News – aus dem Netz gefischt

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«Warum geht eine Frau mit einem Mann mit, obwohl sie nicht will?»

«Warum geht eine Frau mit einem Mann mit, obwohl sie nicht will?»

entdeckt im Januar 2020

Philosophin Svenja Flasspöhler hinterfragt #MeToo. Sie empfiehlt den Frauen mehr Selbstkritik – und mehr Selbstbewusstsein.

Wie gehts dem Feminismus?

Der Feminismus ist so präsent wie nie, #MeToo sei Dank. Die Qualität der Debatte ist allerdings zweifelhaft. Mir ist sie derzeit zu unterkomplex.

Wie meinen Sie das?

Es geht bei #MeToo zentral darum, was diese Frau erfahren, was jene Frau empfunden hat. Das hat eine Berechtigung, aber Gefühle allein reichen nicht, um den Feminismus, das Geschlechterverhältnis voranzubringen. Was fehlt, ist die Reflexion: Was meint denn «Me too», «Ich auch»? Was sind das für Situationen, die beschrieben werden? Hatte ich als Frau Handlungsmöglichkeiten, die ich nicht genutzt habe? Was hat die eigentümliche Passivität mit alten Weiblichkeitsbildern zu tun, die wir immer noch in uns tragen? Hier sieht man schnell: Dem gegenwärtigen Feminismus fehlt es an Theorie. Er ist geschichtsvergessen. Simone de Beauvoir, Hélène Cixous, Judith Butler: Auf ihren Werken kann man doch aufbauen.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch

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Die tragische Sanftmut der Frauen

Die tragische Sanftmut der Frauen

entdeckt im Januar 2020

Wut ist ein wertvolles Gefühl. Zeit, dass auch Frauen es sich zugestehen.

Die einzige gesellschaftlich legitimierte Wut von Frauen ist der sogenannte Zickenkrieg. Wenn es um die Gunst von Männern geht, dürfen sie ein bisschen «die Krallen zeigen». Die TV-Sendung «Der Bachelor», wo Frauen leicht bekleidet um einen Macker buhlen, zelebriert dies wöchentlich.

Hier soll von einer anderen Variante des weiblichen Zorns die Rede sein: von demjenigen, den Frauen aufgrund von alltäglichem Sexismus, sexuellem Missbrauch und Gewalt empfinden. Es soll gezeigt werden, dass die Zensur dieser Wut genauso demütigend ist wie die ursprüngliche Verletzung. Die amerikanische Psychiaterin Jean Baker Miller erwähnte bereits in den frühen 1990er-Jahren, dass die Wut der Frauen offenbar zu den grössten gesellschaftlichen Tabus gehört – sie fand damals kaum wissenschaftliche Literatur darüber. Grund dafür, so folgerte sie, müsse eine tiefe kulturelle Angst sein: Während Männer sich täglich in Wettbewerb und Konfrontation beweisen müssten, seien Frauen in erster Linie für die Erfüllung von Bedürfnissen zuständig. Und wo kämen wir hin, wenn unsere Dienstleisterinnen die Fäuste erhöben, wenn die Hälfte der Menschheit sich nichts mehr bieten liesse?

Weiterlesen: www.dasmagazin.ch

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Obama irrt: Frauen sind nicht die besseren Politikerinnen

Obama irrt: Frauen sind nicht die besseren Politikerinnen

entdeckt im Januar 2020

Barack Obama hält Frauen für die besseren Führungskräfte, weil sie Frauen sind. Diese pauschale Behauptung ist Unsinn.

Der ehemalige US-Präsident sagte kürzlich an einem privaten Anlass zum Thema «Leadership»: «Frauen, ich will, dass ihr wisst, ihr seid nicht perfekt, aber ich kann unbestreitbar sagen, dass ihr besser als wir (Männer) seid.» Für die meisten Probleme auf der Welt seien «alte Männer» verantwortlich, die zu lange an ihren Machtpositionen festhalten. «Wenn in allen Staaten die Machtpositionen von Frauen belegt wären, dann würden wir signifikante Verbesserungen in ziemlich allen Bereichen sehen. Davon bin ich überzeugt», zitierte die BBC Obama.

Weiterlesen: www.frauensicht.ch

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Girlies Werk und Teufels Beitrag

Girlies Werk und Teufels Beitrag

entdeckt im Januar 2020

Charlies Angels - Heldinnen der Erlebnisgesellschaft: Das furiose Kino-Remake der TV-Serie «Drei Engel für Charlie»

«Women can do anything», damit verkündet Sabina, die von Kristen Stewart (in ihrem ersten Mainstream-Blockbuster seit «Snow White and the Huntsman») gespielte erste der drei «Engel für Charlie», gleich im ersten Dialogsatz die wesentliche Botschaft dieses Films. Man muss sie offenbar trotzdem immer noch eigens betonen.

Auch über die Zielgruppe soll schnell Klarheit herrschen: Zum Auftakt zeigen dokumentarische Bilder junge Mädchen im Grundschul- und Teenageralter, die alle möglichen mehr oder weniger coolen, glamourösen, aber auch «typisch männlichen"» Dinge - ob Skateboardfahren oder Arbeit im chemischen Labor - tun und so weibliches «Empowerment» ganz konkret verkörpern.

Weiterlesen: www.heise.de
Jetzt im Kino

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Nach #MeToo – wo steht der Feminismus heute?

Nach #MeToo – wo steht der Feminismus heute?

entdeckt im Januar 2020

Jakob Augstein diskutiert mit Svenja Flaßpöhler über den Stand des feministischen Diskurses, weibliche Selbstermächtigung, Geschlechtergleichheit und den Gender Pay Gap

Die Philosophin Svenja Flaßpöhler nimmt in der Diskussion eine umstrittene Position ein, sie sagt: «Abgesehen davon, dass die Auswüchse von #MeToo mit Rechtsstaatlichkeit nichts mehr zu tun haben, hat sich Feminismus in eine Opferrolle hineingetwittert, die so schlicht nicht mehr vorliegt.» Mit ihrer 2018 veröffentlichten Streitschrift «Die potente Frau» möchte sie Frauen zur Aktivität ermutigen, «nicht nur im Sexuellen, sondern aus dem Sexuellen auch ins Existenzielle, ins Berufliche hineinwirkend».

Podcast hören: www.freitag.de

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Günstige Umstände, ergriffene Chancen

Günstige Umstände, ergriffene Chancen

entdeckt im Januar 2020

Nirgends sind die Hürden für die Partizipation der Frauen so niedrig wie im Norden Europas. Auch dort zeigt die Geschichte: Entscheidend für die Gleichstellung ist der politische Wille.

Letzte Woche schaffte es Finnland wieder einmal in die internationalen Schlagzeilen. Überschriften zur neuen «Frauenregierung» und Gruppenbilder ohne Männer machten die Runde: «Der Feminismus wird erwachsen», titelte der «Guardian», und die «Süddeutsche Zeitung» schrieb: «Im Norden sind die Frauen an der Macht.»

Fotos sind Momentaufnahmen. Noch vor einem halben Jahr wären auf dem gleichen Gruppenbild vier Männer und eine Frau zu sehen gewesen. Und die finnische Regierung ist so labil, dass sie in einem halben Jahr womöglich schon wieder ganz anders zusammengesetzt ist. Was aber tatsächlich seit Jahren Realität ist: In den nordischen Ländern gibt es einen hohen Anteil von Frauen in der Politik – höher als in vielen vergleichbaren Ländern.

Weiterlesen: www.woz.ch

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Gegen die ideologische Genitalverstümmelung

Gegen die ideologische Genitalverstümmelung

entdeckt im Dezember 2019

Warum die weibliche Anatomie uns alle etwas angeht.

«Tamara Funiciello schlägt vor, Klitoris-Plakate in Männer-WCs aufzuhängen», war am 27. September in der Gratiszeitung «20 Minuten» zu lesen. Ein grossartiger Vorschlag, der leider bisher kein mediales Echo fand. Vermutlich wurde er als Witz missverstanden. Dabei ist das mangelnde Wissen über die weibliche Anatomie eine ernsthafte Angelegenheit, nein: ein riesiges Problem. Es betrifft nicht nur das Sexualleben heterosexueller Frauen, es betrifft uns alle. Solange es kein wirkliches Wissen über die Beschaffenheit der weiblichen Sexualorgane gibt, bleibt der weibliche Körper ein ideologisches Schlachtfeld für (männliche) Phantasmen.

Weiterlesen: www.infosperber.ch

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Neues digitalisiertes Material deutschsprachiger Lesben- und Frauengeschichte

Neues digitalisiertes Material deutschsprachiger Lesben- und Frauengeschichte

entdeckt im Dezember 2019

Zwölf Einrichtungen des i.d.a.-Dachverbands digitalisierten 2019 Material für das DDF, die Hälfte davon mit Fokus auf DDR-Geschichte. Damit erfüllt das DDF einen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung von 2013 und bietet Hintergrundinformationen zum aktuellen Jubiläum 30 Jahre Maueröffnung

Hier kann man stöbern: www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de

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Alles Frauen!1!11

Alles Frauen!1!11

entdeckt im Dezember 2019

Finnland: Mit der 34-jährigen Sanna Marin haben die FinnInnen die jüngste Ministerpräsidentin der Welt gewählt. Jetzt muss sie sich in unübersichtlichen Zeiten beweisen

Natürlich war auf Sanna Marins Twitter-Account die Hölle los. Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Antti Rinne haben die finnischen Sozialdemokraten die 34-jährige am Sonntag zur neuen Ministerpräsidentin bestimmt. Aus der ganzen Welt kamen Gratulationen. Das überrascht nicht, denn Marin bricht Rekorde. Die frühere Verkehrsministerin, die bereits zweimal ins Parlament gewählt wurde, ist die jüngste amtierende Regierungschefin der Welt – und die jüngste Ministerpräsidentin, die Finnland je hatte. Das Foto von Marin und vier weiteren Mitgliedern der Führungsriege der Regierungspartei – alles Frauen – verbreitete sich schnell viral. Offensichtlich genießen die Finnen jede Minute der internationalen Aufmerksamkeit. Aber während die Welt Marins Jugend feiert, fühlen sich viele Leute in Finnland durch ihren Hintergrund bestärkt.

Regierung Finnland

Weiterlesen: www.freitag.de, www.n-tv.de