge Frauen zu Ostern mit eiskaltem Wasser überschüttet, auf Borkum werden sie zu Nikolaus gejagt und verhauen, in Indien werden sie zwangsverheiratet, um nach einer Vergewaltigung ihre «Ehre» wiederherzustellen, in Australien wird jungen Studentinnen in die Shampoo-Flasche onaniert, und die Tradition der Brautraubs hat eine Geschichte, die nicht nur Katrin die Sprache verschlägt.

Auf eure Anregung hin haben wir mal in der Welt umgeschaut, welche Traditionen und Bräuche es bis heute gibt, die eigentlich schlicht sexistisch sind.

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»Theater

Töchter Europas

Töchter Europas

bis Samstag, 11. Mai 2019, 20.00 Uhr, Zürich / Bern

Uraufführung

Fünf Frauen, ein YouTube-Video und eine vermisste Studentin. Das Thema: sexuelle Gewalt, ausgeübt von männlichen Migranten. Als wenige Tage später die Leiche der jungen Studentin gefunden wird, beginnen die Spekulationen: ist der LKW-Fahrer der Täter? Ein Nordafrikaner, ein Nafri?

Seit den Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16 in Köln reisst die Debatte nicht ab: Müssen Frauen geschützt werden vor männlichen Migranten oder müssen Migranten geschützt werden vor der Instrumentalisierung solcher Straftaten durch Rechtspopulisten?

Weitere Informationen: www.maximtheater.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Sophie Passmann, die witzige Feministin

Der Lila-Podcast: Sophie Passmann, die witzige Feministin

Nr. 140, 2019

Sophie Passmann hat ein Buch geschrieben, «Alte Weiße Männer» heißt es, sie ist Radiomoderatorin, arbeitet beim «Neo Magazin Royal» und ist eine der neuen witzig-aber-politischen Stimmen auf Twitter und Instagram. Im Lila Podcast spricht sie über ihr Buch, Kritik an ihrem Buch, über Feministinnen mit und ohne Humor, über Feuilletonboys in schmalen Anzügen und ihre weiblichen Vorbilder.

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»Kino

God exists, her name is Petrunya

God exists, her name is Petrunya

ab 9. Mai 2019 in den Schweizer Kinos

Am 9. Mai startet der mazedonische Spielfilm GOD EXISTS, HER NAME IS PETRUNYA in den Schweizer Kinos. Der Film gehörte mit seiner Frauenpower zu den erfrischendsten Entdeckungen der diesjährigen Berlinale und wurde mehrfach ausgezeichnet. Regisseurin Teona Strugar Mitevska wird am 8. Mai im Kino Rex in Bern und am 9. Mai im Kino Kosmos in Zürich zu Gast sein.

Petrunya ist 31 und weiss nicht so recht, was sie machen soll im Leben. Bei einem kirchlichen Ritual, das seit Menschengedenken männlichen Wesen reserviert ist, mischt sie zufällig und ungefragt mit, gewinnt und muss sich anschliessend gegen den Männermob wehren. Die beissende Komödie führt uns eine patriarchalische und phallokratische Gesellschaft vor Augen, gegen die Petrunya sich mit schierer Vernunft herrlich störrisch auflehnt.

Weitere Informationen: www.trigon-film.org

»Referat

Antje Schrupp: SchwangerWerdenKönnen

Antje Schrupp: SchwangerWerdenKönnen

Mittwoch, 8. Mai 2019, 18.30–20.30 Uhr, Bern

...und nochmals Antje Schrupp...

Die deutsche Wissenschaftlerin, Journalistin und Bloggerin Antje Schrupp beleuchtet gesellschaftspolitisch brisante Fragen aus feministischer Perspektive. Sie hat u.a. anhand von Biografien das Verhältnis von Feminismus und Marxismus untersucht und beschäftigt sich mit den demographischen Verschiebungen und der aktuellen Bevölkerungspolitik: «Niedrige Geburtenraten, leere Renten- und Pflegekassen – die Lage retten sollen jetzt die Frauen, indem sie mehr Kinder bekommen und noch mehr Alte pflegen? Sorry, aber der Ruf nach Methusalems Mütter…»

Weitere Informationen: http://wide-switzerland.ch

»Gastvortrag

Antje Schrupp: Generationen(um)brüche im Feminismus

Antje Schrupp: Generationen(um)brüche im Feminismus

Dienstag, 7. Mai 2019, 18.00–20.00 Uhr, Zürich

Vortrag bei einer öffentlichen Veranstaltung des Fachbereichs Gender Studies an der Universität Zürich

Weitere Informationen: www.aoi.uzh.ch

»Lesen

Kontertext: Wer ist des Feminismus' würdig?

Kontertext: Wer ist des Feminismus' würdig?

entdeckt im April 2019

Am 8. März wurden im «Tages-Anzeiger» den Frauen zünftig die Leviten gelesen und neue ideologische Grenzen gezogen.

Faule Ausreden lassen die beiden Journalistinnen Michèle Binswanger und Bettina Weber jetzt einfach nicht mehr gelten. "Wir räumen mit dem Feminismus auf» war der Titel ihrer Gardinenpredigt zum Weltfrauentag 2019 (Tages-Anzeiger 8. März). Darin orteten sie die Wurzel allen Übels: Die Frauen sollten endlich mal die «Ärmel hochkrempeln» und aufhören, ihr Fernbleiben vom Arbeitsmarkt mit den Strukturen oder einer unglücklichen Verkettung von Umständen zu erklären. Gerade was den ‘anderen’ unter den Umständen betrifft, ist den beiden Autorinnen eine Gattung Frau besonders ein Dorn im Auge: «Die Tatsache, dass sich eine fortgepflanzt hat, wird vor sich hergetragen wie ein Schild: Die Mutterschaft nicht als eine Facette des weiblichen Daseins, sondern als Definitionsmerkmal, als USP, als Auszeichnung und letztlich als Erlaubnis und Entschuldigung dafür, allenthalben Sonderbehandlungen einzufordern, erinnert nicht nur angenehm an das Mutterkreuz, das die Nazis an besonders gebärfreudige Frauen verliehen haben. Und ist ein Affront gegenüber all jenen Frauen, die dafür kämpften, dass unsereins nicht auf den Uterus reduziert oder aufgrund der Reproduktionsfähigkeit bemessen wird. Aufhören, bitte.»

Weiterlesen: www.infosperber.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Frauenbewegung – Vergangenheit und Zukunft mit Annett Gröschner und Erica Fischer

Der Lila-Podcast: Frauenbewegung – Vergangenheit und Zukunft mit Annett Gröschner und Erica Fischer

Nr. 139, 2019

Frauenbewegung – die wird in Deutschland in drei Wellen eingeteilt. Die erste begann Mitte des 19. Jahrhunderts, noch vor der Einführung des Frauenwahlrechts. Die zweite Welle wird mit dem berühmten Tomatenwurf von Sigrid Rüger verbunden: Ihr Zorn auf die Delegiertenkonferenz des SDS, die nicht auf die Wutrede von Helke Sander reagieren wollte, ließ sie Tomaten werfen. Die dritte Welle startet im 21. Jahrhundert, zu ihr zählen auch Netzfeministinnen wie wir hier beim Lila Podcast.

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»Gespräch

Silence No Longer: Artivism of Ashmina

Silence No Longer: Artivism of Ashmina

Samstag, 20. April 2019, 18.30 Uhr, Zürich

Die Künstlerin und Aktivistin Ashmina Ranjit aus Nepal erzählt uns an diesem Abend über ihre persönliche/politische Reise in den letzten 30 Jahren als Feministin in einer patriarchalen Gesellschaft.

Ashmina Ranjit

Weitere Informationen: www.fraum.ch / http://ashminaranjit.com

»Audio

Der Lila-Podcast: Streik! Wieso der 8. März wieder zum Kampftag werden muss

Der Lila-Podcast: Streik! Wieso der 8. März wieder zum Kampftag werden muss

Nr. 138, 2019

Am 8. März 2019 wurde deutschlandweit zum Frauenstreik aufgerufen. Eine der Organisatorinnen in München war und ist Penelope Kemekenidou. Susanne spricht einen Monat danach mit ihr über die Arbeit, die dem Frauenstreik vorausging und vor allem über die Arbeit, die nun diesem Anfang folgt.

Denn dass Menschen, allen voran die Frauen, wieder auf die Straße gehen, streiken, für einen radikalen gesellschaftlichen Wandel einstehen, ist recht neu bzw. erlebt ein Revival. Viele Jahre, Jahrzehnte waren Demos Folklore, die an bestimmten Feiertagen durchgezogen wurde. Kann das Streiken, können Demos denn aber in Zukunft etwas an den Verhältnissen ändern?

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»TV

Frauen am Berg

Frauen am Berg

Donnerstag, 18. April 2019, 20.05-21.05 Uhr, SRF 1

«Wie sind die denn so, diese Frauen?» Diese Frage kennen die angehende Bergführerin Ariane und die erfahrene Führerin Annina. Denn im Beruf des Bergführers sind sie bis heute rar geblieben: die Frauen. Gegen 1300 Bergführer arbeiten in der Schweiz, nur 38 davon sind Frauen. Ein Film von Caroline Fink.

Frauen am Berg

Weitere Informationen: www.srf.ch

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Fetisch Mutterschaft

Fetisch Mutterschaft

entdeckt im April 2019

Nichts wird Frauen so übel genommen, wie wenn sie sich der Fortpflanzung verweigern. Dabei zeigt die Forschung: Es ist vollkommen natürlich, keine Kinder zu wollen.

Verena Brunschweiger ist derzeit vermutlich die meistgehasste Frau Deutschlands. Die Gymnasiallehrerin schrieb ein Buch, das «Kinderfrei statt kinderlos» heisst, ein Pamphlet, in dem sie erklärt, sich gegen Nachwuchs entschieden zu haben. Als Feministin. Und der Umwelt zuliebe. Die Wogen gingen hoch.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch (pdf)

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Verbündet euch!

Verbündet euch!

entdeckt im April 2019

Interview: Wie muss ein Feminismus aussehen, der mehr als den Kampf um Identitäten im Blick hat?

Seit Simone de Beauvoir hat sich viel getan in der Theoriebildung um den Feminismus. Statt Klassenpolitik und Kapitalismuskritik spielt derzeit mehr denn je die Identitätsfrage eine Rolle. Profeministisch – das scheint aktuell eher etwas, das man ist und weniger etwas, wonach man handelt. Die Herausgeberinnen des Bandes „Materializing Feminism“ wollen dem etwas entgegensetzen. Im Gespräch erörtern sie die Wirksamkeit von Frauenstreiks, betonen die Notwendigkeit von Beziehungen und rechnen ab mit der Idee, dass Frauen im Kapitalismus lediglich mit männlichen Privilegien ausgestattet werden müssen – anstatt diese gänzlich abzuschaffen.

Weiterlesen: www.freitag.de

»DVD

Speak up

Speak up

entdeckt im April 2019

Ein Film von Amandine Gay

Durch SPEAK UP erheben europäische schwarze Frauen ihre Stimme: Der Film konzentriert sich dabei auf die kollektiv erlebte Diskriminierung schwarzer Frauen und den Kampf, sich das allgemein geltende Narrativ anzueignen: Also selbst zu definieren, was eine schwarze weibliche Perspektive ausmacht!

Weitere Informationen: https://absolutmedien.de

»Audio

Der Lila-Podcast: Kampfgeist! Julia Fritzsche über eine neue linke Bewegung

Der Lila-Podcast: Kampfgeist! Julia Fritzsche über eine neue linke Bewegung

Nr. 137, 2019

Um Kampfgeist geht es in dieser Folge: Barbara Streidl hat mit Julia Fritzsche über eine neue linke Erzählung gesprochen, die «tiefrot» und «radikal bunt» sein kann: So heißt Julias Buch, das im März als Nautilus Flugschrift erschienen ist und Denkanstöße hinsichtlich Care-Arbeit, Frauenstreik, dem Umgang mit Flüchtenden aber auch der Frage nach einer angemessenen Sprache rund um diese Themen gibt. Müssen wir wirklich von «Post-Wachstum» sprechen (und dabei das «Wachstum» erwähnen) und nicht von einem «maßvollen Wirtschaften», einem «Wirtschaften der Genügsamkeit»?

Kampfgeist zeigt auch Antje Schrupp bei der «David gegen Goliath»-Geschichte des satirischen feministischen Magazins «Aspirina» gegen den Konzern Bayer: «Aspirina» heißt heute Erbacce, das Magazin hat seinen früheren Namen zwar verloren, moralisch aber gegen Bayer gewonnen, erklärt Antje.

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»Audio

Der Lila-Podcast: Zwei Männer unterhalten sich

Der Lila-Podcast: Zwei Männer unterhalten sich

Nr. 136, 2019

Auf der Podcast-Konferenz «Subscribe10», die gerade in Köln stattfand, luden sich Katrin und Susanne vier Podcasterinnen und eine Kulturwissenschaftlerin auf die Bühne ein, um mit ihnen über Vielfalt zu sprechen. Vanessa Vu und Minh Thu Tran vom Podcast «Rice and Shine», Maxi Haecke und Alice Hasters von «Feuer & Brot» und Mithu Sanyal sprachen darüber, warum es vielfältigere Podcasts geben sollte und warum wir bei einem Medium, das als offen für alle gilt, trotzdem die recht einheitliche, männliche, weiße Podcastlandschaft haben, die wir heute sehen.

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»Filmreihe Wybernet

Emilie Lieberherr – die Kämpferin

Emilie Lieberherr – die Kämpferin

Donnerstag, 4. April 2019, ab 19.00 Uhr, Zürich

(DOK-Film von SRF 1, 2011, 50 Minuten)

Meist war sie die Erste: Emilie Lieberherr, aufgewachsen in Erstfeld – als Eisenbahnertochter. Das erste Mädchen, das im Kanton Uri eine Matur machte und die erste Urnerin, die an der Uni studierte. Die erste Konsumentenschützerin. Die erste Zürcher Stadträtin. Die erste Ständerätin der Sozialdemokraten. Aber auch die erste Politikerin, die wieder aus der SP geworfen wurde. Eine sperrige Politikerin. Und eine der ersten Schweizerinnen, die öffentlich mit einer Frau zusammenlebte.

Emilie Lieberherr starb am 3. Januar 2011 im Alter von 86 Jahren in Zollikerberg ZH. SRF zeigte diesen «DOK» zur Erinnerung an die populäre und engagierte Politikerin.

Emilie Lieberherr

Roter Raum
Bremgartnerstr. 18
8003 Zürich

Bar ab 19 h, Filmbeginn 19.30 h Eintritt frei, Kollekte

»Tagung

Soziale Absicherung und Gender

Soziale Absicherung und Gender

Samstag, 30. März 2019, 12.15–16.45 Uhr, Bern

Die Veranstaltung hat zum Ziel, über die Aspekte der sozialen Absicherung mit Genderfokus zu informieren, auf Armutsfallen aufmerksam zu machen und für mehr Gleichstellung im Sozialversicherungssystem der Schweiz zu mobilisieren.

Wir wollen politische Forderungen diskutieren, entwickeln und Raum für Utopien schaffen. Auch sollen die Teilnehmer*innen hilfreiche Tipps für die individuelle Absicherung mit auf den Weg bekommen.

Weitere Informationen: www.postbeijing.ch

»Veranstaltung

Rotes Palaver 36: Malerei und Fotografie

Rotes Palaver 36: Malerei und Fotografie

Donnerstag, 27. März 2019, ab 18.30 Uhr, Zürich

Unterschied der Gesten

Wir setzen unsere Reihe ROTES KUNST PALAVER mit einer Besprechung der Arbeiten von zwei Künstlerinnen fort: Laura Letinsky, L'EMPRISE DU TEMPS, Muséee des Beaux-Art Le Locle (bis 26.5.2019) und Maija Luutonen, PATCH, im Pasquart Centre d'Art, Biel (bis 31.3.2019).

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

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Frauen und Geld

Frauen und Geld

entdeckt im März 2019

Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe von moneta, dem Magazin der Alternativen Bank

Es ist noch immer nicht geschafft: Lohngleichheit, die gerechte Verteilung von unbezahlter Arbeit, eine familienfreundliche Arbeitswelt. Warum ist das so? Und was kann die Wirtschaft zu einer egalitären Gesellschaft beitragen?

Weiterlesen: www.moneta.ch

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Nationalrat kippt Eizellenspende

Nationalrat kippt Eizellenspende

entdeckt im März 2019

Heute Dienstag sprachsich der Nationalrat mit einer deutlichen Mehrheit (108 zu 62 Stimmen bei 9 Enthaltungen) gegen die Legalisierung der Eizellenspende aus. Der politische Vorstoss von Rosmarie Quadranti (BDP/ZH) war schon länger hängig. Der Bundesrat spielt nun auf Zeit – und biorespect setzt alles daran, dass die Eizellenspende auch weiterhin verboten bleibt.

Die Leihmutterschaft ist einer der letzten Bereiche der Reproduktionsmedizin, der in der Schweiz noch immer verboten ist. Auch der erste Schritt in Richtung Legalisierung –die Zulassung der Eizellenspende – soll vorerst weiterhin verboten bleiben. Seit etwas mehr als einem Jahr lag die entsprechende Motion auf Eis: Rosmarie Quadranti (BDP) forderte dort gemeinsam mit weiteren ParlamentarierInnen, die Eizellenspende zu erlauben. Nicht zuletzt mit dem fadenscheinigen Argument, dass weibliche Keimzellen nicht diskriminiert werden dürften – immerhin sei die Samenspende seit fast 20 Jahren erlaubt. Zusätzlich wurde vom Bundesrat verlangt, das Fortpflanzungsmedizingesetz auf einen möglichen weiteren Änderungsbedarf hin zu untersuchen.

Weiterlesen: www.biorespect.ch (pdf)

»Audio

Der Lila-Podcast: Warum Frauen Rechtspopulisten gut finden – mit Elisa Gutsche

Der Lila-Podcast: Warum Frauen Rechtspopulisten gut finden – mit Elisa Gutsche

Nr. 135, 2019

In ganz Europa haben die Rechtspopulisten in den vergangenen Jahren starken Zuwachs erfahren – auch und gerade von Frauen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat dazu eine Studie über 6 europäische Länder vorgelegt: «Triumph der Frauen». Sie versucht herauszufinden, was Frauen in Schweden, Deutschland, Frankreich, Ungarn, Polen und Griechenland dazu bringt, rechten Parteien anzuhängen. Wie sieht es aus, das «Female Face» der Rechtspopulisten?

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Der Lila-Podcast: Frauenstreik und ein Biberfell untenrum

Der Lila-Podcast: Frauenstreik und ein Biberfell untenrum

Nr. 134, 2019

Katrin Rönicke und Barbara Streidl blicken zurück auf den 8. März 2019, der mit Frauenstreik und Festakten besonders geglänzt hat. Dann geht es weiter zu Caitlin Moran, die Katrin in Sachen #dieseFrau unbedingt empfehlen möchte …

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»Lesung

Dagmar Schifferli: Wegen Wersai

Dagmar Schifferli: Wegen Wersai

Freitag, 22. März 2019, 19.00 Uhr, Zürich

Eine gutbürgerliche Familie Mitte der sechziger Jahre in der Schweiz. Mattmark-Unglück im Wallis, Expo 64, Frankfurter Auschwitz-Prozess.

Familienausflüge mit dem Auto oder Sommerferien im Tessin ebenso wie Fremdenfeindlichkeit, repressive Erziehungsmethoden und streng geschützte Familiengeheimnisse. Doch weshalb soll Versailles an allem schuld sein?

Moderation: Madeleine Marti

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

»Filmtipp

Mimi Leder: On the Basis of Sex

Mimi Leder: On the Basis of Sex

ab Donnerstag, 21. Februar 2019 in den Kinos

Der aussergewöhnliche Aufstieg der stillen, aber unnachgiebigen Kämpferin Ruth Bader Ginsburg, gespielt von der Oscar nominierten Felicity Jones. In den 70er Jahren erkämpfte Ruth Bader Ginsburg gegen alle Widerstände bahnbrechende Gerichtsurteile zur Gleichstellung der Geschlechter, die sie zu einer Heldin der Frauenbewegung und zu einer weltbekannten Ikone machten.

Wann & wo: www.cineman.ch

»Buchvernissage

Frauen blicken auf die Stadt

Frauen blicken auf die Stadt

Mittwoch, 13. März 2019, 18.30–21.30, Zürich

Frauen blicken auf die Stadt. Architektinnen. Planerinnen. Reformerinnen.

In dem neuen Band zum Beitrag von Frauen an der Planung von Städten sind Schrift en und Projekte versammelt, die eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Stadt dokumentieren. Die Autorinnen und Autoren stellen städtebauliche Positionen aus Europa, den USA und China vor. In ausgewählten Quellentexten von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart kommen Theoretikerinnen wie Adelheid Poninska, Sibyl Moholy-Nagy und Myra Warhaft ig selbst zu Wort. Mit ihren Überlegungen zum Sozialengagement, zu Fragen des Wohnens, der Regionalplanung oder der Stadtbegrünung wird ein breites Panorama von mitunter auch kritischen Perspektiven zur Gestaltung von Städten eröffnet. So erweitert das Buch die Geschichte der Städtebautheorie um eine wesentliche Facette.

Dialogische Lesung mit Katia Frey, Marie-Anne Lerjen und Eliana Perotti

Frauen blicken auf die Stadt

Weitere Informationen: https://frau.sia.ch

»Retrospektive 2019 Berlinale

Selbstbestimmt

Selbstbestimmt

entdeckt im März 2019

Perspektiven von Filmemacherinnen

Das Filmschaffen von Regisseurinnen in der Zeit von 1968 bis 1999 ist Thema der Retrospektive der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Die von der Deutschen Kinemathek kuratierte Auswahl umfasste Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus der BRD vor und nach 1990 sowie aus der DDR.

Selbstbestimmt, Berlinale 2019

Weitere Informationen: https://absolutmedien.de

»Lesung

Jeannette Fischer stellt Bücher aus der Bibliothek vor

Jeannette Fischer stellt Bücher aus der Bibliothek vor

Montag, 11. März 2019, 19.00 Uhr, Zürich

Jeannette Fischer ist Psychoanalytikerin. Sie kuratierte Ausstellungen und machte Dokumentarfilme für das Fernsehen SRF. Letztes Jahr sind zwei Bücher von ihr erschienen: «Psychoanalytikerin trifft Marina Abramovic» und «Angst – vor ihr müssen wir uns fürchten».

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

»Lesen

Feministische Kolumne «Mansplaining»

Feministische Kolumne «Mansplaining»

entdeckt im März 2019

Ja, alle Männer

Männlichkeit bringt Privilegien, die abschaffen muss, wer Gerechtigkeit will. Und nein: Das ist keine Einschränkung von Freiheiten. Es ist das genaue Gegenteil.

Die American Psychological Association (APA), einer der größten Psychologenverbände der Welt, hat kürzlich Richtlinien für die «Psychologische Arbeit mit Jungen und Männern» veröffentlicht. Die Psychologen warnen darin: «Beschränkte Vorstellungen von Männlichkeit, die Aggressivität, Homophobie und Frauenfeindlichkeit betonen, können Jungs dazu veranlassen, einen Großteil ihrer Energie in schädliches Verhalten umzulenken, wie Mobbing, Spott gegenüber Homosexuellen oder sexuelle Belästigung – und nicht in gesunde schulische und außerschulische Aktivitäten.» Männlichkeit sei dann schädlich, so die Psychologen, wenn sie die eigene Stärke überhöht, Frauen und andere Männer, die nicht den Rollenklischees entsprechen, hingegen abwertet.

Weiterlesen: www.sueddeutsche.de

»Audio

Der Lila-Podcast: Support Your Local Activists!

Der Lila-Podcast: Support Your Local Activists!

Nr. 133, 2019

Am 8. März streiken Frauen bundesweit – außer vielleicht in Berlin, da ist eh Feiertag. Und warum das nicht für alle toll, sondern gerade für viele Alleinerziehende auch ein bisschen doof ist, das bespricht Katrin mit Christine Finke, AKA @Mama_arbeitet, Autorin des Buches «Allein, alleiner, alleinerziehend».

Neben #ichstreike und dem Internationalen Frauentag stehen in dieser Sendung aber vor allem viele Menschen weltweit im Mittelpunkt, die tolle Arbeit leisten und die, wie die Pinkstinks und Deine Korrespondentin, dringend Unterstützung brauchen, damit diese Arbeit weitergehen kann.

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»8. März

Digitalkarma

Digitalkarma

Freitag, 8. März 2019, 18.40 Uhr, Zürich

Mit Fahrrad und Kamera durch Bangladesch

Der Film taucht ein in das Leben von Rupa, einer jungen Frau aus Bangladesch, die versucht, ihrer von den Traditionen vorgegebenen Bestimmung zu entkommen. Die Tee-Gärten in den nebligen Hügeln im Nordosten Bangladeschs bilden den Hintergrund ihrer Bemühungen. Mit ihrem Fahrrad, einer Kamera und ihren Fachkenntnissen nimmt sie ihr Leben in die Hand und erschliesst sich einen Weg in die Selbstbestimmung. Aber als ein Schicksalsschlag ihre Familie trifft, sieht sie ihre Freiheiten in Gefahr. Kann sie das fragile Gleichgewicht zwischen individuellen Wünschen und gesellschaftlichen Erwartungen aufrechterhalten?

Anschliessend Gespräch mit dem Regie-Duo.

Digitalkarma

Weitere Informationen: www.riffraff.ch, www.digitalkarma-film.ch

»Lesen

Altes Frauenbild in neuem Medium

Altes Frauenbild in neuem Medium

entdeckt im März 2019

Erfolgreiche YouTuberinnen propagieren klassische Frauenthemen. Wer sie verlässt, verdient weniger und erhält mehr Hassnachrichten.

Die beliebtesten Frauen auf der Videoplattform YouTube sind jung und schlank und beschäftigen sich in ihren Videos mit Schönheit, Ernährung, Beziehungen, Mode und Haushalt. Dies geht aus einer Studie im Auftrag der MaLisa-Stiftung hervor. Stiftungsgründerinnen sind Schauspielerin Maria Furtwängler und ihre Tochter Elisabeth. Ein Forschungsteam der Universität Rostock und der Filmuniversität Babelsberg hat für die Studie in 1000 beliebtesten YouTube-Kanälen 2000 Videos detailliert analysiert und 14 YouTuberinnen in Interviews vertieft befragt.

Weiterlesen: www.infosperber.ch, https://malisastiftung.org

»Veranstaltung

#family #friends #fools and more ...

#family #friends #fools and more ...

Freitag, 8. März 2019, ab 12.00 Uhr, Windisch

Dein Netzwerk macht dein Leben

Family, friends and fools – oft spricht man auch einfach von den drei F's.
Der Begriff wird gerne verwendet, wenn es um Unterstützung geht, finanzielle Unterstützung z.B. bei Crowdfunding-Aktionen. Dann seien es – so sagt man, fast etwas despektierlich – vor allem Familienmitglieder und Freunde, die Geld spenden. Ein Vorurteil, das einerseits nicht haltbar ist. Dank des Netzwerkes, das eine innovative Person hat und mobilisiert, gelangt sie mit ihrer Idee durch Crowdfunding an einen viel grösseren Zielgruppenkreis, kann neue Leute für ihr Projekt gewinnen und es dank der Unterstützung aller realisieren.
Andererseits haben Familie und Freunde einen wichtigen Einfluss darauf, wie junge Frauen ihr Leben und ihre Karriere planen. Während für die Wirtschaft viele Konzepte diskutiert werden, wie man zu einem höheren Frauenanteil in den oberen Kaderstufen kommt oder kommen könnte, wird das allernächste Umfeld – wohl als vermeintlich zu banal – kaum in seiner Bedeutung diskutiert. Hier hinkt die Gesellschaft hinterher.

Weitere Informationen & Anmeldung: www.businessandnetworkday.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Gesetzesänderungen sind immer Teamwork

Der Lila-Podcast: Gesetzesänderungen sind immer Teamwork

Nr. 132, 2019

ein Gespräch mit Maria Wersig

Prof. Dr. Maria Wersig ist Juristin und Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes. Susanne spricht mit ihr darüber, wie es eigentlich aussieht in Sachen Gleichberechtigung im juristischen Sinne. Sind alle Gesetze und Regeln schon so gestaltet, dass Männer und Frauen die gleichen Chancen und Entfaltungsmöglichkeiten haben?

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Hannah Arendt: Der Fixstern am Himmel der politischen Theorie

Hannah Arendt: Der Fixstern am Himmel der politischen Theorie

entdeckt im März 2019

Hannah Arendt inspiriert immer wieder von neuem. Shoshana Zuboffs «Zeitalter des Überwachungskapitalismus» ist der jüngste Beweis.

An Hannah Arendt kommt niemand vorbei, der sich mit dem 20. Jahrhundert beschäftigt. Wenige haben mehr zum Verständnis dieses schrecklichen Säkulums beigetragen als die deutsch-amerikanische Politikwissenschaftlerin, Philosophin und Publizistin. Ihr Hauptwerk «Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft» von 1951 gehört zu den Klassikern der politischen Theorie. Eines ihrer bekanntesten Bücher ist das aus Reportagen hervorgegangene Werk über den Prozess gegen den SS-Mann und Holocaust-Logistiker Adolf Eichmann. Das 1963 publizierte Buch mit dem Titel «Eichmann in Jerusalem: ein Bericht von der Banalität des Bösen» löste aus verschiedenen Gründen heftige Kontroversen aus, nicht zuletzt wegen der Kombination des Banalen mit dem Bösen.

Weiterlesen: www.infosperber.ch, www.campus.de

»Filmreihe Wybernet

Irène Schweizer

Irène Schweizer

Donnerstag, 7. März 2019, ab 19.00 Uhr, Zürich

(Dokumentarfilm von Gitta Gsell, Schweiz 2005, 75min.)

Musik war und ist ihr Leben. Die Zürcherin Gitta Gsell zeichnet in ihrem sensiblen Filmporträt den Lebensweg der berühmten Freejazzpionierin Irène Schweizer nach. Ebene eins zeigt die Musikerin als lebenslustige 60-Jährige, die zwar immer noch konzertiert, aber «am liebsten im eigenen Bett schläft». Ebene zwei zeigt Irène Schweizer als Musik-Virtuosin: während einer Tournee in Südafrika, bei einem Solokonzert in Berlin, bei diversen Auftritten mit anderen Musikern. Ebene drei schildert – ausgehend von Interviews mit Schweizer, Bekannten und Freunden und anhand einer Flut von Archivmaterialien – Karriere und Leben Schweizers, einer der ersten weiblichen Jazzerinnen Europas.

Irene Schweizer

Roter Raum
Bremgartnerstr. 18
8003 Zürich

Bar ab 19 h, Filmbeginn 19.30 h Eintritt frei, Kollekte
Weitere Filmabende: 4. April

»Filmreihe Frauen

Persepolis

Persepolis

Donnerstag, 7. März 2019, 18.00 Uhr, Brugg

Die achtjährige Marjane erlebt 1979 die Folgen der Iranischen Revolution am eigenen Leib. Der Schah wird vertrieben, aber es kommt nicht wie erhofft zur Gründung einer Republik. Stattdessen ergreifen die Mullahs die Macht im Iran. Marjanes Familie, die eben noch auf der Seite der Revolutionäre stand, wird von den neuen Machthabern gnadenlos unterdrückt. Die Islamisierung des Staates schreitet unaufhaltsam voran. Wer sich dem widersetzt, landet im Gefängnis. Vor allem Frauen leiden unter der Revolution, sie dürfen nicht mehr ohne Kopftuch aus dem Haus. Als Jugendliche rebelliert Marjane auf ihre eigene Weise, mit Rockmusik und frechen Sprüchen. Um sie vor Schlimmeren zu bewahren wird Marjane von ihrer Mutter nach Wien geschickt, wo sie in einem katholischen Internat landet. Schon bald taucht sie in die dortige Subkultur ein. Aber ihre iranische Heimat lässt sie nie los. Für Marjanne steht fest, dass sie eines Tages zurückkehrt...

PERSEPOLIS basiert auf dem gleichnamigen, autobiografischen Comicromanen von Marjane Satrapi.

Anschliessend Filmgespräch mit Irène Kälin, Nationalrätin, Islamwissenschaftlerin und Annette Schindler, Direktorin Animationsfilmfestival Fantoche.

Weitere Informationen: www.odeon-brugg.ch

»Lesen

Zur Praxis des Abbruchs im späteren Verlauf der Schwangerschaft

Zur Praxis des Abbruchs im späteren Verlauf der Schwangerschaft

entdeckt im März 2019

NEK empfiehlt Massnahmen zur Sicherstellung einer hochstehenden und einheitlichen Versorgungsqualität

Abbrüche im späteren Verlauf der Schwangerschaft stellen alle Beteiligten vor grosse Herausforderungen, Unsicherheiten und Belastungen. Sie werfen zudem medizini-sche, rechtliche und ethische Fragen auf, die in der Schweiz bislang kaum thematisiert wurden. Die Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin (NEK) äussert sich dazu in ihrer jüngsten Stellungnahme.

Weiterlesen: www.nek-cne.admin.ch (pdf), Stellungnahme: www.nek-cne.admin.ch (pdf)

»Veranstaltungsreihe

Gender in der globalen Politik

Gender in der globalen Politik

Dienstag, 5. März 2019, 19.00 Uhr, Liestal

Stärken internationale Abkommen die Gleichstellung der Geschlechter?

Regierungen, NGOs und Unternehmen haben die Aufgabe, ein faires berufliches und persönliches Umfeld für Frauen und Minderheiten zu gewährleisten. Eine Grundlage dafür liefern internationale Konventionen. Doch sind diese wirklich nützlich für den Schutz und die Förderung der Rechte von Frauen und Minderheiten? Können sie ein gesellschaftliches Problem lösen? Im Rahmen der Tour de Suisse «Internationales Genf: die Welt in der Schweiz» wird foraus diese Fragen an einer von ExpertInnen für internationale Konventionen geführten Debatte zu beantworten versuchen.

Weitere Informationen: www.foraus.ch

»Buchvernissage

Rina Nissim: Eine zeitgemässe Hexe

Rina Nissim: Eine zeitgemässe Hexe

Sonntag, 3. März 2019, ab 15.00 Uhr, Zürich

Rina Nissim kommt nach Zürich in die frau*m an der Mattengasse 27 (FZ). Die Frauengesundheitsaktivistin; Mitbegründerin des Dispensaire des Femmes in Genf, dem ersten autonomen Frauengesundheitszentrum der Schweiz; ehemaliges Mitglied des Mouvement de Libération des Femmes Genf, Aktivistin der autonomen Frauen-/Lesbenbewegung der Romandie kommt für eine Buchvernissage nach Zürich.

Rina Nissim wird über ihre politische Arbeit in der Schweiz, in Indien und Zentralamerika berichten und ihr nun auch in Deutsch erschienenes Buch vorstellen. Anschliesssend: Diskussion und Apéro.

WEitere Informationen: www.fraum.ch

»Lesen

Emilie Lieberherr

Emilie Lieberherr

entdeckt im Februar 2019

Pionierin der Schweizer Frauenpolitik

50 Jahre nach dem Marsch auf Bern 1969 erscheint die Biografie einer der Pionierinnen der Schweizer Frauenpolitik: Emilie Lieberherr. Die unvergessliche Politikerin war auch eine der wichtigsten Vorkämpferinnen der Alterspolitik und der Drogenpolitik, die bis heute Gültigkeit haben.

Emilie Lieberherr

Weiterlesen: www.nzz-libro.ch

»Lesen

Professor X

Professor X

entdeckt im Februar 2019

Ein Architekturprofessor, der sich fehlverhält. Eine Hochschule, die ihn vom Vorwurf sexueller Belästigung entlastet. Und fassungslose Betroffene, die ein Crowdfunding starten.

«Er ist ein ambivalenter Charakter: hochgradig charismatisch und intelligent, im einen Moment dein charmanter Freund, im nächsten dein cholerischer Boss.» In einem Zürcher Café spricht Martin Meinberg* über Professor X und das, was er «die schlechteste berufliche Erfahrung meines Lebens» nennt. Meinberg gehört zu einer Gruppe ehemaliger Mitarbeitenden, die gegen den Architekturprofessor der ETH aussagten. Im Sommer 2018 wurden Vorwürfe sexueller Belästigung öffentlich. Im Herbst startete die Hochschule eine Disziplinaruntersuchung.

Am 29. Januar 2019 kommuniziert die ETH deren Abschluss: Der Bericht des externen Untersuchungsführers entlastet Professor X vom Vorwurf sexueller Belästigung. Doch sein Verhalten war nicht im Einklang mit dem ‹Compliance Guide› der ETH Zürich. Ein Kündigungsverfahren wird nicht eingeleitet, Professor X kündigt selbst per Ende Juli 2019. Die ETH entbindet ihn auf sein Ersuchen von seiner Lehrtätigkeit, damit er sich bis Ende Semester vollumfänglich dem Abschluss seiner Forschungsprojekte widmen kann.

Weiterlesen: www.hochparterre.ch

»Ausstellung

Miriam Cahn: Ich als Mensch

Miriam Cahn: Ich als Mensch

Eröffnung: Donnerstag, 21. Februar 2019, Bern

In einer umfangreichen Gesamtschau, in der die wichtigsten Werkphasen vertreten sind, zeigt die Schweizer Künstlerin Miriam Cahn expressive Arbeiten auf Papier, farblich betörende Ölgemälde, monumentale Skulpturen, performative Videos und noch nie gezeigte Skizzenhefte in einer einzigartigen Chronologie und Themen überschreitenden Installation, die den klassischen Museumsbau zum sinnlichen Denkgebäude umdeutet sowie ihre inhaltlichen, motivischen und ästhetischen Leitlinien sichtbar macht. Viele Werke sind speziell für die Ausstellung entstanden oder sind Schlüsselwerke aus dem Besitz der Künstlerin.

Miriam Cahn

Miriam Cahn
meredith grey (gestern im TV gesehen)
15.7.15 2015, Öl auf Holz, 26 x 28 cm
Fotograf: Markus Tretter
Copyright: Miriam Cahn

Weitere Informationen: www.kunstmuseumbern.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: «Wir müssen nicht lieb sein»

Der Lila-Podcast: «Wir müssen nicht lieb sein»

Nr. 131, 2019

Julia Jäckel über Judith Butler und frauenpolitisches Engagement

Frauenpolitisches Engagement – was ist das eigentlich? Was machen wir in Sachen Vernetzung und Solidarität – und kann eine Frau überhaupt für andere Frauen stellvertretend sprechen? Darüber und über Judith Butler geht es im Gespräch mit Julia Jäckel.

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»Audio

Der Lila-Podcast: Kohle, Programmiererinnen, Geburten, #dieseFrau und schwierige Mitbewohner

Der Lila-Podcast: Kohle, Programmiererinnen, Geburten, #dieseFrau und schwierige Mitbewohner

Nr. 130, 2019

Wir haben wieder einige eurer Mails, Tweets und Kommentare aufgegriffen, um über all die Dinge zu sprechen, die euch im Moment beschäftigen.

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»Lesung

Melinda Nadj Abonji stellt Bücher aus der Bibliothek vor

Melinda Nadj Abonji stellt Bücher aus der Bibliothek vor

Montag, 18. Februar 2019, 19.00 Uhr, Zürich

Melinda Nadj Abonji schreibt Romane und Essays, performt Texte, spielt Geige und singt. Sie ist Trägerin des Deutschen und des Schweizer Buchpreises sowie weiterer Auszeichnungen. Aufgewachsen ist sie im jugoslawischen Bečej in der Vojvodina, heute lebt sie in Zürich.

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

»Veranstaltung

Die grosse Runde mit Corinne Mauch

Die grosse Runde mit Corinne Mauch

Donnerstag, 14. Februar 2019, 20.00 Uhr, Zürich

Corine Mauch (Gast) ist seit 2009 die Präsidentin der Stadt Zürich. Sie sagt: «Zürich ist sehr erfolgreich. Wichtig ist, dass alle davon profitieren können.» Darüber spricht sie mit Patti Basler, und auch, wie man es als Aargauerin und erste Frau an die Spitze einer Stadt wie Zürich schafft. Und wie sich das anfühlt. Und wo die Hindernisse liegen. Und ob sie noch zum Bassspielen kommt.

Weitere Informationen: https://kaufleuten.ch

»Theater

Bleu électrique

Bleu électrique

Dienstag, 12. Februar–Donnerstag, 14. Februar 2019, 20.00 Uhr, Zürich

2015 wurden die Beiträge des Bundes ans Gleichstellungsbüro gekürzt – die Mehrheit des Parlaments sieht die Gleichstellung von Mann und Frau in der Schweiz erreicht. In Unternehmen und im Parlament aber stagniert der Frauenanteil bei 30% oder ist rückläufig. Was würden Politikerinnen wie Liliane Uchtenhagen oder Elisabeth Kopp dazu sagen? Für sie war der öffentliche Einsatz für Gleichberechtigung unabdingbar.

Die Schweiz 2035. Eine Alt-Nationalrätin bricht bei ihrer früheren Kontrahentin ein, um sie für eine Protestaktion gegen eine frauenfeindliche Volksinitiative zu gewinnen. Aber die beiden geraten aufgrund ihrer unterschiedlichen politischen Überzeugungen aneinander. Werden die Politpionierinnen für die gemeinsame Sache auf die Barrikaden steigen?

«Bleu électrique» lässt Schweizer Frauengeschichte Revue passieren und wirft Fragen zur Gleichstellung heute auf.

Bleu electrique

Weitere Informationen & Tickets: https://winkelwiese.ch

»Lesen

Der Kanton Zürich geht konsequent gegen Gewalt an Frauen vor

Der Kanton Zürich geht konsequent gegen Gewalt an Frauen vor

entdeckt im Februar 2019

Der Regierungsrat hat gegenüber der Gewalt an Frauen eine ganz klare Haltung: Nulltoleranz. Entsprechend konsequent bekämpfen Polizei, Strafverfolgung und zivilgesellschaftliche Organisationen seit Jahren intensiv die Gewalt an Frauen im Kanton Zürich. Zusätzliche Massnahmen sollen die Situation weiter verbessern.

Gewalt an Frauen ist im Kanton Zürich auch im Jahr 2019 eine traurige Tatsache. Durchschnittlich 13 Mal pro Tag rücken die Polizeikräfte wegen Fällen von häuslicher Gewalt aus. Sicherheitsdirektor Mario Fehr und Jacqueline Fehr, Vorsteherin der Direktion der Justiz und des Innern, präsentierten am Donnerstag zusammen mit Fachfrauen aus den Bereichen Menschenhandel und Opferberatung das bereits bestehende enge Netz von Massnahmen gegen Gewalt an Frauen im Kanton.

Weiterlesen: www.zh.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Männer, Frauen, Rollenbilder?

Der Lila-Podcast: Männer, Frauen, Rollenbilder?

Nr. 129, 2019

Wann ist ein Mann ein Mann? Muss eine Frau glänzendes Haar haben? Können Männer mehr als Erzeuger sein, auf dem Pavianfelsen sitzen und Frauen finden, die ihnen zujubeln? Barbara Streidl spricht mit Hajo Schumacher und Karin Heisecke über Rollenbilder.

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Der zweite Tod der Rosa Luxemburg

Der zweite Tod der Rosa Luxemburg

entdeckt im Februar 2019

Bis heute wird verschwiegen: Waffenbauer Emil G. Bührle hat als junger Offizier 1919 in Berlin die Ermordung indirekt ermöglicht.

Am 15. Januar 1919 wurde die Linkssozialistin, Antimilitaristin und Vordenkerin Rosa Luxemburg durch Offiziere unter dem Kommando des Freikorpsführers Waldemar Pabst ermordet. Ihre Leiche wurde in den Berliner Landwehrkanal geworfen.

Hundert Jahre später wurden im Zusammenhang mit diesem Ereignis auch in der Schweiz Artikel veröffentlicht. Im «Tagesanzeiger» wurde etwa beschrieben, wie sie hier den gebürtigen Deutschen Gustav Lübeck kennenlernte, den sie aus Zweckmässigkeit heiratete um die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Die «NZZ» wiederum widmete unter dem Titel «Asyl für einen Nazi-Verbrecher» Waldemar Pabst einen Text. Pabst hat sich, als sich die Niederlage des Dritten Reiches abzeichnete, in die Schweiz abgesetzt und konnte sich dank der Protektion einflussreicher schweizerischer Figuren der drohenden Festnahme durch die Allierten entziehen.

Weiterlesen: www.infosperber.ch

»Filmreihe Wybernet

Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992

Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992

Donnerstag, 7. Februar 2019, ab 19.00 Uhr, Zürich

(D 2012, E/D/d/e, 79 Minuten)

Auch zwanzig Jahre nach ihrem Tod ist der Einfluss der Schriftstellerin und Aktivistin Audre Lorde auf die afroamerikanischen, feministischen und queeren Bewegungen außerordentlich lebendig. Sie bezeichnete sich selbst als black lesbian feminist mother poet warrior (schwarz, lesbisch, Feministin, Mutter, Dichterin, Kriegerin). Zum ersten Mal erlauben persönliche Video- und Audioaufzeichnungen von Dagmar Schultz einen tiefen Blick in das Leben der privaten Audre Lorde, lassen aber auch Mitstreiter, Studierende und Freunde zu Wort kommen. Das außergewöhnliche Porträt wurde im Panorama der Berlinale 2012 uraufgeführt.

Audre Lorde

Roter Raum
Bremgartnerstr. 18
8003 Zürich

Bar ab 19 h, Filmbeginn 19.30 h Eintritt frei, Kollekte
Weitere Filmabende: 7. März // 4. April

»TV

Laura Liswood: Frauen an die Macht!

Laura Liswood: Frauen an die Macht!

entdeckt im Februar 2019

Laura Liswood ist Gründerin und Generalsekretärin des «Council of Women World Leaders». Sie kennt die mächtigsten Frauen der Welt persönlich, etwa Angela Merkel oder Theresa May. Yves Bossart spricht mit ihr über Frauen in Führungspositionen und fragt, warum es nur so wenige gibt.

Sternstunde Philosophie

Sendung schauen: www.srf.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Sexuell verfügbar? Mit Caroline Rosales

Der Lila-Podcast: Sexuell verfügbar? Mit Caroline Rosales

Nr. 128, 2019

Caroline Rosales hat ein Buch über die sexuelle Verfügbarkeit von Frauen geschrieben – die tatsächliche oder vermeintliche, und der Klappentext ihres Buches bringt es ganz schön auf den Punkt: «Caroline Rosales erzählt nah an ihrer eigenen Geschichte, wie bereits kleine Mädchen darauf konditioniert werden, lieb und höflich zu sein und dem Onkel doch ein Küsschen zu geben. Und wie aus diesen Mädchen Frauen werden, die mehr auf das Gegenüber achten als auf sich selber.»

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Wir haben einen Systemfehler

Wir haben einen Systemfehler

entdeckt im Februar 2019

SRF-Ökonomin Patrizia Laeri will mehr Frauen in der Spitzenwirtschaft, im Bundeshaus, auf Wikipedia. Interview des Tages-Anzeigers

Warum braucht es «Frauen für Wikipedia»?
Ungefähr 85 Prozent der Biografien auf Wikipedia sind Männern gewidmet, 90 Prozent aller Einträge wurden von Männern verfasst. Nun ist Wikipedia aber nicht irgendeine Website, sondern die wichtigste Informationsseite der Welt. Wenn man jemanden googelt, erscheint zuerst der Wikipedia-Eintrag – oder eben nicht. Es geht mir darum, Frauen besser sichtbar zu machen. Ich will nicht jammern, sondern Einfluss nehmen.

Männer dominierten die Geschichte. Logisch, dass es mehr Männer-Einträge auf Wikipedia gibt.
Die Bedeutung der Frauen wurde und wird konsequent geschmälert. Wie sich dieser männliche Blick zeigt? Vor kurzem gabs auf Wikipedia mehr Einträge zu Pornodarstellerinnen als zu Schriftstellerinnen. Die Einträge zu den Frauen sind durchschnittlich kürzer, drehen sich öfters ums Private, ums Mutter- oder Ehefrau-Dasein. Da werden uralte Rollenbilder tradiert. Dazu kommt das Phänomen des elitären Hackens. So wollten männliche Wikipedia-Mitarbeiter Donna Strickland einen Eintrag verwehren. Ihre wissenschaftliche Arbeit sei zu wenig relevant. Donna Strickland ist, muss man wissen, Nobelpreisträgerin für Physik.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch

»Kabarett

Hazel Brugger: Première neues Soloprogramm

Hazel Brugger: Première neues Soloprogramm

Freitag, 1. Februar 2019, 20.00 Uhr, Luzern

Hazel Brugger brüskiert und berührt virtuos und stets bescheiden. Sie kreiert wilde Geschichten aus dem Nichts und findet schöne Worte für das Hässliche. Mit ihrem verspielten Charme penetriert sie kompromisslos die Psyche jedes Zuschauers – und der hat auch noch Spaß daran. Schonungslos, detailverliebt und mit viel Herz zerlegt Hazel Brugger die Welt in Einzelteile. Und führt ihr Publikum dabei stets über einen schmalen Grat, mal still, mal wild, aber immer sehr komisch.

Hazel Brugger

Weitere Informationen & Tickets: hazelbrugger.ch

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Der Lila-Podcast: Haare auf den Zähnen haben ist gut – Women's Marches und die Shine Theory

Der Lila-Podcast: Haare auf den Zähnen haben ist gut – Women's Marches und die Shine Theory

Nr. 127, 2019

Auf den weltweiten Women’s Marches gab es dieses Jahr jede Menge kalte Füße – und Probleme aufgrund der Neigungen einiger US-Organisatorinnen zur afro-amerikanischen Religionsbewegung «Nation of Islam».

In den USA wird derzeit viel über zwei demokratische Politikerinnen diskutiert, einmal Alexandria Ocasio-Cortez, jüngste Frau des Repräsentantenhauses, und dann Nancy Pelosi, neue demokratische Sprecherin des Hauses. Sie zeigt Donald Trump ihre «Haare auf den Zähnen»! Pelosi ist 78 – eine ältere Frau, «who roar», etwas, das auch Jane Fonda und Lily Tomlin in der Serie «Grace and Frankie» auf ganz sehenswerte Art und Weise machen.

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Der Lila-Podcast: Medizinische Absonderlichkeiten und vermeintlich gute Verbrechen

Der Lila-Podcast: Medizinische Absonderlichkeiten und vermeintlich gute Verbrechen

Nr. 126, 2019

Alisa Tretau und Magdalena Jagelke über Mutterschaft

«Ich bin schwanger» – diesen Satz erwarten wir in der Regel von einer Frau, die Mutter wird. Dass es diesen Satz aus dem Mund von Transmenschen auch gibt, und dass es sogar seine Umkehrung gibt, «ich bin unschwanger», darüber spricht Alisa Tretau mit Barbara Streidl. Tretau ist Herausgeberin des Buches «Nicht nur Mütter waren schwanger».

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Monika Stocker: «Zürich von unten, Geschichte und Geschichten»

Monika Stocker: «Zürich von unten, Geschichte und Geschichten»

Montag, 28. Januar 2019, 19.00 Uhr, Zürich

Vorschau. Weitere Infos folgen

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

»Veranstaltung

Paradigmenwechsel im Sexualstrafrecht

Paradigmenwechsel im Sexualstrafrecht

Donnerstag, 24. Januar 2019, 18.00 Uhr, Zürich

In kaum einem anderen Bereich halten sich alt­hergebrachte Vorstellungen über Geschlech­ter­verhältnisse so hartnäckig wie im Bereich der sexuellen Gewalt. Auch das Sexualstraf­recht spiegelt diese Vorstellungen teilweise noch deutlich wieder. Dies trifft insbesondere auf die Definition des Tatbestands der Vergewaltigung zu. Die lau­fende Strafrechtsrevi­sion will das ändern.

Diese Reform geht der Juristin Nora Scheidegger jedoch zu wenig weit, wie sie in ihrer kürzlich erschienenen Dissertation darlegt.

Weitere Informationen & Anmeldung: www.stadt-zuerich.ch

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Frauen zertrümmern Rollenklischees

Frauen zertrümmern Rollenklischees

entdeckt im Januar 2019

Gespaltene Reaktionen: Die Werbung zeigt Frauen ohne die alten Rollenbilder. Models tragen Kleider mit feministischen Botschaften.

Im Herbst sorgte ein Werbespot des US-Sportartikelherstellers Nike über die Landesgrenzen von Mexiko hinaus für Aufsehen. Er zeigt, wie eine junge Frau zusammen mit anderen jungen Frauen unter dem Slogan «Juntas Imparables» (Zusammen unaufhaltsam) Rollenklischees, sexistische Männer und frauenfeindliche Schönheitsideale überrennt. In Brasilien hat der Getränkehersteller Schweppes ein Kleid mit Sensoren versehen und damit gemessen, wie oft drei Frauen in einem Club ungewollt angefasst werden.

Weiterlesen: www.infosperber.ch

»Veranstaltung

Women's March 2019

Women's March 2019

Samstag, 19. Januar 2019, 18.00 Uhr, Zürich
«The Women's Wave is coming»
zum Thema «Ende der Gewalt an Frauen*»

Wir versammeln uns in Zürich am Helvetiaplatz. Polizeilich bewilligt.

Beleuchten wir die dunklen Strassen mit Lampions und Fackeln!

Weitere Informationen: https://womensmarchglobal.org

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Der Lila-Podcast: An dem Wort «Quote» arbeiten sich ganz viele ab

Der Lila-Podcast: An dem Wort «Quote» arbeiten sich ganz viele ab

Nr. 125, 2019

Gespräch mit FidAR-Präsidentin Monika Schulz-Strelow

Seit über zehn Jahren setzt sich FidAR (das ist kurz für «Frauen in die Aufsichtsräte») für mehr Frauen in Führung ein und Präsidentin Monika Schulz-Strelow war von Anfang an mit dabei. Zusammen mit Katrin blickt sie zurück auf die Anfänge: Zuerst wollte man mit den Männern gemeinsam ohne Quote einen Weg finden, dann lernte man, dass es mit freiwilligen Selbstverpflichtungen allein nicht getan ist. Sie knüpften viele Netze, arbeiteten über alle Parteien hinweg nah am Parlament und halten enge Kontakte mit den Unternehmen – und so ist es gelungen, breite Bündnisse zu formieren, die Quote für Aufsichtsräte zu erkämpfen und mehr und mehr für Frauen – und auch Männer! – in Führung zu tun.

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Der Lila-Podcast: Feministinnen beim Kaffeeklatsch

Der Lila-Podcast: Feministinnen beim Kaffeeklatsch

Nr. 124, 2019

Je unübersichtlicher die Welt da draußen ist, desto mehr ziehen sich die Menschen ins Private zurück.

Und weil es gerade jetzt zu Weihnachten und Silvester wahrscheinlich bei den meisten von euch sehr gemütlich und privat zuging, sprechen Katrin und Susanne (noch mal) über die neue Häuslichkeit. (Wiederholung von 2015)

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Schon 36'000 Unterschriften gegen die «weibliche Scham»

Schon 36'000 Unterschriften gegen die «weibliche Scham»

entdeckt im Januar 2019

Sprache schaffe Wirklichkeit: Statt «Schamlippen» soll der Duden für den lustvollen Körperteil den Begriff «Vulvalippen» aufnehmen.

Den Initiantinnen einer öffentlichen Petition geht es um den Begriff «Schamlippen», für den es im Duden keine Alternative gibt. Mit «Schamlippen» bezeichnet man die Hautfalten der Vulva. Diese umfasst die äusseren weiblichen Geschlechtsorgane. Die Journalistin Gunda Windmüller und die Autorin Mithu Sanyal schlagen «Vulvalippen» als neue Bezeichnung vor. Mit einer Petition rufen sie dazu auf, diesen Begriff zu verbreiten. Bis Anfang Januar kamen bereits fast 36'000 Unterschriften zusammen.

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Der Lila-Podcast: Zwei Kinder, drei Mütter – Familie 2.0 mit Jochen König

Der Lila-Podcast: Zwei Kinder, drei Mütter – Familie 2.0 mit Jochen König

Nr. 123, 2018

Hinter uns liegt Weihnachten, das christliche Fest, das oft mit Worten wie «Liebe», «Besinnlichkeit» oder auch «Familie» in Zusammenhang gebracht wird. Und um letzteres soll es in dieser Folge gehen – aber nicht um die klassische Kernfamilie aus Vati, Mutti und Nachwuchs, sondern um neue Modelle. Getreu dem Motto «Familie ist, wenn alle zusammen halten» hat Jochen König eine Familie, zu der neben ihm zwei Töchter und drei Mütter gehören. Darüber hat er Bücher geschrieben. «Fritzi und ich» war sein erstes Buch und «Mama, Papa, Kind?» das zweite. Jochen schreibt in seinem Blog über dieses Familienleben 2.0. Übers Vatersein und über Beziehungen. Über Sex und Sexismus.

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Die geheimen Tagebücher der Anne Lister

Die geheimen Tagebücher der Anne Lister

Donnerstag, 10. Januar 2019, ab 19.00 Uhr, Zürich

(GB 2010, E/D/d, 90 Minuten)

TV-Drama über die 1791 geborene und 1840 gestorbene Anne Lister - eine Großgrundbesitzerin, Industrielle und Reisende aus Yorkshire. Anne Lister gilt aufgrund ihres Selbstbewusstseins und ihres Lebensstils als «erste moderne lesbische Frau». Ihre Freundin nannte sie «Fred»; die Bewohner ihres Wohnorts Halifax sprachen von ihr als «Gentleman Jack». 
Vor der Öffentlichkeit musste sie ihre Lebensweise verbergen - anvertrauen konnte sie sich nur ihrem Tagebuch, das sie mit einem Geheimcode verschlüsselte. Fast zwei Jahrhunderte dauerte es, ehe der Code geknackt und ihre gut geschützten Aufzeichnungen veröffentlicht werden konnten.

Anne Lister

Roter Raum
Bremgartnerstr. 18
8003 Zürich

Bar ab 19 h, Filmbeginn 19.30 h Eintritt frei, Kollekte
Weitere Filmabende: 24. Januar // 7. Februar // 7. März // 4. April