Frauen-Archiv 2019

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Die tragische Sanftmut der Frauen

Die tragische Sanftmut der Frauen

entdeckt im Januar 2020

Wut ist ein wertvolles Gefühl. Zeit, dass auch Frauen es sich zugestehen.

Die einzige gesellschaftlich legitimierte Wut von Frauen ist der sogenannte Zickenkrieg. Wenn es um die Gunst von Männern geht, dürfen sie ein bisschen «die Krallen zeigen». Die TV-Sendung «Der Bachelor», wo Frauen leicht bekleidet um einen Macker buhlen, zelebriert dies wöchentlich.

Hier soll von einer anderen Variante des weiblichen Zorns die Rede sein: von demjenigen, den Frauen aufgrund von alltäglichem Sexismus, sexuellem Missbrauch und Gewalt empfinden. Es soll gezeigt werden, dass die Zensur dieser Wut genauso demütigend ist wie die ursprüngliche Verletzung. Die amerikanische Psychiaterin Jean Baker Miller erwähnte bereits in den frühen 1990er-Jahren, dass die Wut der Frauen offenbar zu den grössten gesellschaftlichen Tabus gehört – sie fand damals kaum wissenschaftliche Literatur darüber. Grund dafür, so folgerte sie, müsse eine tiefe kulturelle Angst sein: Während Männer sich täglich in Wettbewerb und Konfrontation beweisen müssten, seien Frauen in erster Linie für die Erfüllung von Bedürfnissen zuständig. Und wo kämen wir hin, wenn unsere Dienstleisterinnen die Fäuste erhöben, wenn die Hälfte der Menschheit sich nichts mehr bieten liesse?

Weiterlesen: www.dasmagazin.ch

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Günstige Umstände, ergriffene Chancen

Günstige Umstände, ergriffene Chancen

entdeckt im Januar 2020

Nirgends sind die Hürden für die Partizipation der Frauen so niedrig wie im Norden Europas. Auch dort zeigt die Geschichte: Entscheidend für die Gleichstellung ist der politische Wille.

Letzte Woche schaffte es Finnland wieder einmal in die internationalen Schlagzeilen. Überschriften zur neuen «Frauenregierung» und Gruppenbilder ohne Männer machten die Runde: «Der Feminismus wird erwachsen», titelte der «Guardian», und die «Süddeutsche Zeitung» schrieb: «Im Norden sind die Frauen an der Macht.»

Fotos sind Momentaufnahmen. Noch vor einem halben Jahr wären auf dem gleichen Gruppenbild vier Männer und eine Frau zu sehen gewesen. Und die finnische Regierung ist so labil, dass sie in einem halben Jahr womöglich schon wieder ganz anders zusammengesetzt ist. Was aber tatsächlich seit Jahren Realität ist: In den nordischen Ländern gibt es einen hohen Anteil von Frauen in der Politik – höher als in vielen vergleichbaren Ländern.

Weiterlesen: www.woz.ch

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Der Lila-Podcast: Zwerge auf den Schultern von Riesen

Der Lila-Podcast: Zwerge auf den Schultern von Riesen

Nr. 166, 2019

In dieser letzten Folge für 2019 kommen Barbara, Susanne und Katrin zusammen und werfen einen Blick zurück auf das Jahr: Was hat uns bewegt? Wessen Geschichte hat uns Mut gemacht? Welche hat uns wütend und hilflos gestimmt?

Da ist Toni Morrison, die im August gestorben ist und uns so viele wichtige Anstöße mit auf den Weg gibt. Da sind eine ganze Horde an Büchern, die uns Kraft geben, wie «Good and Mad» von Rebecca Traister. Da sind Filme und Serien – auch Podcastserien, die in den dunkelsten Stunden zeigen, dass kein Gefühl für immer ist, schon gar nicht das Gefühl der Hilflosigkeit. Denn auch dafür steht 2019: Dass wir nicht aufgeben, dass wir uns verbündet haben und ein ganz neues Gefühl von Schwesternschaft und Solidarität wachsen konnte.

Der Ausblick ist vorsichtig optimistisch – auch, weil wir 2020 alles neu machen wollen. Weil wir glauben, nur als Vielfalt – auch als Vielfalt der Stimmen – diese Welt zu einem besseren Ort machen zu können.

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Adventsfenster mit feministischer Weihnachtsgeschichte

Adventsfenster mit feministischer Weihnachtsgeschichte

Freitag, 20. Dezember 2019, ab 18.30 Uhr, Zürich

18.30 Uhr Lesung für Kinder
19.00 Uhr Öffnung des Fensters
19.30 Uhr Lesung für Erwachsene

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

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Gegen die ideologische Genitalverstümmelung

Gegen die ideologische Genitalverstümmelung

entdeckt im Dezember 2019

Warum die weibliche Anatomie uns alle etwas angeht.

«Tamara Funiciello schlägt vor, Klitoris-Plakate in Männer-WCs aufzuhängen», war am 27. September in der Gratiszeitung «20 Minuten» zu lesen. Ein grossartiger Vorschlag, der leider bisher kein mediales Echo fand. Vermutlich wurde er als Witz missverstanden. Dabei ist das mangelnde Wissen über die weibliche Anatomie eine ernsthafte Angelegenheit, nein: ein riesiges Problem. Es betrifft nicht nur das Sexualleben heterosexueller Frauen, es betrifft uns alle. Solange es kein wirkliches Wissen über die Beschaffenheit der weiblichen Sexualorgane gibt, bleibt der weibliche Körper ein ideologisches Schlachtfeld für (männliche) Phantasmen.

Weiterlesen: www.infosperber.ch

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Neues digitalisiertes Material deutschsprachiger Lesben- und Frauengeschichte

Neues digitalisiertes Material deutschsprachiger Lesben- und Frauengeschichte

entdeckt im Dezember 2019

Zwölf Einrichtungen des i.d.a.-Dachverbands digitalisierten 2019 Material für das DDF, die Hälfte davon mit Fokus auf DDR-Geschichte. Damit erfüllt das DDF einen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung von 2013 und bietet Hintergrundinformationen zum aktuellen Jubiläum 30 Jahre Maueröffnung

Hier kann man stöbern: www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de

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Alles Frauen!1!11

Alles Frauen!1!11

entdeckt im Dezember 2019

Finnland: Mit der 34-jährigen Sanna Marin haben die FinnInnen die jüngste Ministerpräsidentin der Welt gewählt. Jetzt muss sie sich in unübersichtlichen Zeiten beweisen

Natürlich war auf Sanna Marins Twitter-Account die Hölle los. Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Antti Rinne haben die finnischen Sozialdemokraten die 34-jährige am Sonntag zur neuen Ministerpräsidentin bestimmt. Aus der ganzen Welt kamen Gratulationen. Das überrascht nicht, denn Marin bricht Rekorde. Die frühere Verkehrsministerin, die bereits zweimal ins Parlament gewählt wurde, ist die jüngste amtierende Regierungschefin der Welt – und die jüngste Ministerpräsidentin, die Finnland je hatte. Das Foto von Marin und vier weiteren Mitgliedern der Führungsriege der Regierungspartei – alles Frauen – verbreitete sich schnell viral. Offensichtlich genießen die Finnen jede Minute der internationalen Aufmerksamkeit. Aber während die Welt Marins Jugend feiert, fühlen sich viele Leute in Finnland durch ihren Hintergrund bestärkt.

Regierung Finnland

Weiterlesen: www.freitag.de, www.n-tv.de

»Kampagne

16 Tage gegen Gewalt an Frauen

16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Montag, 25. November – Dienstag, 10. Dezember 2019, in der ganzen Schweiz

Die Kampagne nimmt jedes Jahr ein anderes Thema in den Fokus. 2019 ist es Gewalt an Frauen* im Alter.

Gründe, das Thema Gewalt an Frauen* im Alter zu thematisieren, gibt es genug. Zusammen mit über 90 Partner*innenorganisationen organisiert der cfd während der 16 Tage verschiedene Veranstaltung. Die Kampagne setzt sich im Rahmen von Vorlesungen, Podiumsdiskussionen, Fachtagungen und Filmvorführungen mit verschiedenen Aspekten der Gewalt an Frauen* im Alter auseinander. So wird ein wichtiger Beitrag zur Prävention und Sensibilisierung geleistet.

Weitere Informationen: www.16tage.ch

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Wir klären das auf der Straße

Wir klären das auf der Straße

entdeckt im Dezember 2019

Frankreich: Die neuerliche Stärke der feministischen Proteste gegen Femizide ist kein Zufall

Das sind 137 zu viel: 137 Frauen wurden in Frankreich 2019 bereits von ihren Ehemännern oder (Ex-)Partnern getötet. Ein Meer aus Violett zog deshalb am vergangenen Samstag durch französische Städte, Farbe des Protests von mehr als hunderttausend Menschen gegen diese extremste Form von Frauenhass. Auf den französischen Transparenten standen die Vornamen und das Alter der ermordeten Frauen als Mahnung und Gedenken. Über 70 Organisationen hatten anlässlich des 25. Novembers, des «Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen», zu den Protesten aufgerufen. Frankreich gehört zu den Ländern, in denen überproportional viele Fälle von häuslicher Gewalt zu verzeichnen sind: Im letzten Jahr waren es 220'000, in Deutschland laut Bundeskriminalamt 140'000 Taten.

Weitere Informationen: www.freitag.de

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Der Lila-Podcast: Trans* – Mythen und Forschung

Der Lila-Podcast: Trans* – Mythen und Forschung

Nr. 165, 2019

Noch immer sehen sich Transmenschen mit Stigmata und Vorurteilen konfrontiert, noch immer werden sie per Gesetz schikaniert, noch immer zweifelt man ihr Urteil darüber an, zu wissen, wer sie sind. Damit muss Schluss sein – das sagt auch die Forschung.

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»Lehrgang

3. feministischer Lehrgang

3. feministischer Lehrgang

Samstag, 7. Dezember 2019 – Samstag, 5. Dezember 2020, Winterthur

Der Lehrgang kann nur als gesamtes Lernangebot belegt werden. Diese Form schafft Verbindlichkeit unter ganz unterschiedlichen Frauen und öffnet einen Wissens-, Denk- und Sprachraum für alle Teilnehmer*innen. Mit ausgesuchten Dozentinnen werden sechs Themen aus feministischer Sicht er- und bearbeitet. In Lerngruppen wird das erworbene Wissen vertieft und in die eigene Lebenssituation eingebracht. Eine Lernreise nach Wien erweitert den Blick auf neue Gestaltungsmöglichkeiten in die Zukunft.

Weitere Informationen & Anmeldung: https://feministische-fakultaet.org

»Filmreihe

Soeur Sourire

Soeur Sourire

Donnerstag, 5. Dezember 2019, ab 19.00 Uhr, Zürich

WyberNet zeigt Filme zum Thema «Widerständige Frauen, mutig und unerschrocken»
Für Frauen.  


Soeur Sourire (B/F 2009, 124 Minuten; biografischer Spielfilm)

Im Brüssel der späten 1950er-Jahre rebelliert die wallonische Bäckerstochter Jeannine Deckers gegen die Enge ihres bürgerlichen Elternhauses. Statt zu heiraten und den Familienbetrieb zu übernehmen, entscheidet sie sich, ins Dominikanerkloster zu gehen und Nonne zu werden. Dort ermutigt die Mutter Oberin sie, sich musikalisch zu betätigen. Unerwartet wird ihr Song Dominique zu einem weltweiten Hit und Jeannine als Sœur Sourire (Schwester des Lächelns) berühmt.

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

»Vortrag

Sex und Gender: Zwischen Biologie und Gesellschaft

Sex und Gender: Zwischen Biologie und Gesellschaft

Dienstag, 3. Dezember 2019, 20 Uhr, Zürich

Die Ig-Nobelpreisträgerin Dr. Elisabeth Oberzaucher zum ersten Mal live in Zürich!

Die Diskussion um Sex und Gender ist stark ideologisch geprägt. Während eine Seite die Rolle der Biologie stark betont, wird diese von der anderen abgelehnt. Eine Klärung gestaltet sich schwierig, da Biologie und Kultur eng miteinander verzahnt sind. Dennoch ist es notwendig, die Wurzeln von Geschlechtsdimorphismen (also der Unterschiedlichkeit von weiblichen und männlichen Individuen) zu verstehen, um einer geschlechtergerechten Welt näherzukommen.

In diesem Vortrag versucht Dr. Elisabeth Oberzaucher, einen Diskurs zwischen Biologie und Kultur anzustossen, der für ein informiertes, unvoreingenommenes Verständnis der Geschlechter notwendig ist. Nur wenn die Mechanismen hinter den beobachtbaren Geschlechterunterschieden bekannt sind, können auf gesellschaftspolitischer Ebene wirksame Massnahmen diskutiert und beschlossen werden, die uns einer geschlechterfairen Gesellschaft näherbringen.

Weitere Informationen: https://kosmos.ch

»Literatur

Gekrochen ist sie nie

Gekrochen ist sie nie

Freitag, 29. November 2019, 19 Uhr, Zürich

Dora Koster in ihren eigenen Worten

Zum zweiten Todestag der Schriftstellerin, Malerin und Naturgewalt Dora Koster präsentiert Stefan Howald Texte und SMS, Gemälde und Fotografien aus dem Nachlass. Vom Verschmelzen mit der Natur über die Gewalt der Liebe bis zur Abrechnung mit der Gesellschaft der Soliden.

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

»Veranstaltung

Rotes Palaver 40: Rita Ernst

Rotes Palaver 40: Rita Ernst

Donnerstag, 28. November 2019, ab 18.30 Uhr, Zürich

Wir möchten unsere Reihe ROTES KUNST PALVER mit einem Künstlerinnen-Gespräch fortsetzen und haben dazu die Malerin Rita Ernst eingeladen.

Rita Ernst hat sich auf das Thema der malerischen Erforschung von bildlichen Ordnungssystemen konzentriert: von Strukturen, ob von der Natur gegeben oder vom Menschen geschaffen, von Proportion, von Klarheit und Sorgfalt, von Vielfalt, Tiefe und Experiment.

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

»Retrospektive

Agnès Varda

Agnès Varda

Donnerstag, 31. Oktober – Mittwoch, 27. November 2019, Bern

Agnès Varda hat in mehrfacher Hinsicht bahnbrechend gewirkt: für das Filmschaffen von Frauen, die Nouvelle Vague und für den essayistischen Dokumentarfilm. Das Kino Rex widmet ihre November-Retrospektive der grossen französischen Filmemacherin, welche im März diesen Jahres verstorben ist, und zeigt 13 Titel.

Agnès Varda

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

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Diese Frauen hätten Schlagzeilen machen sollen

Diese Frauen hätten Schlagzeilen machen sollen

entdeckt im November 2019

Ihsan Fagiri und Zarifa Ghafari engagierten sich in diesem Jahr für Frauenrechte. Auch andere mutige Frauen taten dies, oft unter Lebensgefahr.

Die wenigsten dieser Frauenrechts-Aktivistinnen schafften es in die Schlagzeilen, obwohl sie teilweise seit Jahren oder Jahrzehnten für gleiche Rechte kämpfen. Deshalb hier ein paar Beispiele von Frauen, die 2019 Schlagzeilen machten oder hätten machen müssen.

Weiterlesen: www.frauensicht.ch

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Lasst es wuchern, Ladies

Lasst es wuchern, Ladies

entdeckt im November 2019

Behaarung, Fettpolster, Menstruationsblut: Elisabeth Lechner forscht darüber, warum der Frauenkörper als eklig gilt – sie stellt eine Veränderung fest.

Blut ist rot, das wissen eigentlich alle. Geht es aber um Menstruationsblut, gelten die Gesetze der Natur offenbar nicht. Wenn in Werbespots Blut auf eine Binde geleert wird, ist es immer blau. Doch nun hat die australische Hygieneartikel-Marke Libra mit dieser sauberen Tradition gebrochen.

In einer kürzlich geschalteten TV-Werbung kippte sie rote Flüssigkeit auf die Binde und zeigte sogar eine Frau unter der Dusche, der rotes Blut am Bein herunterläuft. Ein Tabubruch – mit Nachspiel: Die realistische Darstellung hat die Zuschauerinnen und Zuschauer so sehr schockiert, dass beim Werberat über 600 Beschwerden eingingen: Die Bilder seien unangemessen, beschämend, eklig.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch

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Der Lila-Podcast: Prostitution oder Sexarbeit

Der Lila-Podcast: Prostitution oder Sexarbeit

Nr. 164, 2019

Prostitution – oder Sexarbeit? Selbstbestimmung oder Ausbeutung? Ein Job wie jeder oder kein anderer? Kaum ein Thema spaltet die (feministische) Debatte so wie dieses. Katrin Rönicke und Barbara Streidl diskutieren in dieser Folge über die Definition, den Kapitalismus, das nordische Modell und die Verknüpfung von Sex als Ware mit der Care-Arbeit.

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»Buchpräsentation

Himmelwärts. Bergführerinnen im Portrait

Himmelwärts. Bergführerinnen im Portrait

Mittwoch, 13. November 2019, ab 19.30 Uhr, Bern

Knapp 40 Frauen zählt der Schweizer Bergführerverband. Und 1300 Männer. Die bergsportbegeisterte Autorin Daniela Schwegler hat zwölf dieser Frauen begleitet und befragt: Was treibt sie an? Wie haben sie sich ihren Platz erkämpft? Von welcher Herausforderung träumen sie schon ihr ganzes Leben? Entstanden ist ein Buch mit zwölf authentischen Lebensgeschichten, untermalt durch stimmungsvolle Reportagefotos: «Himmelwärts. Bergführerinnen im Porträt».

Weitere Informationen: www.transa.ch

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Die Angst vor dem Karriere-Killer

Die Angst vor dem Karriere-Killer

entdeckt im November 2019

Viele junge Frauen bleiben kinderlos, weil sie negative Konsequenzen im Beruf fürchten – zu Recht, wie neue Zahlen zeigen.

Fast zwei Drittel der jungen Erwachsenen in der Schweiz wünschen sich eine Familie mit zwei Kindern. In der Realität haben viele aber nur ein Kind oder bleiben sogar kinderlos. Denn die Vereinbarkeit von Nachwuchs und Karriere weckt Ängste. Das ergibt eine neue Erhebung des Bundesamtes für Statistik.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch

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Der Lila-Podcast: Unsichtbare Elfenarbeit aka Mental Load

Der Lila-Podcast: Unsichtbare Elfenarbeit aka Mental Load

Nr. 163, 2019

Wie Mental Load – also unsichtbare Elfenarbeit – derzeit in den allermeisten Familien verteilt ist, das ist nicht nur nicht gerecht, sondern es schadet auch den Beziehungen und gefährdet die finanzielle Sicherheit von (meistens) Frauen, sagt Patricia Cammarata. Sie arbeitet gerade intensiv zu diesem Thema – im Herbst 2020 kommt ihr Buch. Und sie hat bei sich selbst angefangen, Mental Load zu benennen und innerhalb ihrer Familie umzuverteilen. Wie das geht und was das mit ihr, ihrem Partner und auch den Kindern macht – ihr erfahrt es in dieser Folge.

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Ich fürchte mich vor dem Ökofaschismus

Ich fürchte mich vor dem Ökofaschismus

entdeckt im November 2019

Kapitänin Carola Rackete wurde als Retterin von Flüchtlingen in Seenot weltberühmt. Die Deutsche fordert, die Grenzen für alle Migranten zu öffnen.

TA: Sie haben als Kapitänin 40 Flüchtlinge nach Lampedusa gebracht und sind berühmt geworden. Geniessen Sie das?
Rackete: Ich habe mir diese Position nicht ausgesucht. Weder meine Organisation, die Sea-Watch, noch ich haben damit gerechnet, weil noch nie in der Seenotrettung ein einzelner Kapitän so viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Eigentlich sollte sie sich ja auf die Geretteten richten, nicht auf mich, die ich weiss und privilegiert bin.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch

»Literatur

Politische Krimis: 
Der Mörder ist niemals die Gärtnerin

Politische Krimis: 
Der Mörder ist niemals die Gärtnerin

Donnerstag, 7. November 2019, 19 Uhr, Zürich

Seit 1988 ist Else Laudan verantwortlich für die Ariadne-Krimis im Hamburger Argument-Verlag. Sie hat Aberdutzende von Büchern betreut und lektoriert. Warum wird nach den angelsächsischen seit einiger Zeit auf deutsche Kriminalromane gesetzt? Was macht einen feministischen, politisch engagierten Krimi aus? Was macht einen guten Krimi aus?

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

»Filmreihe

Verliebte Feinde

Verliebte Feinde

Donnerstag, 7. November 2019, ab 19.00 Uhr, Zürich

WyberNet zeigt Filme zum Thema «Widerständige Frauen, mutig und unerschrocken»
Für Frauen.  


Verliebte Feinde (CH 2012, Doku-Spielfilm, 111 Minuten)

Der Film «Verliebte Feinde» erzählt die Geschichte eines aussergewöhnlichen Schweizer Liebespaares: Der katholische Intellektuelle Peter von Roten stammt aus dem Wallis, die protestantische Frauenrechtlerin Iris Meyer vom Zürichsee. Zusammen kämpfen sie auf politischer Ebene für die Gleichberechtigung der Geschlechter und setzen sich vehement für das Frauenstimmrecht in der Schweiz ein.

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Spitzensport und Studium

Der Lila-Podcast: Spitzensport und Studium

Sonderfolge: Frauen in Bewegung, 2019

Gespräch mit Kathrin Lehmann und Dr. Carolina Olufemi

Wie geht’s Frauen im Spitzensport? Was wird eigentlich in den Umkleidekabinen besprochen? Und wie kann Spitzensport mit einem Studium vereinbart werden? Darum geht’s im Gespräch mit Kathrin «Ka» Lehmann und Dr. Carolina Olufemi.

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Der Lila-Podcast: Gegen Rassismus und Sexismus

Der Lila-Podcast: Gegen Rassismus und Sexismus

Sonderfolge: Frauen in Bewegung, 2019

Gespräch mit Christelle Nyamekye

Wie viel politisches «Empowerment» ist unter Schülerinnen und Schülern zu finden? Welche Rolle spielen die Themen «Feminismus», «Frauenwahlrecht» und «Gleichberechtigung» im Leben von jungen Menschen?

Christelle Nyamekye ist 23 und studiert Staatswissenschaften in Passau, sie hat gerade ein Praktikum bei der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit gemacht. Auf ihrer Agenda steht neben dem Kampf gegen Sexismus und Rassismus vor allem das Empowerment: Wir müssen im Gespräch bleiben mit jungen Menschen!

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Der Lila-Podcast: Katholisch, bayerisch, feministisch

Der Lila-Podcast: Katholisch, bayerisch, feministisch

Sonderfolge: Frauen in Bewegung, 2019

Gespräch mit Dr. Elfriede Schießleder

Dies ist die erste von drei Sonderfolgen des Lila Podcasts im Rahmen von «Frauen in Bewegung» – so heißt eine Veranstaltungsreihe der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, die vom 16. bis zum 21. Oktober 2019 in München stattfindet.«Frauen in Bewegung» feiert 100 Jahre Frauenwahlrecht und 120 Jahre erster Bayerischer Frauentag – und der Lila Podcast feiert mit.

Kann eine Frau Katholikin und Feministin sein? Na klar, sagt Dr. Elfriede Schießleder vom Katholischen Deutschen Frauenbund. Sie ist Pastoralreferentin in der Erzdiözese Passau und engagiert sich seit Jahren für die Gleichberechtigung von Frauen.

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»Benefizkonzert

Recht auf Arbeit

Recht auf Arbeit

Samstag, 2. November 2019, ab 18 Uhr, Zürich

Benefizkonzert mit Nina Dimitri

Das Projekt «Recht auf Arbeit» bietet Beratung fürFrauen 50+, die aufgrund ihres Alters auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert sind. Das Projektrichtet sich an Frauen ab 50 Jahren,

  • die von einer Kündigung oder einer forcierten Pensum-Reduktion bedroht sind.
  • die nach der Kündigung keinen beruflichen Anschluss mehr finden können.
  • die nach einer Trennung oder familiären Krise ab 50 eine bezahlte Tätigkeit suchen.
  • die das Berufsleben verlassen haben, um ältere Angehörige zu betreuen, und danach eine Arbeit suchen.

Weitere Informationen: https://frauen50plus.ch

»Aktion

Frauenanteil im Kunsthaus Zürich

Frauenanteil im Kunsthaus Zürich

1. Novemberwoche 2019, Zürich

Ein paar Zürcher Künstlerinnen und steuerzahlende Kunstinteressierte möchten in der ersten Novemberwoche 2019 das Kunsthaus mit einer Flut von persönlichen Postkarten darauf hinweisen, dass sie eine angemessene Vertretung von Künstlerinnen wünschen. Dazu ein paar Zahlen und Fakten:

2008-2018: 15% Künstlerinnen (in Einzelausstellungen)
2019: 0%
2020: eine Ausstellung einer Künstlerin geplant

Weitere Informationen: www.facebook.com

»Kampagne

Das Patriarchat kocht

Das Patriarchat kocht

entdeckt im Oktober 2019

Die Schweiz denkt geflüchtete Frauen nicht mit, sondern nimmt Männer als Massstab. Deshalb blendet das Asylsystem Gewalt an Frauen aus und bietet Betroffenen keinen Schutz. Auch die Gleichstellung der geflüchteten Frauen mit Männern ist nicht garantiert. TERRE DES FEMMES Schweiz fordert Gerechtigkeit für alle Geschlechter!

Geflüchtete Frauen fühlen sich in der Schweiz nicht sicher. Zurecht. Sie erleben in den Asylunterkünften Gewalt und es fehlt an sicheren Räumen. Während Männer sich frei bewegen können, ziehen sich Frauen zurück. Das Asylsystem blendet den Schutz von Frauen aus.

Weiterlesen: www.terre-des-femmes.ch

»Neu im Kino

Soeur Sourire

Soeur Sourire

ab Donnerstag, 24. Oktober 2019, Deutschschweiz

«Portrait de la jeune fille en feu» erzählt die wunderschöne Liebesgeschichte zweier Frauen im 18. Jahrhundert. Regisseurin Céline Sciamma zeichnet in einem der aufregendsten Filme des Jahres das leuchtende Porträt einer befreienden Liebe im Korsett gesellschaftlicher Zwänge.

Weitere Informationen: https://cineworx.ch

»Ausstellung

Matterhorn Ladies

Matterhorn Ladies

Samstag, 29. Juni – Sonntag, 27. Oktober 2019, Zermatt

1871, sechs Jahre nach der Erstbesteigung, steht die 34-Jährige Britin Lucy Walker als erste Frau auf dem Gipfel des Matterhorns. Vier Jahre früher wäre ihr Félicité Carrel beinah zuvor gekommen. Sie musste auf 4300 m Höhe umkehren, weil sie im Rock klettern musste und an den heftigen Gipfelwinden scheiterte. Die Ausstellung «Matterhorn Ladies» erzählt die Geschichte von vierzehn Matterhorn-Pionierinnen aus der Schweiz, Italien, England, Belgien, Frankreich, USA und Japan. Darunter auch die Geschichte der belgischen Prinzessin Maria José, die 1941 den Gipfel erreichte und 1946 die letzte Königin Italiens wurde, für 40 Tage. Géraldine Fasnacht kletterte 2014 nur noch hoch. Hinunter flog sie – im Wingsuit, wie eine Bergdohle.

Weitere Informationen: www.alpinesmuseum.ch

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Der Lila-Podcast: Frauenrechte in Marokko, Rebel Girls in der Türkei und Period Poverty überall

Der Lila-Podcast: Frauenrechte in Marokko, Rebel Girls in der Türkei und Period Poverty überall

Nr. 162, 2019

In Marokko gehen derzeit viele Menschen auf die Straße, denn eine kritische Journalistin kommt wegen angeblicher «illegaler Abtreibung» ins Gefängnis – ein Lehrstück über Frauenrechte und Pressefreiheit.

In der Türkei passieren ebenso viele ungute Dinge – abgesehen von der Invasion in Syrien, kommen auch hier Menschen, die kritische Meinungen äußern oder verlegen ins Gefängnis. Eine Art Zensur hat jetzt außerdem «Good Night Stories for Rebel Girls» als «jugendgefährdend» eingestuft.

Und: In Deutschland soll die Steuer auf Tampons und andere Menstruations-Artikel gesenkt werden – das fordern Aktivistinnen in einer Petition. Und warum das so wichtig ist, das erklären euch Barbara und Katrin in dieser Sendung.

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»Kampagne

Eidgenössische Wahlen 2019

Eidgenössische Wahlen 2019

Sonntag, 20. Oktober 2019

Weitere Informationen: www.helvetia-ruft.ch

»Theater & Performance

Oh Body!

Oh Body!

Mittwoch–Sonntag, 2.-13. Oktober 2019, Bern

«OH BODY!» sind die ersten feministischen Theater- und Performancetage im Schlachthaus Theater Bern. Diese führen wir gemeinsam mit dem «queer-feministischen Kino» Kino in der Reitschule und dem Frauenraum der Reitschule sowie mit der Dampfzentrale Bern durch.

Dein Körper gehört dir. Ok cool, endlich! #Own it! Ja voll! Weil du darfst jetzt sein wer du sein willst, weisch! Ja? Wirklich? Dann will ich mal in Ruhe überlegen wie ich... Sei einfach du selbst, das ist alles! Ähm... okay... Love yourself and the rest will follow! Ja ich weiss, aber... BODYPOSITIVITY! JA! ABER WO DENN WANN DENN WIE MACH ICH LERN ICH LEB ICH DAS DENN?

Oh Body

Weitere Informationen:www.schlachthaus.ch

»Wahlaufruf

So viele Frauenkandidaturen wie noch nie – Zeit für halbe-halbe!

So viele Frauenkandidaturen wie noch nie – Zeit für halbe-halbe!

entdeckt im Oktober 2019

Medienmitteilung

Bern, 30.09.2019 - Eine breite Frauenkoalition ruft dazu auf, am 20. Oktober mehr Frauen ins Parlament zu wählen. Die statistische Analyse der Kandidaturen zeigt: Erstmals kandidieren mehr als 40 Prozent Frauen für den Nationalrat. In fast allen Kantonen und auf den Wahllisten fast aller Parteien ist der Frauenanteil gestiegen. An Kandidatinnen fehlt es also nicht. Jetzt gilt es, die Frauen auch zu wählen. Das Ziel ist halbe-halbe: ein Parlament, in dem Frauen und Männer gleichermassen vertreten sind.

Weiterlesen: www.admin.ch

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Das Patriarchat kocht

Das Patriarchat kocht

entdeckt im Oktober 2019

Fridays for Future: Greta Thunbergs Weigerung, nach ihren Regeln zu spielen, treibt alte weiße Männer in den Wahnsinn. Und das ist auch gut so

Manchmal merkt man nicht, wie konditioniert man eigentlich ist, bis man jemanden trifft, der es eben nicht ist. Sicher, ich bin vielleicht recht unverblümt in meinen Texten, aber ich sage immer noch Entschuldigung, wenn mich jemand auf der Straße anrempelt. Ich lächle, wenn andere sich – nun ja – schwierig verhalten. Schließlich bin ich in einem bestimmten Alter und wurde bewusst oder unbewusst dazu erzogen, ein freundlicher Mensch zu sein.

Weiterlesen: www.freitag.de

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Der Lila-Podcast: Eva3000

Der Lila-Podcast: Eva3000

Nr. 161, 2019

Eva Schulz ist Journalistin und ihr kennt sie wahrscheinlich aus ihrem Format «Deutschland 3000». Dort erklärt sie seit zwei Jahren in kurzen Clips – zum Beispiel auf Instagram oder Facebook – Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Und zwar so, dass jeder mitkommt. Seit diesem Jahr gibt es auch den Deutschland3000-Podcast «Eine gute Stunde mit…», in dem Eva mit Menschen spricht, die wir besser kennenlernen sollten.

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»Veranstaltung

Unruhe über Mittag: Frauenstreik 2019 – und jetzt?

Unruhe über Mittag: Frauenstreik 2019 – und jetzt?

Dienstag, 1. Oktober 2019, 12.15 Uhr, Zürich

Am 14. Juni 2019 sind in Zürich fast 100'000 Frauen auf die Strasse gegangen, um für ihre Rechte zu kämpfen und darauf hinzuweisen, dass in vielen Bereichen die Gleichstellung nicht erreicht ist. Zahlreiche Männer waren übrigens auch dabei. Das war die grösste Demonstration seit der Frauendemo 1991. Die Frage, die sich jetzt stellt ist: Was nun? Welche Anliegen können umgesetzt werden, wie, bis wann? Und in welchen Bereichen hat sich die Schweiz seit 1991 kaum verändert? Im Gespräch mit Gesa Schneider wird die Autorin Gina Bucher ihr Projekt «Die Wütigen» vorstellen, in welchen sie zusammen mit der Fotografin Mara Truog Frauen portraitiert, die sich nicht mit dem Status quo abfinden.

Weitere Informationen: www.literaturhaus.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Schwangerwerdenkönnen

Der Lila-Podcast: Schwangerwerdenkönnen

Nr. 160, 2019

Utopien von Antje Schrupp

Mein Bauch gehört mir!?! In dieser Episode spricht Barbara Streidl mit Antje Schrupp zum Thema «Schwangerwerdenkönnen» – die Frankfurter Politologin, Online-Aktive und Autorin hat darüber Anfang August ein gleichnamiges Buch veröffentlicht.

Schwangerschaft, sagt Antje Schrupp, ist sozusagen der «Elefant im Raum», um den alle, Gesellschaftspolitik, Feminismus, Queer- und Genderstudies eingeschlossen, herumgehen. Denn egal wie viele Geschlechter wir haben, ob wir unsere Sprache mit * erweitern und bei Bewerbungen ein «d» einführen neben «m» und «w», da gibt es immer einen entscheidenden Unterschied: Zwischen denen, die schwanger werden können – und den anderen.

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»Veranstaltung

Diskriminierung am Arbeitsplatz

Diskriminierung am Arbeitsplatz

Dienstag, 24. September 2019, 20.00 Uhr, Basel

Feministischer Salon in Kooperation mit der Gleichstellungskommission Basel-Stadt

Die Ärztin Natalie Urwyler ist eine der ersten Frauen in der Schweiz, die sich vor Gericht erfolgreich gegen eine diskriminierende Kündigung gewehrt hat. Urwyler setzte sich für schwangere Ärztinnen am Berner Inselspital ein. Dieses Engagement führte zu einem Konflikt. 2014 erhielt sie die Kündigung. Sie klagte vor Gericht auf Wiedereinstellung und bekam Recht. Es ist in der Schweiz das erste Mal, dass eine Frau vor Gericht mit Berufung auf das Gleichstellungsgesetz gegen einen Konzern gewinnt. Trotzdem weigert sich das Inselspital, die Ärztin wiedereinzustellen.

Weitere Informationen: http://gleichstellungskommission-bs.ch/

»Benefizkonzert

Die Vogelfreien in Concert

Die Vogelfreien in Concert

Freitag 20. / Sonntag, 22. September 2019, Zürich

Der Frauenchor die vogelfreien gibt am 20. und 22. September 2019 im Pfarreisaal der Liebfrauenkirche in Zürich zwei Benefizkonzerte für die Sans- Papiers Anlaufstelle Zürich SPAZ. Wir singen unser neues Programm INLAND, Lieder von Schweizer Musikerinnen und Komponistinnen wie Sina, Steff La Cheffe, Corin Curschellas, Sophie Hunger und vielen anderen.

die Vogelfreien

Weitere Informationen: www.dievogelfreien.ch

»Veranstaltung

Women* in art

Women* in art

Freitag 13. – Sonntag, 22. September 2019, Schaffhausen

FAT | Femme Artist Table ist eine Initiative von Ursina Gabriela Roesch und Mark Damon Harvey für die Frauen* im Kunstmarkt. FAT hat es sich zum Ziel gesetzt, die Kunst der Frauen* zu fördern, sichtbar zu machen, zu vernetzten und in der Kunstgeschichte zu verankern. Nun veranstaltet sie die 2. FATart, eine neue Kunstmesse und Ausstellungsplattform für Frauen* in der Kunst, vom 13.- 22. September 2019, im Kammgarn West, Schaffhausen, Schweiz.

fat art

Künstlerinnen 2018

Weitere Informationen: www.fatart.ch

»Veranstaltung

Rosen – Blumen der Weiblichkeit

Rosen – Blumen der Weiblichkeit

Mittwoch, 18. September 2019, 21.00 Uhr, Zürich

Rosenzäpfchen eignen sich hervorragend zur Pflege in den Wechseljahren und danach. Die Haut bleibt oder wird weich, zart, geschmeidig, wird mit Feuchtigkeit genährt und gepflegt.

Durch die wunderbaren Urtinkturen zusammen mit dem Rosenöl beugen die Rosenzäpfchen auch vaginalen Reizungen vor, welche z.B. durch Geschlechtsverkehr oder Besuche im Schwimmbad entstehen können.

Weitere Informationen: www.ekstase-lernen.ch

»Konferenz

Frauen, Frieden & Sicherheit. Reclaim Prevention!

Frauen, Frieden & Sicherheit. Reclaim Prevention!

Mittwoch, 18. September 2019, 9.15–17.00 Uhr, Bern

Die Konferenz vereint Zivilgesellschaft, Wissenschaft und staatliche Institutionen und thematisiert die Gewaltprävention im Rahmen des Nationalen Aktionsplans (NAP) 1325 der Schweiz. Sie beleuchtet kritische Perspektiven zur Prävention von gewalttätigem Extremismus, zur Umsetzung der NAPs und zur Zukunft von Frauen, Frieden & Sicherheit in der Schweiz und darüber hinaus.

Weitere Informationen: www.1000peacewomen.org

»Ausstellung

Contemporary Muslim Fashions

Contemporary Muslim Fashions

5. April bis 15. September, Frankfurt

Contemporary Muslim Fashions ist die weltweit erste umfassende Museumsausstellung, die sich dem Phänomen der zeitgenössischen muslimischen Mode widmet. Die Schau wurde an den Fine Arts Museums of San Francisco inhaltlich erarbeitet und von Max Hollein initiiert. Das Museum Angewandte Kunst ist ihre erste Station in Europa.

Bei der Auswahl von Designer*innen haben sich die Kuratorinnen besonders auf den Nahen und Mittleren Osten, Malaysia und Indonesien sowie Europa und die USA konzentriert. Contemporary Muslim Fashions nimmt die vielfältigen, in diesen unterschiedlichen Ländern regional geprägten aktuellen Interpretationen muslimischer Bekleidungstraditionen in den Blick und zeigt dabei nicht nur regionale Besonderheiten, sondern macht auch die Gemeinsamkeiten sichtbar. Sie präsentiert sich als eine Momentaufnahme dieses Modephänomens, das gesellschaftliche, religiöse, soziale und politische Aspekte in sich trägt.

Contemporary Muslim Fashions

© Tanya Habjouqa/EAST WING; Silver&Soul; NurZahra; Al-Badry/Wesaam; Sabet, Shereen/Splashgear LLC; Al-Badry/Wesaam

Weitere Informationen: www.museumangewandtekunst.de
Lesen: Hinter dem Schleier der Empörung (WOZ; 18.04.2019)

»Veranstaltung

Wechseljahr Seminar

Wechseljahr Seminar

Samstag, 14. September 2019, ab 9.30 Uhr, Zürich

Du bist eine reife Frau im Herbst deines Frauseins? Dann sei dabei am Ladyplanet Herbst Seminar.In einem ganz enspannten Rahmen besprechen wir tabulos was uns als reife Frau im Herbst unseres Frauseins erwartet. Wir bauen viele alte, abgelaufenen Muster & Vorurteile ab und lösen somit unberechtigte Ängste vor diesem Wechsel und können dadurch das Frausein bzw. das Loslassen der Fruchtbarkeit in Liebe und Wertschätzung für unseren genialen Körper, unser Herz und unser Sein in vollen Zügen geniessen lernen.

Weitere Informationen: https://ladyplanet.ch

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Die Kraft der Frauen

Die Kraft der Frauen

entdeckt im September 2019

Die Juso verliert mit dem Rücktritt von Tamara Funiciello als Präsidentin ihr bekanntestes Gesicht. Macht nichts. Die konsequent feministische Haltung unter Funiciello hat die JungsozialistInnen gestärkt und vergrössert.

Die Juso wählt dieses Wochenende ein neues Präsidium. Schon jetzt steht fest, dass nach Tamara Funiciello, die im Herbst den Sprung in den Nationalrat schaffen will, wiederum eine Frau an der Spitze der sozialdemokratischen Jungpartei stehen wird.

Weiterlesen: www.woz.ch

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Der Lila-Podcast: Let’s talk about sex!

Der Lila-Podcast: Let’s talk about sex!

Nr. 159, 2019

Agi Malach ist Sexualpädagogin und Gründerin von Vulvinchen, ein Online-Shop, bei dem ihr Schmuck in Vulvenform bestellen könnt. Mit ihr hat Katrin über eines der vielleicht wichtigsten feministischen Themen gesprochen: sexuelle Bildung.

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Eine Frage der Potenz

Eine Frage der Potenz

entdeckt im September 2019

Schwanger werden zu können, ist eine Fähigkeit, die die Hälfte der Menschheit nicht hat. Antje Schrupp durchdenkt die Konsequenzen

Neulich im Geburtsvorbereitungskurs sinnierten die werdenden Väter, ob es ihnen nicht zukünftig möglich sein könnte, Kinder auszutragen. Eine Gebärmutter könnte man doch transplantieren? „Aber wie kommt das Kind dann raus?“ Nun ja, ein Kaiserschnitt wäre immerhin eine Option. Es brauchte keine Gedankenleser, um die Gesichtsausdrücke der anwesenden Frauen zu deuten: Wollt ihr das tatsächlich? Schwangerwerdenkönnen?

Ein interessantes Gedankenspiel ist es auf jeden Fall: Was, wenn nicht mehr nur 50 Prozent der Menschheit Kinder gebären könnten? Was würde sich dann an der Betrachtung des Phänomens Schwangerschaft ändern? Solche und weitere Fragestellungen wirft auch Antje Schrupp in ihrem Essay Schwangerwerdenkönnen auf.

Weiterlesen: www.freitag.de

»Veranstaltung

Aura Xilonen liest aus «Gringo Champ»

Aura Xilonen liest aus «Gringo Champ»

Samstag, 7. September 2019, 20.00 Uhr, Zürich

Das Literaturhaus und die Stiftung PWG laden seit fast zehn Jahren Autor*innen für jeweils sechs Monate nach Zürich ein. Aura Xilonen ist die achtzehnte «Writer in Residence»: Die junge mexikanische Autorin schuf mit ihrem Debütroman «Gringo Champ» eine internationale literarische Sensation und eine neue, radikale Erzählsprache – brillant ins Deutsche übertragen von der Übersetzerin Susanne Lange, die ebenfalls zur Lesung anreist.

Weitere Informationen: www.literaturhaus.ch

»Veranstaltung

Rotes Palaver 39: Rosina Kuhn

Rotes Palaver 39: Rosina Kuhn

Donnerstag, 29. August 2019, ab 18.30 Uhr, Zürich

Ein Leben lang malen, Gespräch mit Rosina Kuhn

Wir möchten unsere Reihe ROTES KUNST PALVER mit einem Künstlerinnen-Gespräch fortsetzen und haben dazu die bekannte Schweizer Malerin ROSINA KUHN eingeladen.

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

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Der Lila-Podcast: 40 Liter Blut in sechs Jahren (Wdh.)

Der Lila-Podcast: 40 Liter Blut in sechs Jahren (Wdh.)

Nr. 158, 2019

Knapp 40 Liter Blut, so viel verlieren Frauen durchschnittlich während ihres Menstruationslebens – am Stück geblutet bräuchten sie dafür sechs Jahre. Das hat die Künstlerin Petra Mattheis schon als Teenager ausgerechnet. Seit einigen Jahren beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit Menstruation, hat auch eine Ausstellung namens «BAM – Become a menstruator» gemacht.

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»Theaterspektakel

Nora Chipaumire: #PUNK 100% POP *N!GGA

Nora Chipaumire: #PUNK 100% POP *N!GGA

Montag, 26. August – Dienstag, 27. August 2019, Zürich

Das Schaffen der Choreografin nora chipaumire kreist auch in dieser Trilogie um die Frage, wie der Körper gesellschaftliche Stellung und Macht repräsentieren kann: «Der Körper ist für mich und für alle, die ohne Besitz, Namen, Klassenzugehörigkeit geboren wurden, eine Möglichkeit, sich selbst zu erfinden und über sich selbst zu bestimmen.»

Nora Chipaumire

Weitere Informationen: www.theaterspektakel.ch

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Bitte bedeckt halten

Bitte bedeckt halten

entdeckt im August 2019

Männer sollten im Sommer nicht oben ohne herumlaufen. Das ist eine Frage der Solidarität

Jeden Sommer tauchte sie in den vergangenen Jahren so zuverlässig auf wie Temperaturen über 30 Grad – die «No shirt, no service»-Debatte. Dahinter steckt die vor allem für linksalternative Veranstaltungen und Festivals geltende Ansage: Wer kein T-Shirt trägt, wird auch nicht bedient. Auf dem Fusion Festival sind derartige Schilder schon seit Jahren zu sehen. In vielen linken Jugendzentren sind ebenfalls entsprechende Hinweise angebracht. Oft geht die Regel über die angekündigte Intention («no service») hinaus und kann auch schon mal rigoros durchgesetzt werden: Im Bielefelder ArbeiterInnen- und Jugendzentrum wurde 2013 ein Konzert der Band Feine Sahne Fischfilet unterbrochen, weil der Schlagzeuger auf der Bühne sein Shirt auszog. Nach kurzer Unterbrechung zeigte die Band Einsicht. Die Regel gibt es seither an mehr und mehr Orten – und sie führt zur heißen Jahreszeit jedes Mal zu den gleichen Diskussionen.

Weiterlesen: www.freitag.de

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Der Lila-Podcast: Porno, Por-No und PorYes

Der Lila-Podcast: Porno, Por-No und PorYes

Nr. 157, 2019

Wenn ihr denkt, die PorNo-Kampagne, die 1987 startete, sei ein alter Hut und hätte mit unserem heutigen, sex-positiven Feminismus überhaupt nichts mehr zu tun, dann lasst euch in diesem Podcast mitnehmen auf eine kleine Zeitreise: Katrin erzählt von ihrer Recherche zum Thema PorNo, die sie im Rahmen ihres aktuellen Buchprojektes von der Sexwelle zur Pornowelle gebracht hat und wie sie dabei einen Streit erkundete, der unsere Gesellschaft gespalten hat. Vor allem: Männer und Frauen gespalten hat. Denn während in einer Umfrage der «Für Sie» aus dem Jahr 1972 noch 71 Prozent aller Frauen gegen eine Freigabe von Pornografie waren, konsumierten vor allem Männer ab der Legalisierung 1975 ungehemmt die Filme, die es nun legal in Pornokinos und später auf Videokassette gab.

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Der Lila-Podcast: Nenn mich bitte einfach «Frau» (Wdh.)

Der Lila-Podcast: Nenn mich bitte einfach «Frau» (Wdh.)

Nr. 156, 2019

eanette und Michaela sind zwei Frauen, die jeweils einen längeren und nicht gerade einfachen Weg zu ihrem Frausein gegangen sind – und genau von diesem Weg erzählen sie in unserer Sendung. Bitte setzen und gut zuhören.

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»Theaterspektakel

Saskia Sassen: The Rise of Extractive Logics

Saskia Sassen: The Rise of Extractive Logics

Sonntag, 25. August 2019, 17.00–18.30 Uhr, Zürich

Saskia Sassen ist eine der prägenden Denkerinnen unserer Zeit. Ihre Thesen zu Globalisierung und Global Cities sind bis heute Bezugspunkte für viele Theoretikerinnen und Theoretiker. Schon früh hat sie sich mit der Bedeutung von Migration für moderne Gesellschaften beschäftigt und ihr eine zentrale Funktion für die Entwicklung von Städten zugeschrieben. Dabei hat sie wie nur wenige andere die Rolle ökonomischer Prozesse für gesellschaftliche Entwicklungen untersucht. Sassen hat auf zentrale Unterschiede zwischen Banking und Finance hingewiesen und beschreibt Letztere als eine dem Bergbau ähnliche «extraktive» Form des globalisierten Kapitalismus. Diese führt, wie sie in ihrem neusten Buch analysiert, zwangsläufig zu Ausgrenzungen («expulsions»), die weit über die uns bewussten Formen von Ausgrenzung hinausgehen.

Saskia Sassen

Weitere Informationen: www.theaterspektakel.ch

»Theaterspektakel

Gloria Wekker: Beyond White Innocence

Gloria Wekker: Beyond White Innocence

Sonntag, 18. August 2019, 16.00–17.30 Uhr, Zürich

Die niederländisch-surinamische Anthropologin Gloria Wekker ist eine der einflussreichsten afroeuropäischen Intellektuellen. In ihrer Arbeit befragt sie auf vielseitige Weise den Zusammenhang von Kolonialismus, Diaspora, Geschlecht und Sexualität zwischen der Karibik und Europa. Dabei treffen die ethnographische Suche nach ungehörten Stimmen von afro-surinamischen Frauen auf den aktivistischen Widerstand gegen niederländischen Rassismus, etwa gegen «Blackfacing» im alljährlichen Massenspektakel um «Sinterklaas» und «Zwaarte Piet». In ihrem Talk on Water untersucht Gloria Wekker, aufbauend auf ihrem neuesten Buch «White Innocence. Paradoxes of Colonialism and Race» (2016), wie in den Niederlanden der Mythos aufrechterhalten wird, dass 400 Jahre Imperialismus keine Spuren in der Gesellschaft hinterlassen haben.

Gloria Wekker

Weitere Informationen: www.theaterspektakel.ch

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Girlpower

Girlpower

entdeckt im August 2019

Weibliche Jugendliche haben heute unzählige Möglichkeiten und Rechte ihr Leben unabhängig und frei zu gestalten – laut Frauenforscherin Ute Gerhard eine wichtige Errungenschaft der Neuen Frauenbewegung. Jene Möglichkeiten sind aber mit verschiedenen Herausforderungen verbunden. Viele Mädchen haben das Gefühl, in Zukunft alles (Berufs- sowie Familienleben) unter einen Hut bekommen zu müssen. Marc Calmbach und Gudrun Debus, die eine Jugendstudie zu gleichstellungspolitischen Themen (2013) durchgeführt haben, erklären, dass hieraus ein «aus umfassenden Geschlechterbildern erwachsener Leistungsdruck» entstehen kann, der aber allzu oft mit Selbstverwirklichung verwechselt werde. Darüber hinaus bestehen traditionalistische Rollenzuschreibungen weiter.

Weiterlesen: https://wirfrauen.de/

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Jung, weiblich, widerständig

Jung, weiblich, widerständig

entdeckt im August 2019

Warum es gerade junge Frauen sind, die sich heute für einen Wandel der Klimapolitik stark machen.

Laut einer aktuellen Studie der TU Chemnitz, die die Beteiligung am ersten weltweiten Klimastreik am 15. März diesen Jahres in neun Ländern ausgewertet hat, waren fast 70 Prozent der 1,6 Millionen Protestierenden weiblich gelesen. Es sind also mehrheitlich Frauen*, die sich zurzeit in der Klimabewegung engagieren. Ist der Feminismus die treibende Kraft hinter der erstarkenden Ökobewegung?

Weiterlesen: https://missy-magazine.de

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Der Lila-Podcast: Feministische Klassiker entdecken mit Laura Freisberg

Der Lila-Podcast: Feministische Klassiker entdecken mit Laura Freisberg

Nr. 155, 2019

«Feministische Klassiker wiederentdecken» – das ist die Idee hinter dem «Leseclub» von Frauenstudien München. Die Frau vor dem Leseclub ist die Journalistin und Literaturexpertin Laura Freisberg.

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Wer ist eine Mutter?

Wer ist eine Mutter?

entdeckt im August 2019

Nicht jede Gebärende will ein Kind erziehen. Andere wünschen sich Kinder, können aber keine zeugen. Der Umgang mit Leihmutterschaft muss juristisch neu bewertet werden.

Die Meldung ist einigermaßen schockierend: Frau bringt die «falschen» Babys zur Welt. In dem Artikel ist von einer «traumatischen» Entdeckung die Rede, die die Frau und ihr Mann nach der Geburt gemacht hätten. Die Zwillinge, die die Frau geboren hatte, sahen den beiden gar nicht ähnlich. Sie waren «eindeutig nicht asiatischer Herkunft» wie die Mutter.

Offenbar waren der Frau im Rahmen ihrer Kinderwunschbehandlung andere Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt worden als diejenigen, die aus ihren Eizellen und dem Sperma ihres Mannes gezeugt worden waren.

Weiterlesen: www.zeit.de

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Der Lila-Podcast: Der beste Feminismus, den wir jemals hatten

Der Lila-Podcast: Der beste Feminismus, den wir jemals hatten

Nr. 154, 2019

Weiß, öko, Mittelschicht – das war einst «typisch» für den Feminismus. Aber ist es längst nicht mehr, sondern der Feminismus ist bunter, breiter, besser denn je. Er ist inklusiv, divers, multireligiös, gender-queer und noch vieles, vieles mehr. Und warum reden wir darüber? – Weil mal wieder die Frage im Raum steht, ob die jungen Feministinnen Alice Schwarzer vom Thron stoßen wollen (Spoiler: Wollen sie nicht!).

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Bauen für Frauen

Bauen für Frauen

entdeckt im Juli 2019

Architektur Gender-Mainstreaming in der Stadtplanung? Wien macht vor, wie es geht

Mit 240 Hektar ist der im Bau befindliche Stadtteil «Seestadt Aspern» am Ostrand von Wien eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Europa. Wenn das Viertel 2028 fertig ist, sollen dort 20.000 Menschen leben und genauso viele Arbeitsplätze entstanden sein. Das Viertel ist um einen künstlichen See herum angeordnet, die Hälfte der Fläche ist für den öffentlichen Raum vorgesehen. Beworben wird das Projekt als «Wiens urbanes Seeufer». Dabei gehört die österreichische Hauptstadt bereits zu den Städten mit der höchsten Lebensqualität weltweit.

Familienfreundlichkeit ist Teil des Konzepts. Aber in der Seestadt geht es nicht nur um Familien. Das neue Viertel wurde gezielt mit einer Markenidentität geplant, die anderswo als politisch gelten könnte: Alle Straßen und öffentlichen Räume sind nach Frauen benannt. Es gibt unter anderem einen Hannah-Arendt-Platz, eine Janis-Joplin-Promenade, eine Ada-Lovelace-Straße und einen Madame-d’Ora-Park. Die offizielle Broschüre formuliert es so: «Aspern hat ein weibliches Gesicht.» Ein kleines Gegengewicht zum Rest von Wien, in dem 3.750 Straßen nach Männern benannt sind. Sicher sind die Straßennamen nur ein Symbol. In der Seestadt werden Frauen und ihre Bedürfnisse aber auch darüber hinaus besonders berücksichtigt. Der Stadtteil verkörpert einen einzigartigen Planungsansatz, der Wiens Stadtentwicklung seit rund 30 Jahren prägt.

Weiterlesen: www.freitag.de

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30 Jahre Intersektionalität: Echte Kritik oder getarnter Widerstand?

30 Jahre Intersektionalität: Echte Kritik oder getarnter Widerstand?

entdeckt im Juli 2019

«Oppression Olympics», spaltend, ungenau, nicht anwendbar - Intersektionalität trifft auf vielfältige Kritik. Welche davon ist konstruktiv, was sind Mythen bar jeder Grundlage? Emilia Roig gibt Antworten.

30 Jahre nach der Erfindung des Begriffs «Intersektionalität» durch US-Amerikanische Juraprofessorin Kimberlé Williams Crenshaw wird das Konzept vornehmlich gelobt, mit Begeisterung aufgenommen und weiterentwickelt. Dennoch trifft Intersektionalität auch auf Kritik und Widerstand. Was davon ist konstruktive Kritik, was sind Mythen bar jeder Grundlage?

Doch beginnen wir am Anfang: Was heißt Intersektionalität eigentlich?

Intersektionalität beschreibt die Erfahrung von Menschen, geprägt von mehreren Identitätsachsen. Damit wird die sogenannte und immer noch vorherrschende «Einachsanalyse», die sich ausschließlich auf eine Dimension der Identität konzentriert herausgefordert. Denn diese Eindimensionalität maskiert implizit dominante Identitäten, wie zum Beispiel das weißsein bei weißen LGBTQI* Menschen oder die Männlichkeit bei männlichen Migranten. Besondere Erfahrungen derjenigen, geprägt durch mehr als eine marginale Identitätsachse, zum Beispiel von muslimischen LGBTQI* Menschen, werden so verzerrt. Um es klarzustellen, es geht bei Intersektionalität nicht nur darum, wie mehrere Achsen manche Menschen «mehrfach belasten» können (z.B. Schwarze Frauen* mit Behinderung), und in der Folge auch andere Menschen «relativ privilegieren» (z.B. weißer Mann* mit Behinderung).

Weiterlesen: www.gwi-boell.de

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Der Lila-Podcast: Kein Ruhestand – Irene Götz über Altersarmut

Der Lila-Podcast: Kein Ruhestand – Irene Götz über Altersarmut

Nr. 153, 2019

«Frauen sind mit ihren Renten vor allem in teuren Städten benachteiligt», sagt Irene Götz, Professorin für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Altersarmut ist weiblich, diesen Eindruck bestätigt Götz im Gespräch mit Barbara Streidl – und sie betrifft sowohl die heute Alten als auch die Alten von morgen, wenn wir nicht gesellschaftlich umdenken. 2019 erschien das von Götz herausgegebene und mitverfasste Buch «Kein Ruhestand. Wie Frauen mit Altersarmut umgehen».

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Der Lila-Podcast: Feministische Mädchen großziehen (Wdh.)

Der Lila-Podcast: Feministische Mädchen großziehen (Wdh.)

Nr. 152, 2019

Wiederholung des Podcasts vom Herbst 2017

Katrin Rönicke und Susanne Klingner sprechen darüber, wie sie das eigentlich versuchen, aus ihren Töchtern möglichst feministische Mädchen zu machen. Und sie sprechen über Vorbilder, Erziehungsideen, gute Bücher, und sogar Youtube-Kanäle, die Mädchen die richtigen Flausen in den Kopf setzen könnten.

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»Ausstellung

Heroes: Centuries of Women's Football

Heroes: Centuries of Women's Football

Freitag, 7. Juni – Sonntag, 28. Juli 2019, Zürich

Während der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019 lädt das FIFA World Football Museum in Zürich zu einer neuen Sonderausstellung ein. Heroes: Centuries of Women's Football eröffnet am 7. Juni, also am Tag des Eröffnungsspiels der Endrunde, und bleibt bis zum 28. Juli geöffnet. Die Sonderausstellung ist dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: https://football-heroes.ch/

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Der Lila-Podcast: Frauen in der und gegen die Politik

Der Lila-Podcast: Frauen in der und gegen die Politik

Nr. 151, 2019

Es ist Sommerpause im Parlament und wir schauen auf die letzten Wochen und Monate in der Politik zurück: Was machen unsere Politiker und vor allem Politikerinnen? Geht’s eigentlich noch um Inhalte oder nur noch um Personalien? Und wieso haben wir eigentlich das Gefühl, dass die großen Fragen im Moment außerhalb der Parteienpolitik verhandelt werden, allen voran auf der Straße, von jungen Aktivistinnen?

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Am Limit

Am Limit

entdeckt im Juli 2019

Sexismus: Von der Leyen als Playboy-Bunny – geht's noch, «FAS»?

Erinnern Sie sich noch an die Diskussion über die Beine von Jan Böhmermann in dieser engen Glitzerhose, die er bei der «Ehrenfeld ist überall»-Tour trug? Wissen Sie eigentlich, dass der Sohn von Iris Berben neben seinem Sohn-Status auch Filme produziert? Wie hieß er noch mal? Ach, und sind Ihnen die Berichte über Christian Sewing aufgefallen, über dessen fast schon kokett jungenhaftes Äußeres – dieses Näschen, diese vollen Lippen? Und dabei ist der auch noch Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank. Wie seine Kinder das wohl verkraften, dass ihm die Karriere wichtig ist? Die Karikatur von Manfred Weber im Chippendale-Dress war letztens übrigens auch sehr amüsant.

Weiterlesen: www.freitag.de

»Openair Literatur Festival

Roxane Gay

Roxane Gay

Samstag, 13. Juli 2019, 20.00 Uhr, Zürich

Die feministische Star-Autorin tritt erstmals im deutschsprachigen Raum auf

Mit Roxane Gay beehrt uns eine der brillantesten, klügsten und aufregendsten weiblichen Stimmen der USA. Am Festival präsentiert sie nicht nur ihren Essayband «Bad Feminist», mit dem sie berühmt wurde, sondern auch ihren neuen Bestseller «Hunger». Es ist die Geschichte ihres Körpers. Es ist keine Geschichte des Triumphs. Es ist die eines Lebens, das in zwei Hälften geteilt ist. Es gibt das Vorher und das Nachher. Bevor Roxane Gay zunahm und danach. Bevor sie vergewaltigt wurde und danach.

Roxane Gay

©Jay Grabiec

Weitere Informationen: www.literaturhaus.ch

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Der Lila-Podcast: «Raven» – Regretting Motherhood, Schönheitsnormen und Inklusion im Zirkus

Der Lila-Podcast: «Raven» – Regretting Motherhood, Schönheitsnormen und Inklusion im Zirkus

Nr. 150, 2019

Künstlerinnen-Kollektiv «Still Hungry» setzt sich in seiner Zirkus-Show “Raven” mit den Themen Mutterschaft, Schönheitsnormen und Geschlecht im Show-Biz auseinander – Katrin sprach mit Romy Seibt, Lena Ries und Anke van Engelshoven über Feminismus und Zeitgenössischen Zirkus.

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Der Lila-Podcast: Schwarzer Feminismus mit Natasha A. Kelly

Der Lila-Podcast: Schwarzer Feminismus mit Natasha A. Kelly

Nr. 149, 2019

Schwarzer Feminismus – so heißt der Titel des aktuellen Buches von Natasha A. Kelly. Barbara Streidl spricht mit ihr über Intersektionalität, die stark mit dem schwarzen Feminismus verbunden ist, über Mehrfachfach-Diskriminierung und über mögliche Allianzen zwischen schwarzen und weißen Feministinnen. Am Ende steht die Frage, wer für sie eine «Schwester» sein kann – nur eine schwarze Frau? Oder auch einfach eine Frau?

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»Veranstaltung

Queens of Hip Hop Festival

Queens of Hip Hop Festival

Freitag, 6. Juli – Samstag, 7. Juli 2019, Bern

Hip Hop zu feiern und Feminist*in zu sein, ist nicht immer einfach. Ja, es gibt Widersprüche und wir müssen sie nicht schönreden. Vielmehr wollen wir sie nutzen, um eine neue Perspektive einzunehmen und unsere feministische Praxis zu stärken. Joan Morgan nennt das «fucking with the greys» und nennt es Hip Hop Feminismus. Sie will die Widersprüche aushalten und sich in den Grauzonen bewegen, um so Hip Hop feministischer zu leben. Wir wollen herausfinden, wie dadurch eine vielfältige Community gestärkt werden kann, welche ausschliessende Aspekte der Kultur ändern will. Gemeinsam werden wir das subversive, politische und queere Potential von Hip Hop entdecken. Wir wollen Alternativen zu diskriminierenden Teilen der Kultur aufzeigen und Räume schaffen, in denen wir uns kreativ ausleben, austauschen und unterstützen können.

Weitere Informationen: www.queensofhiphop.ch

»Konzert

Canzoni per tutti

Canzoni per tutti

Sonntag, 30. Juni 2019, 11.00 Uhr, Bern

Verschiedene Berner Formationen interpretieren klassische wie moderne Cantautori. Ein bunt gemischtes Programm für jedes Alter, interpretiert vom Akkordeon-Duo C’era una volta…, dem Vokal-Sextett Coccinelle und befreundeten Chören. Arrangements, Leitung und musikalische Begleitung Anke Held.

Weitere Informationen: www.ideebern.ch

»Veranstaltung

Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür

Samstag, 29. Juni 2019, 8.30-18.00 Uhr, Zürich

Die Energiesanierung des Hauses an der Bremgartnerstrasse 18 feiern wir mit einem Tag der offenen Tür. Das vollständige Programm findet ihr/finden Sie als pdf (2 S.). Der Tag beginnt um 8.30 mit einer Yogastunde und endet um 17.30 mit dem Apéro. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

»Festival

Frauenstimmen

Frauenstimmen

Donnerstag, 27. Juni – Sonntag, 30. Juni 2019, Brig

«Frauenstimmen» jährt sich 2019 zum zehnten Mal! Das Festival ist das Einzige in der ganzen deutschsprachigen Schweiz, das ausschliesslich Frauen auf die Bühne holt und Musik, Tanz, Theater und Literatur verbindet.

Wen wundert’s. Das Wallis spielte für die Frauenrechte ja bekanntlich eine wegweisende Rolle. Anfang März 1957 stimmten Frauen im Bergdorf Unterbäch erstmals an der Wahlurne ab. Das war zwar illegal und knapp anderthalb Jahrzehnte vor der Einführung des Frauenstimmrechts. Aber scheinbar hats geholfen. Wir helfen – by the way – mit Frauenstimmen auch gerne ein wenig auf die Spünge beim Nachdenken über Fragen zur Gleichstellung. Dies mit viel Musik, Tanz, Theater, Spass & Tamtam!

Weitere Infos & Tickets: www.frauenstimmen.ch

»Veranstaltung

Rotes Palaver 38: Miriam Cahn

Rotes Palaver 38: Miriam Cahn

Donnerstag, 27. Juni 2019, ab 18.30 Uhr, Zürich

Thema dieses Palavers wird die Ausstellung von Miriam Cahn im Kunstmuseum Bern (bis 16. 6. 2019) sein.

Seit Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit in den 70er Jahren, ihren zeichnerischen Interventionen in den 80ern, hat Miriam Cahn (geb. 1949) sich nicht nur kritisch mit politischen und gesellschaftlichen Ereignissen beschäftigt, sondern genauso gründlich ihre gestalterischen Mittel, ihre Ausdrucksweise sowie die Vorgeschichte ihrer Medien hinterfragt. Selbstbestimmung im Ausdruck, Mittel und Thema («Ich trenne nicht zwischen Gelebtem und Vorstellung») ist ihr das Wichtigste und die Frage danach, was in unserer Zeit als menschlich zu gelten hat. Miriam Cahn ist von der Performancekunst der 1970er Jahre («Der Körper hat ein Gedächtnis. Von ihm gehe ich in meiner Arbeit aus.») der feministischen Kunst und Friedensbewegung geprägt.

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

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Ein halbes Jahr unterwegs mit Tamara Funiciello

Ein halbes Jahr unterwegs mit Tamara Funiciello

entdeckt im Juni 2019

Ihr emotionaler Rücktritt als Juso-Chefin, ihre «Chicks» und dann das Coming-Out: So tickt eine der erfolgreichsten Jungpolitikerinnen der Schweiz.

Als Tamara Funiciello in Aarau eintrifft, um an der Delegiertenversammlung der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten ihren Rücktritt als Präsidentin zu verkünden, sitzen auf der Terrasse des Weiterbildungszentrums, in dem die Veranstaltung gleich beginnt, drei Männer und trinken Kaffee. Der Jüngste spielt mit einem Schlüsselbund, der Mittlere starrt auf seine Hände, und der Älteste versucht, einen Blick durch die Fenster in die Aula zu erhaschen.

«Schaut mal», sagt er, «die Funiciello!» Doch der Jüngste und der Mittlere scheinen mit dem Namen nichts anfangen zu können. «Das ist die Kleine, die von den anderen Parteien immer aufs Dach bekommt», präzisiert er. Und, weil die beiden anderen auf einmal interessiert die Köpfe recken: «Also, ich finde gut, was die macht.»

Tamara Funiciello

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch (pdf)

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Schluss mit dem Patriarkater!

Schluss mit dem Patriarkater!

entdeckt im Juni 2019

Die Frauenstreik-Bewegung entwickelte eine Wucht, die man(n) nicht mehr ignorieren kann.

Der Satz klingt verrückt, doch in meinem Kopf drehte er an diesem Tag Kreise: «Ich wusste nicht, dass es in der Schweiz so viele Frauen gibt.» Natürlich weiss ich, dass auch hierzulande, so wie fast überall auf der Welt, gut fünfzig Prozent der Bevölkerung Frauen sind. Nur kriegt man das nicht wirklich mit, nicht im öffentlichen Raum, nicht wenn man die Zeitung aufschlägt oder den Fernseher anschaltet, wenn man ins Parlament hineinschaut, in die Teppichetagen, die Literaturfestivals, überall dort, wo jemand die Klappe aufmacht und etwas vermeintlich Wichtiges zu sagen hat. Seit letztem Freitag, dem Frauenstreik vom 14. Juni 2019, wissen wir, dass es mehrere Hunderttausend Frauen gibt, die wirklich etwas zu sagen haben, die wütend sind, die genug haben von Lohnungleichheit und Sexismus, von prekären Arbeitsbedingungen, der Geringschätzung von unbezahlter Arbeit, von Diskriminierung und sexualisierter Gewalt. Hunderttausende Frauen, die auch solidarisch sind.

Weiterlesen: www.woz.ch

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Verunsicherung, Kampfgeist und Solidarität

Verunsicherung, Kampfgeist und Solidarität

entdeckt im Juni 2019

Ein Kommentar zum Frauenstreik vom 14. Juni aus persönlicher und politischer Sicht.

Ja, der 14. Juni war grossartig, unüberblickbar und elektrisierend. In den offiziellen Meldungen sprach man zuerst vorsichtig von Zehntausenden, musste aber bald korrigieren: Es waren Hunderttausende. Was ist passiert? Wenn fast alle nationalen und auch internationale Medien den Frauenstreik der Schweiz zum Hauptthema machten, wenn in allen Zeitungen von einem 'gigantischen' Erfolg für die Gleichstellungsanliegen berichtet wird (und sogar Patrik Müller in seinem Samstagseditorial der Schweiz am Wochenende den «linken» feministischen Anliegen Reverenz erweist, dann scheint es, als seien unendlich viele Türen aufgegangen für die Anliegen der Frauen. Was heisst das nun?

Weiterlesen: www.infosperber.ch

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Der Lila-Podcast: §219a-Verurteilung, Frauen-Fußball-WM und die Petition von Nina Fuchs

Der Lila-Podcast: §219a-Verurteilung, Frauen-Fußball-WM und die Petition von Nina Fuchs

Nr. 148, 2019

In dieser Sendung sprechen Katrin Rönicke und Barbara Streidl über die Verurteilung der Gynäkologinnen Bettina Gaber und Verena Weyer: Wegen Verstoßes gegen §219a sind die beiden Ärztinnen in Berlin verurteilt worden.

Trotz des Bekenntnisses, dass Deutschland als Fußball-Nation gilt, ist in Sachen Frauen-Fußball noch keine Gleichberechtigung eingekehrt (weder national noch international). Das zeigt sich auch an der Frauen-Fußball-WM 2019 in Frankreich.

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Schluss mit gratis!

Schluss mit gratis!

Donnerstag, 20. Juni 2019, 19.30 Uhr, Bern

Frauen zwischen Lohn und Arbeit, Sibylle Stillhart

Eigentlich ist es grotesk: Die Mutter von zwei kleinen Kindern sitzt im Büro einer Behörde, hat in ihrem Fünfzigprozentjob kaum etwas zu tun und verdient damit doch ihr Geld. Aber vor und nach der «Arbeit» hat sie Stress in einem hoch getakteten Alltag mit den Kindern und dem Haushalt. Mit dieser intensiven Tätigkeit verdient sie allerdings nichts. Und ihr Mann hat als leitender Angestellter keine Zeit, mit anzupacken. Sie stellt fest, dass sie damit nicht allein ist.

Weitere Informationen: http://wide-switzerland.ch

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Der Lila-Podcast: Sexuelle Selbstbestimmung auf dem Rückmarsch?

Der Lila-Podcast: Sexuelle Selbstbestimmung auf dem Rückmarsch?

Nr. 147, 2019

219a und die weltweite Lage zur Abtreibung

Alabama, Polen, Argentinien – auch im Jahr 2019 lassen Frauen weltweit ihr Leben, weil sie illegal abtreiben, müssen sie Kinder nach einer Vergewaltigung zur Welt bringen und ihre Gesundheit wird gefährdet, weil sie mit veralteten Methoden behandelt werden, wenn überhaupt. Von sexueller Selbstbestimmung keine Spur. Und wer denkt, in Deutschland sei alles besser, der irrt. In Deutschland ist Abtreibung verboten und Frauen sind in der Pflicht, ihr Kind auszutragen. Von dieser gesetzlichen Regelung gibt es zwar Ausnahmen, doch die Lage ist für viele Frauen schlecht. Ärzt*innen scheuen den Eingriff, dürfen auf ihren Webseiten nicht informieren, was sie tun und Medizinstudent*innen lernen nicht einmal, wie man Frauen am besten dabei hilft, eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden.

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»Streik

Frauenstreik am 14. Juni 2019

Frauenstreik am 14. Juni 2019

Freitag, 14. Juni 2019

Gleichberechtigung. Punkt. Schluss! Egalité. Point final!

Ist es normal, dass ein Chef die Figur und die Kleidung seiner Mitarbei-ter*innen kommentiert?a
Ist es normal, dass im öffentlichen Raum ständig halbnackte Frauenkörper zu sehen sind?
Ist es normal, dass Schwarze Frauen* und ihre Familien tagtäglich Racial Profiling ausgesetzt sind?
Ist es normal, dass in der Schweiz alle zwei Wochen eine Frau* in den eigenen vier Wänden getötet wird?
Ist es normal,...

Weiterlesen & sich engagieren:

National: https://frauenstreik2019.ch
Bern: https://frauen-streiken.ch
Zürich: https://frauenstreikzuerich.ch
Auch hier kann man sich engagieren: www.fraum.ch

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Wie die Frauen um 100 Milliarden betrogen werden

Wie die Frauen um 100 Milliarden betrogen werden

entdeckt im Juni 2019

Interview mit Mascha Madörin, WOZ

Neue Zahlen zeigen, wie krass ungleich die Bezahlung von Arbeit in der Schweiz ist. Die feministische Ökonomin Mascha Madörin analysiert die Gründe und erklärt, wieso Roboter das Problem noch verschärfen. Und sie stellt radikale Lösungsansätze zur Debatte.

WOZ: Mascha Madörin, Sie haben berechnet, dass Frauen in der Schweiz jährlich 110 Milliarden Franken weniger verdienen als Männer. Wie kommt dieser riesige Einkommensunterschied zustande?

Mascha Madörin: Die Zahl beruht auf den neusten Daten des Statistischen Amts der Europäischen Union, das seit kurzem für die einzelnen Länder einen sogenannten Gender Overall Earnings Gap – auf Deutsch geschlechtsspezifischer Gesamteinkommensunterschied – eruiert. In der Schweiz beträgt dieser Unterschied 44,5 Prozent, was gemäss meinen Berechnungen für das Jahr 2014 rund 110 Milliarden Franken entspricht – ohne GrenzgängerInnen rechne ich mit 100 Milliarden Franken. Von den 110 Milliarden ist ein Viertel die eigentliche Lohnlücke, der sogenannte Gender Pay Gap, also das, was Frauen, wenn sie Lohnarbeit leisten, pro Stunde weniger verdienen als Männer. Rund vierzig Prozent davon gehen auf statistisch unerklärliche Lohnunterschiede zurück, die nichts mit Ausbildung, Qualifikation oder Lohnniveau zu tun haben; sie dienen der Schätzung von Lohndiskriminierung.

Weiterlesen: www.woz.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Für Feministen und Männer, die es werden wollen

Der Lila-Podcast: Für Feministen und Männer, die es werden wollen

Nr. 146, 2019

Robert Franken berät Unternehmen in Sachen Vielfalt und ist einer von vier deutschen Botschaftern für die UN Women-Kampagne «He For She».

Susanne hat ihn in Köln getroffen und spricht mit ihm sowohl über seine Arbeit, aber vor allem auch darüber, was sich zwischen Männern und Frauen noch tun muss, damit sie gleichberechtigter werden und wie Männer den Kampf um Gleichstellung unterstützen können.

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Sie kaufen deinen Ekel

Sie kaufen deinen Ekel

entdeckt im Juni 2019

Der «Hurentag» am 2. Juni erinnert an die Diskriminierung von Prostituierten. Eine Aussteigerin erzählt

Neulich wurde ich gefragt, woran man einen Freier erkennt, und da musste ich zugeben: Wenn er nicht gerade im Puff vor dir steht und mit einem Hunni wedelt, gar nicht. Nein, auch ich erkenne Freier in der freien Wildbahn nicht, auch nach zehn Jahren Prostitution nicht. Das liegt daran, dass es, wie man so häufig hört, wirklich «ganz normale Männer» sind, was jetzt und hier aber nicht als Beruhigung gemeint ist. Fragt man Männer, ob sie schon mal im Puff waren, lügen sie einen meist an («Würde ich nie tun») oder erzählen einem das Märchen «Ich war nur ein einziges Mal, und es war so schlimm». Und ja, ich sage «Freier» – das kommt von «jemanden freien», wie «auf Freiersfüßen wandeln» – und ist damit ein Euphemismus für sexuellen Missbrauch, den die Freier in der Prostitution ja betreiben, und eines von vielen Beispielen dafür, dass wir in einer Gesellschaft leben, die sexuelle Gewalt gegen Frauen akzeptiert, normalisiert und kleinredet.

Weiterlesen: www.freitag.de

»Veranstaltung

Wenn Frau will, steht alles still!

Wenn Frau will, steht alles still!

Donnerstag, 6. Juni 2019, 18.00–20.00 Uhr, Zürich

«Wenn Frau will, steht alles still!» war das Motto des Frauenstreiks von 1991. Effektiv stand nicht alles still, vielmehr hat sich viel bewegt an diesem Tag und in der Folgezeit. Am 14. Juni 1991 führten Frauen in der ganzen Schweiz kleine und grosse, provokative, spielerische und ironische Aktionen durch. Der erfolgreiche Frauenstreik war das Re- sultat der dynamischen Wechselwirkung von Emotionalisierung und Institutionalisierung, bei- des zentrale Momente einer geglückten und er- folgreichen Bewegung.

«Wenn Frau will, steht alles still!» war das Motto des Frauenstreiks von 1991. Effektiv stand nicht alles still, vielmehr hat sich viel bewegt an diesem Tag und in der Folgezeit. Am 14. Juni 1991 führten Frauen in der ganzen Schweiz kleine und grosse, provokative, spielerische und ironische Aktionen durch. Der erfolgreiche Frauenstreik war das Re- sultat der dynamischen Wechselwirkung von Emotionalisierung und Institutionalisierung, bei- des zentrale Momente einer geglückten und er- folgreichen Bewegung.

Weitere Informationen: www.stadt-zuerich.ch

»Lesung

Isolde Schaad: Der hinkende Giacometti

Isolde Schaad: Der hinkende Giacometti

Mittwoch, 5. Juni 2019, 19.00 Uhr, Zürich

Ihr neustes Buch ist ein Juwel der Erzählkunst. In fünf Geschichten und drei Intermezzi begleitet Isolde Schaad zeitgenössische Figuren durch die vielfältigen Anforderungen unserer unübersichtlichen Zeiten. Das ist ebenso präzise wie liebevoll beschrieben. Wie man ein gutes Leben in nicht so guten Zeiten versuchen kann. Ja, auch Sex im besten und im reiferen Alter kommt vor. Oder ein Rollator als Befreiungsinstrument. Natürlich wird auch die Frage beantwortet, warum Giacometti hinkt.

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

»Kampagne

Wenn Frauen zählen

Wenn Frauen zählen

entdeckt im Mai 2019

Die feministische Fakultät lanciert eine Kampagne mit drei Zahlen, die jede Frau kennen sollte. Wide arbeitet seit mehreren Jahren zur Care-Ökonomie und plant eigene Aktivitäten zu diesen drei Zahlen unter dem Titel «Wenn Frauen zählen». Wir wollen damit makroökonomische Zusammenhänge, die Frauen besonders betreffen, bekannt machen. Die Zahlen machen deutlich: die immensen Leistungen, die Frauen für unsere Gesellschaft erbringen sind in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Debatte völlig unsichtbar.

Weiterlesen: http://wide-switzerland.ch

»Manifest

Das akademische Manifest für den Frauen*streik

Das akademische Manifest für den Frauen*streik

entdeckt im Mai 2019

Wir sind Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen und werden am 14. Juni 2019 streiken. Frauen* sind an Schweizer Hochschulen systematisch massiv unterrepräsentiert. Dies hat grundsätzliche Implikationen auf die Produktion und die Vermittlung von Wissen. In Bezug auf unser eigenes Berufsumfeld fordern wir Folgendes:

  1. Bis 50 Prozent aller Professuren jeder Disziplin mit Frauen* besetzt sind, hat jede Hochschule der Schweiz bei Neubesetzungen mindestens 50 Prozent der Professuren mit Frauen* zu besetzen. Frauen* dürfen dabei nicht auf schlechter ausgestattete Stellen abgeschoben werden. Der gleiche Grundsatz soll auch bei Hochschulleitungsgremien und akademischen Stellen gelten.
  2. Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit, unabhängig vom Geschlecht. Um das zu ermöglichen, müssen individuelle Gehaltseinstufungen und Lohnklassentrends transparent gestaltet werden.
  3. ...

Weiterlesen & Unterstützen: www.feminist-academic-manifesto.org

»Veranstaltung

Rotes Palaver 37: Hannah Villiger

Rotes Palaver 37: Hannah Villiger

Donnerstag, 30. Mai 2019, ab 18.30 Uhr, Zürich

Die Reihe ROTES KUNST PALVER wird mit einer Besprechung der Arbeiten von Hannah Villiger fortgesetzt, die in der Ausstellung: BIG PICTURE_Kunsthaus Aarau_ bis 28. April 2019 zu sehen sind und  somit das Thema Fotografie wieder aufnehmen.

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Hermione Granger & Co. – die Frauen neben Harry Potter

Der Lila-Podcast: Hermione Granger & Co. – die Frauen neben Harry Potter

Nr. 145, 2019

Wer sind die Frauen neben Harry Potter? Sieben Bücher, die die Geschichte von Harry Potter erzählen, ein Theaterstück, jede Menge Fanartikel, zusätzliche Bände zum Thema und natürlich auch mindestens zehn Filme: Das Harry-Potter-Universum ist riesig!

Und in diesem Universum bewegen sich neben der Hauptperson Harry Potter auch jede Menge Mädchen und Frauen, Hexen und andere weibliche Wesen. Wie sie «gezeichnet» sind, für was sie stehen und in wie weit sie als Vorbild taugen, darum geht es in diesem Lila Podcast: Barbara Streidl spricht mit Lena Wiesler, Medienpädagogin und Harry-Potter-Kennerin.

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«Bis zum Abend vor dem Streik hatte ich keine Ahnung, ob der Plan hinhaut»

«Bis zum Abend vor dem Streik hatte ich keine Ahnung, ob der Plan hinhaut»

entdeckt im Mai 2019

Sie tingelte monatelang bis ins hinterste Kaff, um für den Frauenstreik von 1991 zu weibeln: Die ehemalige Nationalrätin Christiane Brunner über patriarchale Widerstände in Partei und Gewerkschaft, Tabus ihrer Mutter und den Moment, in dem junge Frauen typischerweise zum Feminismus finden.

Am 14. Juni 1991 fand der grösste Streik der Schweizer Geschichte statt: Eine halbe Million Frauen legten ihre Arbeit nieder. Die Idee dazu entwickelte Christiane Brunner (heute 72), die damalige Präsidentin der Gewerkschaft Schweizerischer Metall- und Uhrenarbeiterverband (Smuv), gemeinsam mit einer Gruppe von Uhrmacherinnen aus dem Jura. Denn zehn Jahre nach der Aufnahme des Gleichstellungsartikels in die Verfassung war noch fast nichts geschehen. Es gab kein Anwendungsgesetz für den Artikel, die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen betrug zu Beginn der Erhebungen 1994 rund 24 Prozent im privaten Sektor, wo sie heute bei 19,6 Prozent liegt. Frauen stiessen damals wie heute an die «gläserne Decke». Elisabeth Kopp war die erste und einzige Bundesrätin, die das Land gesehen hatte. Kurz: Die Schweiz war durch und durch eine Männergesellschaft.

Weiterlesen: www.woz.ch

»Lesen

Frauen entscheiden sich nicht für Altersarmut, unsere Gesellschaft entscheidet für sie

Frauen entscheiden sich nicht für Altersarmut, unsere Gesellschaft entscheidet für sie

entdeckt im Mai 2019

Viele Frauen in Deutschland sind abhängig vom Einkommen ihres Partners. Sie arbeiten weniger, bekommen weniger Geld. Trennen sie sich, werden sie im Alter wahrscheinlich arm sein. Doch die Antwort darauf, dass alle Frauen in Vollzeit arbeiten sollen, ist viel zu einfach.

Nur zehn Prozent der Frauen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren haben ein eigenes Nettoeinkommen über 2.000 Euro. Klingt das schockierend? Dann bist du vermutlich ein urbaner Mensch der oberen Mittelschicht, der selten die eigene Filterblase verlässt. Die Mehrheit der Frauen in Deutschland verdient sehr wenig Geld. Hingegen verdienen 42 Prozent der Männer in dieser Altersgruppe 2.000 Euro und mehr. Die Daten hat eine Studie des Bundesfamilienministeriums von 2015 erhoben, «Mitten im Leben – Wünsche und Lebenswirklichkeiten von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren» heißt sie und hat gerade eine Diskussion auf Twitter angestoßen, dem sozialen Netzwerk, das vor allem von höher gebildeten und dementsprechend gut verdienenden Menschen genutzt wird.

Weiterlesen: https://editionf.com

»Tagung

Helvetia beweg dich! Frauen in Aktion

Helvetia beweg dich! Frauen in Aktion

Samstag, 25. Mai 2019, 9.15–17.00 Uhr, Aarau

Mit der letzten Tagung wollen die Organisatorinnen einen Beitrag leisten, dass 2019 auch bei uns zum Frauenjahr wird. Obwohl wir gemeinsam mit unseren Vor- und Mitkämpferinnen viel erreicht haben, stagniert die Gleichstellung in der Schweiz. Mit dem Projekt «Helvetia ruft» will die Dachorganisation der Schweizer Frauenorganisationen, alliance F, dafür sorgen, dass der Frauenanteil im Parlament nach den Wahlen höher ist. Schliesslich ist die symbolische Figur für die Schweiz eine Frau – Helvetia.

Weitere Informationen: www.frauenaargau.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Barcamp

Der Lila-Podcast: Barcamp

18. Mai 2019

Am Samstag den 18. Mai 2019 war in Berlin das Barcamp Frauen, das gibt es bereits seit 2010 – ursprünglich gegründet von drei feministischen Sozialdemokratinnen, Nancy Böhning, Elisa Gutsche und Jennifer Mansey, mittlerweile tatkräftig unterstützt von der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Dieses Jahr ist der Lila Podcast offizielle Medienpartnerin! Für euch bedeutet das, dass wir neben all der Vernetzung und Planung der feministischen Weltherrschaft, auch mit dem Aufnahmegerät in den Sessions waren und hinterher mit den Expert*innen über ihre Themen gesprochen haben. Da sehr viele verschiedene Sessions und Themen parallel liefen, konnten wir natürlich nicht alle für euch aufbereiten, aber wir haben euch fünf sehr spannende Kurzfolgen mitgebracht.

»Audio

Der Lila-Podcast: Mit Quote und freundlicher Beschämung – Feminismus im Theater

Der Lila-Podcast: Mit Quote und freundlicher Beschämung – Feminismus im Theater

Nr. 144, 2019

Vier Theaterfrauen, die Zeichen setzen: Anna Bergmann lässt am Staatstheater Karlsruhe ausschließlich Frauen auf der großen Bühne inszenieren, Nicola Bramkamp setzte sich am Theater Bonn für die Abschaffung des Gender Pay Gaps ein, Yvonne Büdenhölzer führt 2020 beim Theatertreffen die 50 % Frauenquote ein und Lisa Jopt mobilisiert deutschlandweit Theaterschaffende zu Reformen.

Diese vier Frauen haben angefangen, die Theaterlandschaft umzubauen und gemeinsam wollen wir einen Blick auf die Frage werfen: Was braucht es, um sich durchzusetzen?

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»Audio

Der Lila-Podcast: Die große Wahlsendung feat. Rice & Shine

Der Lila-Podcast: Die große Wahlsendung feat. Rice & Shine

Nr. 143, 2019

Am 26. Mai ist Europawahl und wir haben Vanessa Vu und Minh Thu Tran vom Podcast “Rice & Shine” zu Besuch, die gerade für den Grimme-Online-Award nominiert sind.

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»Ringvorlesung

Digitale Transformation und Geschlecht

Digitale Transformation und Geschlecht

Mittwochs, 7. Februar 2019, 18.15 – 22. Mai 2019, 19.45 Uhr, Bern

«Nun ja, meine Stimme klingt wie die einer Frau, aber ich falle nicht wirklich unter das menschliche Geschlechterkonzept», antwortet die persönliche Sprachassistenz-Software Siri auf die Frage, ob sie sich als Frau identifiziere. Siri wie auch andere Chatbots, die als persönliche Assistenz fungieren und «immer zu deinen Diensten» sind, werden hauptsächlich weiblich designt. Dass Siris Stimme «wie die einer Frau» klingt, ist deshalb nicht zufällig, vielmehr werden dadurch vorherrschende Geschlechterverhältnisse und mithin auch Machtordnungen perpetuiert. Die Assistenz-Software ist somit sehr wohl von einem «menschlichen Geschlechterkonzept» durchdrungen und ist ein Beispiel dafür, dass Technik – vom Design über die Herstellung bis hin zur Nutzung – niemals neutral ist. Digitale Techniken sind weder heilsbringend noch dämonisch – sie sind gestaltbare Prozesse, die durch menschliche Akteur*innen in Gang gesetzt werden. Die menschlichen Fingerabdrücke, die sich dabei tief in digitale Transformationen eingraben,können zwar verwischt, aber nie vollständig entfernt werden.

Die öffentliche Ringvorlesung des IZFG setzt sich zum Ziel, die komplexen Verschränkungenvon Macht, Geschlecht und Digitalisierung sichtbar zu machen und gibt exemplarisch aus einerGeschlechterperspektive Einblick in digitale Transformationsprozesse im Bereich der Erwerbsarbeit, Selbstvermessung, Bildung, Sexualität und Koalitionsbildung.

Weitere Informationen: www.izfg.unibe.ch (pdf)

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Jesus und Buddha waren Feministen

Jesus und Buddha waren Feministen

entdeckt im Mai 2019

Kamla Bhasin ist Indiens Frauenrechtlerin der ersten Stunde. Sie fordert die Abwahl der Hindunationalisten und das Ende des Patriarchats.

«In Indien gelten 63 Millionen Frauen und Mädchen als vermisst, das heisst, sie sind tot», sagt Kamla Bhasin.

Kamla Bhasin

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch (pdf)

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Weibliche Ökonomen sind lauter geworden

Weibliche Ökonomen sind lauter geworden

entdeckt im Mai 2019

Sie besetzen Top-Posten in der Wirtschaft und heimsen Preise ein – diese Frauen widerlegen ein tief sitzendes Vorurteil.

«Haben Sie alle etwas bemerkt?», fragte jüngst an einer Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) dessen Chefin Christine Lagarde in die Runde. Ohne dass sie es sagen musste, wussten alle, auf welche Besonderheit sie anspielte. Auf einem Podium der Tagung sassen die drei «Chefökonomen» der internationalen Wirtschaftsorganisationen IWF, Weltbank und OECD.

Aber zum ersten Mal in der Geschichte sind alle drei Posten von Frauen besetzt. Seit Jahresbeginn ist die amerikanisch-indische Doppelbürgerin Gita Gopinath Chefökonomin beim IWF, seit letztem Herbst hat die Griechin Pinelopi Goldberg diesen Posten bei der Weltbank inne und seit dem vergangenen Sommer die Französin Laurence ­Boone jenen bei der OECD. Und erst vor wenigen Wochen war es mit der 38-jährigen Kanadierin Emi Nakamura wiederum eine Frau, die die wichtigste Auszeichnung der Ökonomen nach dem Nobelpreis gewann: die John Bates Clark Medal der US-Ökonomenvereinigung American Economic Association.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch (pdf)

»Audio

Der Lila-Podcast: Antisemitismus im Feminismus (Wdh.)

Der Lila-Podcast: Antisemitismus im Feminismus (Wdh.)

Nr. 142, 2019

Das Frauen*streik-Bündnis hatte im Vorfeld des 8. März 2019 mit dem Vorwurf des Antisemitismus zu kämpfen, Anlass war der Auftritt der anti-zionistischen US-Autorin Selma James. Sie unterstützt die Boykott-Kampagne BDS – und sie ist nicht die einzige…

In dieser Sendung, einer Wiederholung der Originalsendung von 2017, geht es daher um die Fragen: Was ist BDS? Ist der Boykott von Produkten oder Künstler_innen aus Israel antisemitisch? Ist Linda Sarsour auf der sicheren Seite, wenn sie sich Anti-Zionistin nennt? Wie kann man zwischen Israel-Kritik und Antisemitismus unterscheiden? Und wie sollen feministische Bündnisse in Zukunft mit dem Problem umgehen?

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»Werbespot

Die DFB-Frauen in 90 Sekunden

Die DFB-Frauen in 90 Sekunden

entdeckt im Mai 2019

Im Spot begegnen die Fussballerinnen mit Selbstbewusstsein und einem Lächeln vielen Vorurteilen, denen sie oft ausgesetzt sind. Sie machen deutlich, dass sie sich nicht sagen lassen, welchen Platz sie einnehmen sollen. Im Gegenteil: Sie erkämpfen sich diesen Platz selbst. Auf dem Rasen. Und daneben.

Weitere Informationen: www.dfb.de

»Audio

Der Lila-Podcast: Misogyne Horrorbräuche

Der Lila-Podcast: Misogyne Horrorbräuche

Nr. 141, 2019

In dieser Folge schauen wir, welche anscheinend harmlosen Bräuche eigentlich zutiefst patriarchal und frauenfeindlich sind.

In der Slowakei werden junge Frauen zu Ostern mit eiskaltem Wasser überschüttet, auf Borkum werden sie zu Nikolaus gejagt und verhauen, in Indien werden sie zwangsverheiratet, um nach einer Vergewaltigung ihre «Ehre» wiederherzustellen, in Australien wird jungen Studentinnen in die Shampoo-Flasche onaniert, und die Tradition der Brautraubs hat eine Geschichte, die nicht nur Katrin die Sprache verschlägt.

Auf eure Anregung hin haben wir mal in der Welt umgeschaut, welche Traditionen und Bräuche es bis heute gibt, die eigentlich schlicht sexistisch sind.

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»Theater

Töchter Europas

Töchter Europas

bis Samstag, 11. Mai 2019, 20.00 Uhr, Zürich / Bern

Uraufführung

Fünf Frauen, ein YouTube-Video und eine vermisste Studentin. Das Thema: sexuelle Gewalt, ausgeübt von männlichen Migranten. Als wenige Tage später die Leiche der jungen Studentin gefunden wird, beginnen die Spekulationen: ist der LKW-Fahrer der Täter? Ein Nordafrikaner, ein Nafri?

Seit den Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16 in Köln reisst die Debatte nicht ab: Müssen Frauen geschützt werden vor männlichen Migranten oder müssen Migranten geschützt werden vor der Instrumentalisierung solcher Straftaten durch Rechtspopulisten?

Weitere Informationen: www.maximtheater.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Sophie Passmann, die witzige Feministin

Der Lila-Podcast: Sophie Passmann, die witzige Feministin

Nr. 140, 2019

Sophie Passmann hat ein Buch geschrieben, «Alte Weiße Männer» heißt es, sie ist Radiomoderatorin, arbeitet beim «Neo Magazin Royal» und ist eine der neuen witzig-aber-politischen Stimmen auf Twitter und Instagram. Im Lila Podcast spricht sie über ihr Buch, Kritik an ihrem Buch, über Feministinnen mit und ohne Humor, über Feuilletonboys in schmalen Anzügen und ihre weiblichen Vorbilder.

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»Kino

God exists, her name is Petrunya

God exists, her name is Petrunya

ab 9. Mai 2019 in den Schweizer Kinos

Am 9. Mai startet der mazedonische Spielfilm GOD EXISTS, HER NAME IS PETRUNYA in den Schweizer Kinos. Der Film gehörte mit seiner Frauenpower zu den erfrischendsten Entdeckungen der diesjährigen Berlinale und wurde mehrfach ausgezeichnet. Regisseurin Teona Strugar Mitevska wird am 8. Mai im Kino Rex in Bern und am 9. Mai im Kino Kosmos in Zürich zu Gast sein.

Petrunya ist 31 und weiss nicht so recht, was sie machen soll im Leben. Bei einem kirchlichen Ritual, das seit Menschengedenken männlichen Wesen reserviert ist, mischt sie zufällig und ungefragt mit, gewinnt und muss sich anschliessend gegen den Männermob wehren. Die beissende Komödie führt uns eine patriarchalische und phallokratische Gesellschaft vor Augen, gegen die Petrunya sich mit schierer Vernunft herrlich störrisch auflehnt.

Weitere Informationen: www.trigon-film.org

»Referat

Antje Schrupp: SchwangerWerdenKönnen

Antje Schrupp: SchwangerWerdenKönnen

Mittwoch, 8. Mai 2019, 18.30–20.30 Uhr, Bern

...und nochmals Antje Schrupp...

Die deutsche Wissenschaftlerin, Journalistin und Bloggerin Antje Schrupp beleuchtet gesellschaftspolitisch brisante Fragen aus feministischer Perspektive. Sie hat u.a. anhand von Biografien das Verhältnis von Feminismus und Marxismus untersucht und beschäftigt sich mit den demographischen Verschiebungen und der aktuellen Bevölkerungspolitik: «Niedrige Geburtenraten, leere Renten- und Pflegekassen – die Lage retten sollen jetzt die Frauen, indem sie mehr Kinder bekommen und noch mehr Alte pflegen? Sorry, aber der Ruf nach Methusalems Mütter…»

Weitere Informationen: http://wide-switzerland.ch

»Gastvortrag

Antje Schrupp: Generationen(um)brüche im Feminismus

Antje Schrupp: Generationen(um)brüche im Feminismus

Dienstag, 7. Mai 2019, 18.00–20.00 Uhr, Zürich

Vortrag bei einer öffentlichen Veranstaltung des Fachbereichs Gender Studies an der Universität Zürich

Weitere Informationen: www.aoi.uzh.ch

»Lesen

Kontertext: Wer ist des Feminismus' würdig?

Kontertext: Wer ist des Feminismus' würdig?

entdeckt im April 2019

Am 8. März wurden im «Tages-Anzeiger» den Frauen zünftig die Leviten gelesen und neue ideologische Grenzen gezogen.

Faule Ausreden lassen die beiden Journalistinnen Michèle Binswanger und Bettina Weber jetzt einfach nicht mehr gelten. "Wir räumen mit dem Feminismus auf» war der Titel ihrer Gardinenpredigt zum Weltfrauentag 2019 (Tages-Anzeiger 8. März). Darin orteten sie die Wurzel allen Übels: Die Frauen sollten endlich mal die «Ärmel hochkrempeln» und aufhören, ihr Fernbleiben vom Arbeitsmarkt mit den Strukturen oder einer unglücklichen Verkettung von Umständen zu erklären. Gerade was den ‘anderen’ unter den Umständen betrifft, ist den beiden Autorinnen eine Gattung Frau besonders ein Dorn im Auge: «Die Tatsache, dass sich eine fortgepflanzt hat, wird vor sich hergetragen wie ein Schild: Die Mutterschaft nicht als eine Facette des weiblichen Daseins, sondern als Definitionsmerkmal, als USP, als Auszeichnung und letztlich als Erlaubnis und Entschuldigung dafür, allenthalben Sonderbehandlungen einzufordern, erinnert nicht nur angenehm an das Mutterkreuz, das die Nazis an besonders gebärfreudige Frauen verliehen haben. Und ist ein Affront gegenüber all jenen Frauen, die dafür kämpften, dass unsereins nicht auf den Uterus reduziert oder aufgrund der Reproduktionsfähigkeit bemessen wird. Aufhören, bitte.»

Weiterlesen: www.infosperber.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Frauenbewegung – Vergangenheit und Zukunft mit Annett Gröschner und Erica Fischer

Der Lila-Podcast: Frauenbewegung – Vergangenheit und Zukunft mit Annett Gröschner und Erica Fischer

Nr. 139, 2019

Frauenbewegung – die wird in Deutschland in drei Wellen eingeteilt. Die erste begann Mitte des 19. Jahrhunderts, noch vor der Einführung des Frauenwahlrechts. Die zweite Welle wird mit dem berühmten Tomatenwurf von Sigrid Rüger verbunden: Ihr Zorn auf die Delegiertenkonferenz des SDS, die nicht auf die Wutrede von Helke Sander reagieren wollte, ließ sie Tomaten werfen. Die dritte Welle startet im 21. Jahrhundert, zu ihr zählen auch Netzfeministinnen wie wir hier beim Lila Podcast.

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»Gespräch

Silence No Longer: Artivism of Ashmina

Silence No Longer: Artivism of Ashmina

Samstag, 20. April 2019, 18.30 Uhr, Zürich

Die Künstlerin und Aktivistin Ashmina Ranjit aus Nepal erzählt uns an diesem Abend über ihre persönliche/politische Reise in den letzten 30 Jahren als Feministin in einer patriarchalen Gesellschaft.

Ashmina Ranjit

Weitere Informationen: www.fraum.ch / http://ashminaranjit.com

»Audio

Der Lila-Podcast: Streik! Wieso der 8. März wieder zum Kampftag werden muss

Der Lila-Podcast: Streik! Wieso der 8. März wieder zum Kampftag werden muss

Nr. 138, 2019

Am 8. März 2019 wurde deutschlandweit zum Frauenstreik aufgerufen. Eine der Organisatorinnen in München war und ist Penelope Kemekenidou. Susanne spricht einen Monat danach mit ihr über die Arbeit, die dem Frauenstreik vorausging und vor allem über die Arbeit, die nun diesem Anfang folgt.

Denn dass Menschen, allen voran die Frauen, wieder auf die Straße gehen, streiken, für einen radikalen gesellschaftlichen Wandel einstehen, ist recht neu bzw. erlebt ein Revival. Viele Jahre, Jahrzehnte waren Demos Folklore, die an bestimmten Feiertagen durchgezogen wurde. Kann das Streiken, können Demos denn aber in Zukunft etwas an den Verhältnissen ändern?

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»TV

Frauen am Berg

Frauen am Berg

Donnerstag, 18. April 2019, 20.05-21.05 Uhr, SRF 1

«Wie sind die denn so, diese Frauen?» Diese Frage kennen die angehende Bergführerin Ariane und die erfahrene Führerin Annina. Denn im Beruf des Bergführers sind sie bis heute rar geblieben: die Frauen. Gegen 1300 Bergführer arbeiten in der Schweiz, nur 38 davon sind Frauen. Ein Film von Caroline Fink.

Frauen am Berg

Weitere Informationen: www.srf.ch

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Fetisch Mutterschaft

Fetisch Mutterschaft

entdeckt im April 2019

Nichts wird Frauen so übel genommen, wie wenn sie sich der Fortpflanzung verweigern. Dabei zeigt die Forschung: Es ist vollkommen natürlich, keine Kinder zu wollen.

Verena Brunschweiger ist derzeit vermutlich die meistgehasste Frau Deutschlands. Die Gymnasiallehrerin schrieb ein Buch, das «Kinderfrei statt kinderlos» heisst, ein Pamphlet, in dem sie erklärt, sich gegen Nachwuchs entschieden zu haben. Als Feministin. Und der Umwelt zuliebe. Die Wogen gingen hoch.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch (pdf)

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Verbündet euch!

Verbündet euch!

entdeckt im April 2019

Interview: Wie muss ein Feminismus aussehen, der mehr als den Kampf um Identitäten im Blick hat?

Seit Simone de Beauvoir hat sich viel getan in der Theoriebildung um den Feminismus. Statt Klassenpolitik und Kapitalismuskritik spielt derzeit mehr denn je die Identitätsfrage eine Rolle. Profeministisch – das scheint aktuell eher etwas, das man ist und weniger etwas, wonach man handelt. Die Herausgeberinnen des Bandes „Materializing Feminism“ wollen dem etwas entgegensetzen. Im Gespräch erörtern sie die Wirksamkeit von Frauenstreiks, betonen die Notwendigkeit von Beziehungen und rechnen ab mit der Idee, dass Frauen im Kapitalismus lediglich mit männlichen Privilegien ausgestattet werden müssen – anstatt diese gänzlich abzuschaffen.

Weiterlesen: www.freitag.de

»DVD

Speak up

Speak up

entdeckt im April 2019

Ein Film von Amandine Gay

Durch SPEAK UP erheben europäische schwarze Frauen ihre Stimme: Der Film konzentriert sich dabei auf die kollektiv erlebte Diskriminierung schwarzer Frauen und den Kampf, sich das allgemein geltende Narrativ anzueignen: Also selbst zu definieren, was eine schwarze weibliche Perspektive ausmacht!

Weitere Informationen: https://absolutmedien.de

»Audio

Der Lila-Podcast: Kampfgeist! Julia Fritzsche über eine neue linke Bewegung

Der Lila-Podcast: Kampfgeist! Julia Fritzsche über eine neue linke Bewegung

Nr. 137, 2019

Um Kampfgeist geht es in dieser Folge: Barbara Streidl hat mit Julia Fritzsche über eine neue linke Erzählung gesprochen, die «tiefrot» und «radikal bunt» sein kann: So heißt Julias Buch, das im März als Nautilus Flugschrift erschienen ist und Denkanstöße hinsichtlich Care-Arbeit, Frauenstreik, dem Umgang mit Flüchtenden aber auch der Frage nach einer angemessenen Sprache rund um diese Themen gibt. Müssen wir wirklich von «Post-Wachstum» sprechen (und dabei das «Wachstum» erwähnen) und nicht von einem «maßvollen Wirtschaften», einem «Wirtschaften der Genügsamkeit»?

Kampfgeist zeigt auch Antje Schrupp bei der «David gegen Goliath»-Geschichte des satirischen feministischen Magazins «Aspirina» gegen den Konzern Bayer: «Aspirina» heißt heute Erbacce, das Magazin hat seinen früheren Namen zwar verloren, moralisch aber gegen Bayer gewonnen, erklärt Antje.

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»Audio

Der Lila-Podcast: Zwei Männer unterhalten sich

Der Lila-Podcast: Zwei Männer unterhalten sich

Nr. 136, 2019

Auf der Podcast-Konferenz «Subscribe10», die gerade in Köln stattfand, luden sich Katrin und Susanne vier Podcasterinnen und eine Kulturwissenschaftlerin auf die Bühne ein, um mit ihnen über Vielfalt zu sprechen. Vanessa Vu und Minh Thu Tran vom Podcast «Rice and Shine», Maxi Haecke und Alice Hasters von «Feuer & Brot» und Mithu Sanyal sprachen darüber, warum es vielfältigere Podcasts geben sollte und warum wir bei einem Medium, das als offen für alle gilt, trotzdem die recht einheitliche, männliche, weiße Podcastlandschaft haben, die wir heute sehen.

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»Filmreihe Wybernet

Emilie Lieberherr – die Kämpferin

Emilie Lieberherr – die Kämpferin

Donnerstag, 4. April 2019, ab 19.00 Uhr, Zürich

(DOK-Film von SRF 1, 2011, 50 Minuten)

Meist war sie die Erste: Emilie Lieberherr, aufgewachsen in Erstfeld – als Eisenbahnertochter. Das erste Mädchen, das im Kanton Uri eine Matur machte und die erste Urnerin, die an der Uni studierte. Die erste Konsumentenschützerin. Die erste Zürcher Stadträtin. Die erste Ständerätin der Sozialdemokraten. Aber auch die erste Politikerin, die wieder aus der SP geworfen wurde. Eine sperrige Politikerin. Und eine der ersten Schweizerinnen, die öffentlich mit einer Frau zusammenlebte.

Emilie Lieberherr starb am 3. Januar 2011 im Alter von 86 Jahren in Zollikerberg ZH. SRF zeigte diesen «DOK» zur Erinnerung an die populäre und engagierte Politikerin.

Emilie Lieberherr

Roter Raum
Bremgartnerstr. 18
8003 Zürich

Bar ab 19 h, Filmbeginn 19.30 h Eintritt frei, Kollekte

»Tagung

Soziale Absicherung und Gender

Soziale Absicherung und Gender

Samstag, 30. März 2019, 12.15–16.45 Uhr, Bern

Die Veranstaltung hat zum Ziel, über die Aspekte der sozialen Absicherung mit Genderfokus zu informieren, auf Armutsfallen aufmerksam zu machen und für mehr Gleichstellung im Sozialversicherungssystem der Schweiz zu mobilisieren.

Wir wollen politische Forderungen diskutieren, entwickeln und Raum für Utopien schaffen. Auch sollen die Teilnehmer*innen hilfreiche Tipps für die individuelle Absicherung mit auf den Weg bekommen.

Weitere Informationen: www.postbeijing.ch

»Veranstaltung

Rotes Palaver 36: Malerei und Fotografie

Rotes Palaver 36: Malerei und Fotografie

Donnerstag, 27. März 2019, ab 18.30 Uhr, Zürich

Unterschied der Gesten

Wir setzen unsere Reihe ROTES KUNST PALAVER mit einer Besprechung der Arbeiten von zwei Künstlerinnen fort: Laura Letinsky, L'EMPRISE DU TEMPS, Muséee des Beaux-Art Le Locle (bis 26.5.2019) und Maija Luutonen, PATCH, im Pasquart Centre d'Art, Biel (bis 31.3.2019).

Weitere Informationen: www.frauenimzentrum.ch

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Frauen und Geld

Frauen und Geld

entdeckt im März 2019

Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe von moneta, dem Magazin der Alternativen Bank

Es ist noch immer nicht geschafft: Lohngleichheit, die gerechte Verteilung von unbezahlter Arbeit, eine familienfreundliche Arbeitswelt. Warum ist das so? Und was kann die Wirtschaft zu einer egalitären Gesellschaft beitragen?

Weiterlesen: www.moneta.ch

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Nationalrat kippt Eizellenspende

Nationalrat kippt Eizellenspende

entdeckt im März 2019

Heute Dienstag sprachsich der Nationalrat mit einer deutlichen Mehrheit (108 zu 62 Stimmen bei 9 Enthaltungen) gegen die Legalisierung der Eizellenspende aus. Der politische Vorstoss von Rosmarie Quadranti (BDP/ZH) war schon länger hängig. Der Bundesrat spielt nun auf Zeit – und biorespect setzt alles daran, dass die Eizellenspende auch weiterhin verboten bleibt.

Die Leihmutterschaft ist einer der letzten Bereiche der Reproduktionsmedizin, der in der Schweiz noch immer verboten ist. Auch der erste Schritt in Richtung Legalisierung –die Zulassung der Eizellenspende – soll vorerst weiterhin verboten bleiben. Seit etwas mehr als einem Jahr lag die entsprechende Motion auf Eis: Rosmarie Quadranti (BDP) forderte dort gemeinsam mit weiteren ParlamentarierInnen, die Eizellenspende zu erlauben. Nicht zuletzt mit dem fadenscheinigen Argument, dass weibliche Keimzellen nicht diskriminiert werden dürften – immerhin sei die Samenspende seit fast 20 Jahren erlaubt. Zusätzlich wurde vom Bundesrat verlangt, das Fortpflanzungsmedizingesetz auf einen möglichen weiteren Änderungsbedarf hin zu untersuchen.

Weiterlesen: www.biorespect.ch (pdf)

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Der Lila-Podcast: Warum Frauen Rechtspopulisten gut finden – mit Elisa Gutsche

Der Lila-Podcast: Warum Frauen Rechtspopulisten gut finden – mit Elisa Gutsche

Nr. 135, 2019

In ganz Europa haben die Rechtspopulisten in den vergangenen Jahren starken Zuwachs erfahren – auch und gerade von Frauen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat dazu eine Studie über 6 europäische Länder vorgelegt: «Triumph der Frauen». Sie versucht herauszufinden, was Frauen in Schweden, Deutschland, Frankreich, Ungarn, Polen und Griechenland dazu bringt, rechten Parteien anzuhängen. Wie sieht es aus, das «Female Face» der Rechtspopulisten?

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»Audio

Der Lila-Podcast: Frauenstreik und ein Biberfell untenrum

Der Lila-Podcast: Frauenstreik und ein Biberfell untenrum

Nr. 134, 2019

Katrin Rönicke und Barbara Streidl blicken zurück auf den 8. März 2019, der mit Frauenstreik und Festakten besonders geglänzt hat. Dann geht es weiter zu Caitlin Moran, die Katrin in Sachen #dieseFrau unbedingt empfehlen möchte …

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»Lesung

Dagmar Schifferli: Wegen Wersai

Dagmar Schifferli: Wegen Wersai

Freitag, 22. März 2019, 19.00 Uhr, Zürich

Eine gutbürgerliche Familie Mitte der sechziger Jahre in der Schweiz. Mattmark-Unglück im Wallis, Expo 64, Frankfurter Auschwitz-Prozess.

Familienausflüge mit dem Auto oder Sommerferien im Tessin ebenso wie Fremdenfeindlichkeit, repressive Erziehungsmethoden und streng geschützte Familiengeheimnisse. Doch weshalb soll Versailles an allem schuld sein?

Moderation: Madeleine Marti

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

»Filmtipp

Mimi Leder: On the Basis of Sex

Mimi Leder: On the Basis of Sex

ab Donnerstag, 21. Februar 2019 in den Kinos

Der aussergewöhnliche Aufstieg der stillen, aber unnachgiebigen Kämpferin Ruth Bader Ginsburg, gespielt von der Oscar nominierten Felicity Jones. In den 70er Jahren erkämpfte Ruth Bader Ginsburg gegen alle Widerstände bahnbrechende Gerichtsurteile zur Gleichstellung der Geschlechter, die sie zu einer Heldin der Frauenbewegung und zu einer weltbekannten Ikone machten.

Wann & wo: www.cineman.ch

»Buchvernissage

Frauen blicken auf die Stadt

Frauen blicken auf die Stadt

Mittwoch, 13. März 2019, 18.30–21.30, Zürich

Frauen blicken auf die Stadt. Architektinnen. Planerinnen. Reformerinnen.

In dem neuen Band zum Beitrag von Frauen an der Planung von Städten sind Schrift en und Projekte versammelt, die eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Stadt dokumentieren. Die Autorinnen und Autoren stellen städtebauliche Positionen aus Europa, den USA und China vor. In ausgewählten Quellentexten von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart kommen Theoretikerinnen wie Adelheid Poninska, Sibyl Moholy-Nagy und Myra Warhaft ig selbst zu Wort. Mit ihren Überlegungen zum Sozialengagement, zu Fragen des Wohnens, der Regionalplanung oder der Stadtbegrünung wird ein breites Panorama von mitunter auch kritischen Perspektiven zur Gestaltung von Städten eröffnet. So erweitert das Buch die Geschichte der Städtebautheorie um eine wesentliche Facette.

Dialogische Lesung mit Katia Frey, Marie-Anne Lerjen und Eliana Perotti

Frauen blicken auf die Stadt

Weitere Informationen: https://frau.sia.ch

»Retrospektive 2019 Berlinale

Selbstbestimmt

Selbstbestimmt

entdeckt im März 2019

Perspektiven von Filmemacherinnen

Das Filmschaffen von Regisseurinnen in der Zeit von 1968 bis 1999 ist Thema der Retrospektive der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Die von der Deutschen Kinemathek kuratierte Auswahl umfasste Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus der BRD vor und nach 1990 sowie aus der DDR.

Selbstbestimmt, Berlinale 2019

Weitere Informationen: https://absolutmedien.de

»Lesung

Jeannette Fischer stellt Bücher aus der Bibliothek vor

Jeannette Fischer stellt Bücher aus der Bibliothek vor

Montag, 11. März 2019, 19.00 Uhr, Zürich

Jeannette Fischer ist Psychoanalytikerin. Sie kuratierte Ausstellungen und machte Dokumentarfilme für das Fernsehen SRF. Letztes Jahr sind zwei Bücher von ihr erschienen: «Psychoanalytikerin trifft Marina Abramovic» und «Angst – vor ihr müssen wir uns fürchten».

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

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Feministische Kolumne «Mansplaining»

Feministische Kolumne «Mansplaining»

entdeckt im März 2019

Ja, alle Männer

Männlichkeit bringt Privilegien, die abschaffen muss, wer Gerechtigkeit will. Und nein: Das ist keine Einschränkung von Freiheiten. Es ist das genaue Gegenteil.

Die American Psychological Association (APA), einer der größten Psychologenverbände der Welt, hat kürzlich Richtlinien für die «Psychologische Arbeit mit Jungen und Männern» veröffentlicht. Die Psychologen warnen darin: «Beschränkte Vorstellungen von Männlichkeit, die Aggressivität, Homophobie und Frauenfeindlichkeit betonen, können Jungs dazu veranlassen, einen Großteil ihrer Energie in schädliches Verhalten umzulenken, wie Mobbing, Spott gegenüber Homosexuellen oder sexuelle Belästigung – und nicht in gesunde schulische und außerschulische Aktivitäten.» Männlichkeit sei dann schädlich, so die Psychologen, wenn sie die eigene Stärke überhöht, Frauen und andere Männer, die nicht den Rollenklischees entsprechen, hingegen abwertet.

Weiterlesen: www.sueddeutsche.de

»Audio

Der Lila-Podcast: Support Your Local Activists!

Der Lila-Podcast: Support Your Local Activists!

Nr. 133, 2019

Am 8. März streiken Frauen bundesweit – außer vielleicht in Berlin, da ist eh Feiertag. Und warum das nicht für alle toll, sondern gerade für viele Alleinerziehende auch ein bisschen doof ist, das bespricht Katrin mit Christine Finke, AKA @Mama_arbeitet, Autorin des Buches «Allein, alleiner, alleinerziehend».

Neben #ichstreike und dem Internationalen Frauentag stehen in dieser Sendung aber vor allem viele Menschen weltweit im Mittelpunkt, die tolle Arbeit leisten und die, wie die Pinkstinks und Deine Korrespondentin, dringend Unterstützung brauchen, damit diese Arbeit weitergehen kann.

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»8. März

Digitalkarma

Digitalkarma

Freitag, 8. März 2019, 18.40 Uhr, Zürich

Mit Fahrrad und Kamera durch Bangladesch

Der Film taucht ein in das Leben von Rupa, einer jungen Frau aus Bangladesch, die versucht, ihrer von den Traditionen vorgegebenen Bestimmung zu entkommen. Die Tee-Gärten in den nebligen Hügeln im Nordosten Bangladeschs bilden den Hintergrund ihrer Bemühungen. Mit ihrem Fahrrad, einer Kamera und ihren Fachkenntnissen nimmt sie ihr Leben in die Hand und erschliesst sich einen Weg in die Selbstbestimmung. Aber als ein Schicksalsschlag ihre Familie trifft, sieht sie ihre Freiheiten in Gefahr. Kann sie das fragile Gleichgewicht zwischen individuellen Wünschen und gesellschaftlichen Erwartungen aufrechterhalten?

Anschliessend Gespräch mit dem Regie-Duo.

Digitalkarma

Weitere Informationen: www.riffraff.ch, www.digitalkarma-film.ch

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Altes Frauenbild in neuem Medium

Altes Frauenbild in neuem Medium

entdeckt im März 2019

Erfolgreiche YouTuberinnen propagieren klassische Frauenthemen. Wer sie verlässt, verdient weniger und erhält mehr Hassnachrichten.

Die beliebtesten Frauen auf der Videoplattform YouTube sind jung und schlank und beschäftigen sich in ihren Videos mit Schönheit, Ernährung, Beziehungen, Mode und Haushalt. Dies geht aus einer Studie im Auftrag der MaLisa-Stiftung hervor. Stiftungsgründerinnen sind Schauspielerin Maria Furtwängler und ihre Tochter Elisabeth. Ein Forschungsteam der Universität Rostock und der Filmuniversität Babelsberg hat für die Studie in 1000 beliebtesten YouTube-Kanälen 2000 Videos detailliert analysiert und 14 YouTuberinnen in Interviews vertieft befragt.

Weiterlesen: www.infosperber.ch, https://malisastiftung.org

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Hannah Arendt: Der Fixstern am Himmel der politischen Theorie

Hannah Arendt: Der Fixstern am Himmel der politischen Theorie

entdeckt im März 2019

Hannah Arendt inspiriert immer wieder von neuem. Shoshana Zuboffs «Zeitalter des Überwachungskapitalismus» ist der jüngste Beweis.

An Hannah Arendt kommt niemand vorbei, der sich mit dem 20. Jahrhundert beschäftigt. Wenige haben mehr zum Verständnis dieses schrecklichen Säkulums beigetragen als die deutsch-amerikanische Politikwissenschaftlerin, Philosophin und Publizistin. Ihr Hauptwerk «Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft» von 1951 gehört zu den Klassikern der politischen Theorie. Eines ihrer bekanntesten Bücher ist das aus Reportagen hervorgegangene Werk über den Prozess gegen den SS-Mann und Holocaust-Logistiker Adolf Eichmann. Das 1963 publizierte Buch mit dem Titel «Eichmann in Jerusalem: ein Bericht von der Banalität des Bösen» löste aus verschiedenen Gründen heftige Kontroversen aus, nicht zuletzt wegen der Kombination des Banalen mit dem Bösen.

Weiterlesen: www.infosperber.ch, www.campus.de

»Veranstaltung

#family #friends #fools and more ...

#family #friends #fools and more ...

Freitag, 8. März 2019, ab 12.00 Uhr, Windisch

Dein Netzwerk macht dein Leben

Family, friends and fools – oft spricht man auch einfach von den drei F's.
Der Begriff wird gerne verwendet, wenn es um Unterstützung geht, finanzielle Unterstützung z.B. bei Crowdfunding-Aktionen. Dann seien es – so sagt man, fast etwas despektierlich – vor allem Familienmitglieder und Freunde, die Geld spenden. Ein Vorurteil, das einerseits nicht haltbar ist. Dank des Netzwerkes, das eine innovative Person hat und mobilisiert, gelangt sie mit ihrer Idee durch Crowdfunding an einen viel grösseren Zielgruppenkreis, kann neue Leute für ihr Projekt gewinnen und es dank der Unterstützung aller realisieren.
Andererseits haben Familie und Freunde einen wichtigen Einfluss darauf, wie junge Frauen ihr Leben und ihre Karriere planen. Während für die Wirtschaft viele Konzepte diskutiert werden, wie man zu einem höheren Frauenanteil in den oberen Kaderstufen kommt oder kommen könnte, wird das allernächste Umfeld – wohl als vermeintlich zu banal – kaum in seiner Bedeutung diskutiert. Hier hinkt die Gesellschaft hinterher.

Weitere Informationen & Anmeldung: www.businessandnetworkday.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Gesetzesänderungen sind immer Teamwork

Der Lila-Podcast: Gesetzesänderungen sind immer Teamwork

Nr. 132, 2019

ein Gespräch mit Maria Wersig

Prof. Dr. Maria Wersig ist Juristin und Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes. Susanne spricht mit ihr darüber, wie es eigentlich aussieht in Sachen Gleichberechtigung im juristischen Sinne. Sind alle Gesetze und Regeln schon so gestaltet, dass Männer und Frauen die gleichen Chancen und Entfaltungsmöglichkeiten haben?

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»Filmreihe Wybernet

Irène Schweizer

Irène Schweizer

Donnerstag, 7. März 2019, ab 19.00 Uhr, Zürich

(Dokumentarfilm von Gitta Gsell, Schweiz 2005, 75min.)

Musik war und ist ihr Leben. Die Zürcherin Gitta Gsell zeichnet in ihrem sensiblen Filmporträt den Lebensweg der berühmten Freejazzpionierin Irène Schweizer nach. Ebene eins zeigt die Musikerin als lebenslustige 60-Jährige, die zwar immer noch konzertiert, aber «am liebsten im eigenen Bett schläft». Ebene zwei zeigt Irène Schweizer als Musik-Virtuosin: während einer Tournee in Südafrika, bei einem Solokonzert in Berlin, bei diversen Auftritten mit anderen Musikern. Ebene drei schildert – ausgehend von Interviews mit Schweizer, Bekannten und Freunden und anhand einer Flut von Archivmaterialien – Karriere und Leben Schweizers, einer der ersten weiblichen Jazzerinnen Europas.

Irene Schweizer

Roter Raum
Bremgartnerstr. 18
8003 Zürich

Bar ab 19 h, Filmbeginn 19.30 h Eintritt frei, Kollekte
Weitere Filmabende: 4. April

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Zur Praxis des Abbruchs im späteren Verlauf der Schwangerschaft

Zur Praxis des Abbruchs im späteren Verlauf der Schwangerschaft

entdeckt im März 2019

NEK empfiehlt Massnahmen zur Sicherstellung einer hochstehenden und einheitlichen Versorgungsqualität

Abbrüche im späteren Verlauf der Schwangerschaft stellen alle Beteiligten vor grosse Herausforderungen, Unsicherheiten und Belastungen. Sie werfen zudem medizini-sche, rechtliche und ethische Fragen auf, die in der Schweiz bislang kaum thematisiert wurden. Die Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin (NEK) äussert sich dazu in ihrer jüngsten Stellungnahme.

Weiterlesen: www.nek-cne.admin.ch (pdf), Stellungnahme: www.nek-cne.admin.ch (pdf)

»Filmreihe Frauen

Persepolis

Persepolis

Donnerstag, 7. März 2019, 18.00 Uhr, Brugg

Die achtjährige Marjane erlebt 1979 die Folgen der Iranischen Revolution am eigenen Leib. Der Schah wird vertrieben, aber es kommt nicht wie erhofft zur Gründung einer Republik. Stattdessen ergreifen die Mullahs die Macht im Iran. Marjanes Familie, die eben noch auf der Seite der Revolutionäre stand, wird von den neuen Machthabern gnadenlos unterdrückt. Die Islamisierung des Staates schreitet unaufhaltsam voran. Wer sich dem widersetzt, landet im Gefängnis. Vor allem Frauen leiden unter der Revolution, sie dürfen nicht mehr ohne Kopftuch aus dem Haus. Als Jugendliche rebelliert Marjane auf ihre eigene Weise, mit Rockmusik und frechen Sprüchen. Um sie vor Schlimmeren zu bewahren wird Marjane von ihrer Mutter nach Wien geschickt, wo sie in einem katholischen Internat landet. Schon bald taucht sie in die dortige Subkultur ein. Aber ihre iranische Heimat lässt sie nie los. Für Marjanne steht fest, dass sie eines Tages zurückkehrt...

PERSEPOLIS basiert auf dem gleichnamigen, autobiografischen Comicromanen von Marjane Satrapi.

Anschliessend Filmgespräch mit Irène Kälin, Nationalrätin, Islamwissenschaftlerin und Annette Schindler, Direktorin Animationsfilmfestival Fantoche.

Weitere Informationen: www.odeon-brugg.ch

»Veranstaltungsreihe

Gender in der globalen Politik

Gender in der globalen Politik

Dienstag, 5. März 2019, 19.00 Uhr, Liestal

Stärken internationale Abkommen die Gleichstellung der Geschlechter?

Regierungen, NGOs und Unternehmen haben die Aufgabe, ein faires berufliches und persönliches Umfeld für Frauen und Minderheiten zu gewährleisten. Eine Grundlage dafür liefern internationale Konventionen. Doch sind diese wirklich nützlich für den Schutz und die Förderung der Rechte von Frauen und Minderheiten? Können sie ein gesellschaftliches Problem lösen? Im Rahmen der Tour de Suisse «Internationales Genf: die Welt in der Schweiz» wird foraus diese Fragen an einer von ExpertInnen für internationale Konventionen geführten Debatte zu beantworten versuchen.

Weitere Informationen: www.foraus.ch

»Buchvernissage

Rina Nissim: Eine zeitgemässe Hexe

Rina Nissim: Eine zeitgemässe Hexe

Sonntag, 3. März 2019, ab 15.00 Uhr, Zürich

Rina Nissim kommt nach Zürich in die frau*m an der Mattengasse 27 (FZ). Die Frauengesundheitsaktivistin; Mitbegründerin des Dispensaire des Femmes in Genf, dem ersten autonomen Frauengesundheitszentrum der Schweiz; ehemaliges Mitglied des Mouvement de Libération des Femmes Genf, Aktivistin der autonomen Frauen-/Lesbenbewegung der Romandie kommt für eine Buchvernissage nach Zürich.

Rina Nissim wird über ihre politische Arbeit in der Schweiz, in Indien und Zentralamerika berichten und ihr nun auch in Deutsch erschienenes Buch vorstellen. Anschliesssend: Diskussion und Apéro.

WEitere Informationen: www.fraum.ch

»Lesen

Emilie Lieberherr

Emilie Lieberherr

entdeckt im Februar 2019

Pionierin der Schweizer Frauenpolitik

50 Jahre nach dem Marsch auf Bern 1969 erscheint die Biografie einer der Pionierinnen der Schweizer Frauenpolitik: Emilie Lieberherr. Die unvergessliche Politikerin war auch eine der wichtigsten Vorkämpferinnen der Alterspolitik und der Drogenpolitik, die bis heute Gültigkeit haben.

Emilie Lieberherr

Weiterlesen: www.nzz-libro.ch

»Lesen

Professor X

Professor X

entdeckt im Februar 2019

Ein Architekturprofessor, der sich fehlverhält. Eine Hochschule, die ihn vom Vorwurf sexueller Belästigung entlastet. Und fassungslose Betroffene, die ein Crowdfunding starten.

«Er ist ein ambivalenter Charakter: hochgradig charismatisch und intelligent, im einen Moment dein charmanter Freund, im nächsten dein cholerischer Boss.» In einem Zürcher Café spricht Martin Meinberg* über Professor X und das, was er «die schlechteste berufliche Erfahrung meines Lebens» nennt. Meinberg gehört zu einer Gruppe ehemaliger Mitarbeitenden, die gegen den Architekturprofessor der ETH aussagten. Im Sommer 2018 wurden Vorwürfe sexueller Belästigung öffentlich. Im Herbst startete die Hochschule eine Disziplinaruntersuchung.

Am 29. Januar 2019 kommuniziert die ETH deren Abschluss: Der Bericht des externen Untersuchungsführers entlastet Professor X vom Vorwurf sexueller Belästigung. Doch sein Verhalten war nicht im Einklang mit dem ‹Compliance Guide› der ETH Zürich. Ein Kündigungsverfahren wird nicht eingeleitet, Professor X kündigt selbst per Ende Juli 2019. Die ETH entbindet ihn auf sein Ersuchen von seiner Lehrtätigkeit, damit er sich bis Ende Semester vollumfänglich dem Abschluss seiner Forschungsprojekte widmen kann.

Weiterlesen: www.hochparterre.ch

»Ausstellung

Miriam Cahn: Ich als Mensch

Miriam Cahn: Ich als Mensch

Eröffnung: Donnerstag, 21. Februar 2019, Bern

In einer umfangreichen Gesamtschau, in der die wichtigsten Werkphasen vertreten sind, zeigt die Schweizer Künstlerin Miriam Cahn expressive Arbeiten auf Papier, farblich betörende Ölgemälde, monumentale Skulpturen, performative Videos und noch nie gezeigte Skizzenhefte in einer einzigartigen Chronologie und Themen überschreitenden Installation, die den klassischen Museumsbau zum sinnlichen Denkgebäude umdeutet sowie ihre inhaltlichen, motivischen und ästhetischen Leitlinien sichtbar macht. Viele Werke sind speziell für die Ausstellung entstanden oder sind Schlüsselwerke aus dem Besitz der Künstlerin.

Miriam Cahn

Miriam Cahn
meredith grey (gestern im TV gesehen)
15.7.15 2015, Öl auf Holz, 26 x 28 cm
Fotograf: Markus Tretter
Copyright: Miriam Cahn

Weitere Informationen: www.kunstmuseumbern.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: «Wir müssen nicht lieb sein»

Der Lila-Podcast: «Wir müssen nicht lieb sein»

Nr. 131, 2019

Julia Jäckel über Judith Butler und frauenpolitisches Engagement

Frauenpolitisches Engagement – was ist das eigentlich? Was machen wir in Sachen Vernetzung und Solidarität – und kann eine Frau überhaupt für andere Frauen stellvertretend sprechen? Darüber und über Judith Butler geht es im Gespräch mit Julia Jäckel.

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»Audio

Der Lila-Podcast: Kohle, Programmiererinnen, Geburten, #dieseFrau und schwierige Mitbewohner

Der Lila-Podcast: Kohle, Programmiererinnen, Geburten, #dieseFrau und schwierige Mitbewohner

Nr. 130, 2019

Wir haben wieder einige eurer Mails, Tweets und Kommentare aufgegriffen, um über all die Dinge zu sprechen, die euch im Moment beschäftigen.

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»Lesung

Melinda Nadj Abonji stellt Bücher aus der Bibliothek vor

Melinda Nadj Abonji stellt Bücher aus der Bibliothek vor

Montag, 18. Februar 2019, 19.00 Uhr, Zürich

Melinda Nadj Abonji schreibt Romane und Essays, performt Texte, spielt Geige und singt. Sie ist Trägerin des Deutschen und des Schweizer Buchpreises sowie weiterer Auszeichnungen. Aufgewachsen ist sie im jugoslawischen Bečej in der Vojvodina, heute lebt sie in Zürich.

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

»Veranstaltung

Die grosse Runde mit Corinne Mauch

Die grosse Runde mit Corinne Mauch

Donnerstag, 14. Februar 2019, 20.00 Uhr, Zürich

Corine Mauch (Gast) ist seit 2009 die Präsidentin der Stadt Zürich. Sie sagt: «Zürich ist sehr erfolgreich. Wichtig ist, dass alle davon profitieren können.» Darüber spricht sie mit Patti Basler, und auch, wie man es als Aargauerin und erste Frau an die Spitze einer Stadt wie Zürich schafft. Und wie sich das anfühlt. Und wo die Hindernisse liegen. Und ob sie noch zum Bassspielen kommt.

Weitere Informationen: https://kaufleuten.ch

»Lesen

Der Kanton Zürich geht konsequent gegen Gewalt an Frauen vor

Der Kanton Zürich geht konsequent gegen Gewalt an Frauen vor

entdeckt im Februar 2019

Der Regierungsrat hat gegenüber der Gewalt an Frauen eine ganz klare Haltung: Nulltoleranz. Entsprechend konsequent bekämpfen Polizei, Strafverfolgung und zivilgesellschaftliche Organisationen seit Jahren intensiv die Gewalt an Frauen im Kanton Zürich. Zusätzliche Massnahmen sollen die Situation weiter verbessern.

Gewalt an Frauen ist im Kanton Zürich auch im Jahr 2019 eine traurige Tatsache. Durchschnittlich 13 Mal pro Tag rücken die Polizeikräfte wegen Fällen von häuslicher Gewalt aus. Sicherheitsdirektor Mario Fehr und Jacqueline Fehr, Vorsteherin der Direktion der Justiz und des Innern, präsentierten am Donnerstag zusammen mit Fachfrauen aus den Bereichen Menschenhandel und Opferberatung das bereits bestehende enge Netz von Massnahmen gegen Gewalt an Frauen im Kanton.

Weiterlesen: www.zh.ch

»Theater

Bleu électrique

Bleu électrique

Dienstag, 12. Februar–Donnerstag, 14. Februar 2019, 20.00 Uhr, Zürich

2015 wurden die Beiträge des Bundes ans Gleichstellungsbüro gekürzt – die Mehrheit des Parlaments sieht die Gleichstellung von Mann und Frau in der Schweiz erreicht. In Unternehmen und im Parlament aber stagniert der Frauenanteil bei 30% oder ist rückläufig. Was würden Politikerinnen wie Liliane Uchtenhagen oder Elisabeth Kopp dazu sagen? Für sie war der öffentliche Einsatz für Gleichberechtigung unabdingbar.

Die Schweiz 2035. Eine Alt-Nationalrätin bricht bei ihrer früheren Kontrahentin ein, um sie für eine Protestaktion gegen eine frauenfeindliche Volksinitiative zu gewinnen. Aber die beiden geraten aufgrund ihrer unterschiedlichen politischen Überzeugungen aneinander. Werden die Politpionierinnen für die gemeinsame Sache auf die Barrikaden steigen?

«Bleu électrique» lässt Schweizer Frauengeschichte Revue passieren und wirft Fragen zur Gleichstellung heute auf.

Bleu electrique

Weitere Informationen & Tickets: https://winkelwiese.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Männer, Frauen, Rollenbilder?

Der Lila-Podcast: Männer, Frauen, Rollenbilder?

Nr. 129, 2019

Wann ist ein Mann ein Mann? Muss eine Frau glänzendes Haar haben? Können Männer mehr als Erzeuger sein, auf dem Pavianfelsen sitzen und Frauen finden, die ihnen zujubeln? Barbara Streidl spricht mit Hajo Schumacher und Karin Heisecke über Rollenbilder.

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»Lesen

Der zweite Tod der Rosa Luxemburg

Der zweite Tod der Rosa Luxemburg

entdeckt im Februar 2019

Bis heute wird verschwiegen: Waffenbauer Emil G. Bührle hat als junger Offizier 1919 in Berlin die Ermordung indirekt ermöglicht.

Am 15. Januar 1919 wurde die Linkssozialistin, Antimilitaristin und Vordenkerin Rosa Luxemburg durch Offiziere unter dem Kommando des Freikorpsführers Waldemar Pabst ermordet. Ihre Leiche wurde in den Berliner Landwehrkanal geworfen.

Hundert Jahre später wurden im Zusammenhang mit diesem Ereignis auch in der Schweiz Artikel veröffentlicht. Im «Tagesanzeiger» wurde etwa beschrieben, wie sie hier den gebürtigen Deutschen Gustav Lübeck kennenlernte, den sie aus Zweckmässigkeit heiratete um die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Die «NZZ» wiederum widmete unter dem Titel «Asyl für einen Nazi-Verbrecher» Waldemar Pabst einen Text. Pabst hat sich, als sich die Niederlage des Dritten Reiches abzeichnete, in die Schweiz abgesetzt und konnte sich dank der Protektion einflussreicher schweizerischer Figuren der drohenden Festnahme durch die Allierten entziehen.

Weiterlesen: www.infosperber.ch

»Filmreihe Wybernet

Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992

Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992

Donnerstag, 7. Februar 2019, ab 19.00 Uhr, Zürich

(D 2012, E/D/d/e, 79 Minuten)

Auch zwanzig Jahre nach ihrem Tod ist der Einfluss der Schriftstellerin und Aktivistin Audre Lorde auf die afroamerikanischen, feministischen und queeren Bewegungen außerordentlich lebendig. Sie bezeichnete sich selbst als black lesbian feminist mother poet warrior (schwarz, lesbisch, Feministin, Mutter, Dichterin, Kriegerin). Zum ersten Mal erlauben persönliche Video- und Audioaufzeichnungen von Dagmar Schultz einen tiefen Blick in das Leben der privaten Audre Lorde, lassen aber auch Mitstreiter, Studierende und Freunde zu Wort kommen. Das außergewöhnliche Porträt wurde im Panorama der Berlinale 2012 uraufgeführt.

Audre Lorde

Roter Raum
Bremgartnerstr. 18
8003 Zürich

Bar ab 19 h, Filmbeginn 19.30 h Eintritt frei, Kollekte
Weitere Filmabende: 7. März // 4. April

»TV

Laura Liswood: Frauen an die Macht!

Laura Liswood: Frauen an die Macht!

entdeckt im Februar 2019

Laura Liswood ist Gründerin und Generalsekretärin des «Council of Women World Leaders». Sie kennt die mächtigsten Frauen der Welt persönlich, etwa Angela Merkel oder Theresa May. Yves Bossart spricht mit ihr über Frauen in Führungspositionen und fragt, warum es nur so wenige gibt.

Sternstunde Philosophie

Sendung schauen: www.srf.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Sexuell verfügbar? Mit Caroline Rosales

Der Lila-Podcast: Sexuell verfügbar? Mit Caroline Rosales

Nr. 128, 2019

Caroline Rosales hat ein Buch über die sexuelle Verfügbarkeit von Frauen geschrieben – die tatsächliche oder vermeintliche, und der Klappentext ihres Buches bringt es ganz schön auf den Punkt: «Caroline Rosales erzählt nah an ihrer eigenen Geschichte, wie bereits kleine Mädchen darauf konditioniert werden, lieb und höflich zu sein und dem Onkel doch ein Küsschen zu geben. Und wie aus diesen Mädchen Frauen werden, die mehr auf das Gegenüber achten als auf sich selber.»

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Wir haben einen Systemfehler

Wir haben einen Systemfehler

entdeckt im Februar 2019

SRF-Ökonomin Patrizia Laeri will mehr Frauen in der Spitzenwirtschaft, im Bundeshaus, auf Wikipedia. Interview des Tages-Anzeigers

Warum braucht es «Frauen für Wikipedia»?
Ungefähr 85 Prozent der Biografien auf Wikipedia sind Männern gewidmet, 90 Prozent aller Einträge wurden von Männern verfasst. Nun ist Wikipedia aber nicht irgendeine Website, sondern die wichtigste Informationsseite der Welt. Wenn man jemanden googelt, erscheint zuerst der Wikipedia-Eintrag – oder eben nicht. Es geht mir darum, Frauen besser sichtbar zu machen. Ich will nicht jammern, sondern Einfluss nehmen.

Männer dominierten die Geschichte. Logisch, dass es mehr Männer-Einträge auf Wikipedia gibt.
Die Bedeutung der Frauen wurde und wird konsequent geschmälert. Wie sich dieser männliche Blick zeigt? Vor kurzem gabs auf Wikipedia mehr Einträge zu Pornodarstellerinnen als zu Schriftstellerinnen. Die Einträge zu den Frauen sind durchschnittlich kürzer, drehen sich öfters ums Private, ums Mutter- oder Ehefrau-Dasein. Da werden uralte Rollenbilder tradiert. Dazu kommt das Phänomen des elitären Hackens. So wollten männliche Wikipedia-Mitarbeiter Donna Strickland einen Eintrag verwehren. Ihre wissenschaftliche Arbeit sei zu wenig relevant. Donna Strickland ist, muss man wissen, Nobelpreisträgerin für Physik.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch

»Kabarett

Hazel Brugger: Première neues Soloprogramm

Hazel Brugger: Première neues Soloprogramm

Freitag, 1. Februar 2019, 20.00 Uhr, Luzern

Hazel Brugger brüskiert und berührt virtuos und stets bescheiden. Sie kreiert wilde Geschichten aus dem Nichts und findet schöne Worte für das Hässliche. Mit ihrem verspielten Charme penetriert sie kompromisslos die Psyche jedes Zuschauers – und der hat auch noch Spaß daran. Schonungslos, detailverliebt und mit viel Herz zerlegt Hazel Brugger die Welt in Einzelteile. Und führt ihr Publikum dabei stets über einen schmalen Grat, mal still, mal wild, aber immer sehr komisch.

Hazel Brugger

Weitere Informationen & Tickets: hazelbrugger.ch

»Audio

Der Lila-Podcast: Haare auf den Zähnen haben ist gut – Women's Marches und die Shine Theory

Der Lila-Podcast: Haare auf den Zähnen haben ist gut – Women's Marches und die Shine Theory

Nr. 127, 2019

Auf den weltweiten Women’s Marches gab es dieses Jahr jede Menge kalte Füße – und Probleme aufgrund der Neigungen einiger US-Organisatorinnen zur afro-amerikanischen Religionsbewegung «Nation of Islam».

In den USA wird derzeit viel über zwei demokratische Politikerinnen diskutiert, einmal Alexandria Ocasio-Cortez, jüngste Frau des Repräsentantenhauses, und dann Nancy Pelosi, neue demokratische Sprecherin des Hauses. Sie zeigt Donald Trump ihre «Haare auf den Zähnen»! Pelosi ist 78 – eine ältere Frau, «who roar», etwas, das auch Jane Fonda und Lily Tomlin in der Serie «Grace and Frankie» auf ganz sehenswerte Art und Weise machen.

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»Lesung

Monika Stocker: «Zürich von unten, Geschichte und Geschichten»

Monika Stocker: «Zürich von unten, Geschichte und Geschichten»

Montag, 28. Januar 2019, 19.00 Uhr, Zürich

Vorschau. Weitere Infos folgen

Weitere Informationen: www.buecherraumf.ch

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Der Lila-Podcast: Medizinische Absonderlichkeiten und vermeintlich gute Verbrechen

Der Lila-Podcast: Medizinische Absonderlichkeiten und vermeintlich gute Verbrechen

Nr. 126, 2019

Alisa Tretau und Magdalena Jagelke über Mutterschaft

«Ich bin schwanger» – diesen Satz erwarten wir in der Regel von einer Frau, die Mutter wird. Dass es diesen Satz aus dem Mund von Transmenschen auch gibt, und dass es sogar seine Umkehrung gibt, «ich bin unschwanger», darüber spricht Alisa Tretau mit Barbara Streidl. Tretau ist Herausgeberin des Buches «Nicht nur Mütter waren schwanger».

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»Frauenstreik

Frauenstreik: Manifest

Frauenstreik: Manifest

entdeckt im Januar 2019

In Erwägung, dass wir Teil einer globalen Bewegung von Frauen sind, die sich gegen die Zumutung der kapitalistischen Zerstörung unseres Lebens zur Wehr setzen… sagen wir: Managementtools aus der Güterproduktion gehören nicht in den Care-Sektor!

Weiterlesen: www.fraum.ch (pdf)

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Paradigmenwechsel im Sexualstrafrecht

Paradigmenwechsel im Sexualstrafrecht

Donnerstag, 24. Januar 2019, 18.00 Uhr, Zürich

In kaum einem anderen Bereich halten sich alt­hergebrachte Vorstellungen über Geschlech­ter­verhältnisse so hartnäckig wie im Bereich der sexuellen Gewalt. Auch das Sexualstraf­recht spiegelt diese Vorstellungen teilweise noch deutlich wieder. Dies trifft insbesondere auf die Definition des Tatbestands der Vergewaltigung zu. Die lau­fende Strafrechtsrevi­sion will das ändern.

Diese Reform geht der Juristin Nora Scheidegger jedoch zu wenig weit, wie sie in ihrer kürzlich erschienenen Dissertation darlegt.

Weitere Informationen & Anmeldung: www.stadt-zuerich.ch

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Für mehr böse Kapitalistinnen!

Für mehr böse Kapitalistinnen!

entdeckt im Januar 2019

Frauenquote: Mehr Frauen in den Aufsichtsräten sind zwar keine gute Sache für den Klassenkampf – aber für den Feminismus

Die meisten Linken können mit einem «Managerinnen-Barometer» nicht viel anfangen. Auch linke Feministinnen nicht. Das Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) erhebt den Frauenanteil in deutschen Unternehmen und zeigt aktuell, dass er in den Aufsichtsräten der 100 umsatzstärksten Unternehmen dank Quote um gut drei Prozent auf 28,4 Prozent gestiegen ist. «Na und? Was kümmert uns der Frauenanteil in Großunternehmen, während Pflegerinnen zu Dumpinglöhnen arbeiten?», fragen linke Feministinnen, und überhaupt: «Was kümmert uns die Zusammensetzung in kapitalistischen Unternehmen, wo wir den ganzen Kapitalismus ablehnen?» Dabei ist die Frauenquote eine gute Sache. Nicht für den Antikapitalismus. Aber für den Feminismus.

Weiterlesen: www.freitag.de

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Frauen zertrümmern Rollenklischees

Frauen zertrümmern Rollenklischees

entdeckt im Januar 2019

Gespaltene Reaktionen: Die Werbung zeigt Frauen ohne die alten Rollenbilder. Models tragen Kleider mit feministischen Botschaften.

Im Herbst sorgte ein Werbespot des US-Sportartikelherstellers Nike über die Landesgrenzen von Mexiko hinaus für Aufsehen. Er zeigt, wie eine junge Frau zusammen mit anderen jungen Frauen unter dem Slogan «Juntas Imparables» (Zusammen unaufhaltsam) Rollenklischees, sexistische Männer und frauenfeindliche Schönheitsideale überrennt. In Brasilien hat der Getränkehersteller Schweppes ein Kleid mit Sensoren versehen und damit gemessen, wie oft drei Frauen in einem Club ungewollt angefasst werden.

Weiterlesen: www.infosperber.ch

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Women's March 2019

Women's March 2019

Samstag, 19. Januar 2019, 18.00 Uhr, Zürich
«The Women's Wave is coming»
zum Thema «Ende der Gewalt an Frauen*»

Wir versammeln uns in Zürich am Helvetiaplatz. Polizeilich bewilligt.

Beleuchten wir die dunklen Strassen mit Lampions und Fackeln!

Weitere Informationen: https://womensmarchglobal.org

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Der Lila-Podcast: An dem Wort «Quote» arbeiten sich ganz viele ab

Der Lila-Podcast: An dem Wort «Quote» arbeiten sich ganz viele ab

Nr. 125, 2019

Gespräch mit FidAR-Präsidentin Monika Schulz-Strelow

Seit über zehn Jahren setzt sich FidAR (das ist kurz für «Frauen in die Aufsichtsräte») für mehr Frauen in Führung ein und Präsidentin Monika Schulz-Strelow war von Anfang an mit dabei. Zusammen mit Katrin blickt sie zurück auf die Anfänge: Zuerst wollte man mit den Männern gemeinsam ohne Quote einen Weg finden, dann lernte man, dass es mit freiwilligen Selbstverpflichtungen allein nicht getan ist. Sie knüpften viele Netze, arbeiteten über alle Parteien hinweg nah am Parlament und halten enge Kontakte mit den Unternehmen – und so ist es gelungen, breite Bündnisse zu formieren, die Quote für Aufsichtsräte zu erkämpfen und mehr und mehr für Frauen – und auch Männer! – in Führung zu tun.

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Der Lila-Podcast: Feministinnen beim Kaffeeklatsch

Der Lila-Podcast: Feministinnen beim Kaffeeklatsch

Nr. 124, 2019

Je unübersichtlicher die Welt da draußen ist, desto mehr ziehen sich die Menschen ins Private zurück.

Und weil es gerade jetzt zu Weihnachten und Silvester wahrscheinlich bei den meisten von euch sehr gemütlich und privat zuging, sprechen Katrin und Susanne (noch mal) über die neue Häuslichkeit. (Wiederholung von 2015)

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Schon 36'000 Unterschriften gegen die «weibliche Scham»

Schon 36'000 Unterschriften gegen die «weibliche Scham»

entdeckt im Januar 2019

Sprache schaffe Wirklichkeit: Statt «Schamlippen» soll der Duden für den lustvollen Körperteil den Begriff «Vulvalippen» aufnehmen.

Den Initiantinnen einer öffentlichen Petition geht es um den Begriff «Schamlippen», für den es im Duden keine Alternative gibt. Mit «Schamlippen» bezeichnet man die Hautfalten der Vulva. Diese umfasst die äusseren weiblichen Geschlechtsorgane. Die Journalistin Gunda Windmüller und die Autorin Mithu Sanyal schlagen «Vulvalippen» als neue Bezeichnung vor. Mit einer Petition rufen sie dazu auf, diesen Begriff zu verbreiten. Bis Anfang Januar kamen bereits fast 36'000 Unterschriften zusammen.

Weiterlesen: www.infosperber.ch

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Der Lila-Podcast: Zwei Kinder, drei Mütter – Familie 2.0 mit Jochen König

Der Lila-Podcast: Zwei Kinder, drei Mütter – Familie 2.0 mit Jochen König

Nr. 123, 2018

Hinter uns liegt Weihnachten, das christliche Fest, das oft mit Worten wie «Liebe», «Besinnlichkeit» oder auch «Familie» in Zusammenhang gebracht wird. Und um letzteres soll es in dieser Folge gehen – aber nicht um die klassische Kernfamilie aus Vati, Mutti und Nachwuchs, sondern um neue Modelle. Getreu dem Motto «Familie ist, wenn alle zusammen halten» hat Jochen König eine Familie, zu der neben ihm zwei Töchter und drei Mütter gehören. Darüber hat er Bücher geschrieben. «Fritzi und ich» war sein erstes Buch und «Mama, Papa, Kind?» das zweite. Jochen schreibt in seinem Blog über dieses Familienleben 2.0. Übers Vatersein und über Beziehungen. Über Sex und Sexismus.

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»Filmreihe Wybernet

Die geheimen Tagebücher der Anne Lister

Die geheimen Tagebücher der Anne Lister

Donnerstag, 10. Januar 2019, ab 19.00 Uhr, Zürich

(GB 2010, E/D/d, 90 Minuten)

TV-Drama über die 1791 geborene und 1840 gestorbene Anne Lister - eine Großgrundbesitzerin, Industrielle und Reisende aus Yorkshire. Anne Lister gilt aufgrund ihres Selbstbewusstseins und ihres Lebensstils als «erste moderne lesbische Frau». Ihre Freundin nannte sie «Fred»; die Bewohner ihres Wohnorts Halifax sprachen von ihr als «Gentleman Jack». 
Vor der Öffentlichkeit musste sie ihre Lebensweise verbergen - anvertrauen konnte sie sich nur ihrem Tagebuch, das sie mit einem Geheimcode verschlüsselte. Fast zwei Jahrhunderte dauerte es, ehe der Code geknackt und ihre gut geschützten Aufzeichnungen veröffentlicht werden konnten.

Anne Lister

Roter Raum
Bremgartnerstr. 18
8003 Zürich

Bar ab 19 h, Filmbeginn 19.30 h Eintritt frei, Kollekte
Weitere Filmabende: 24. Januar // 7. Februar // 7. März // 4. April

»Kampagne

Helvetia ruft!

Helvetia ruft!

bis Sonntag, 20. Oktober 2019, Schweiz

Eine Regierung und ein Parlament, der nur oder grossmehrheitlich Männer angehören, repräsentiert unsere Bevölkerung nicht. Aber gerade das ist der Anspruch unseres Konkordanzsystems - die Bevölkerung soll sich in den Parlamenten und Regierungen wiedererkennen. Das finden wir richtig, davon wollen wir mehr!

Helvetia ruft!

Weitere Informationen: www.helvetia-ruft.ch