News – aus dem Netz gefischt

»Lesen

Schadet dieses Bild den Frauen, dem Feminismus, dieser Zeitung?

Schadet dieses Bild den Frauen, dem Feminismus, dieser Zeitung?

entdeckt im Februar 2020

Ob dieses Foto sexistisch ist, entscheidet der Kontext. Ob die Frau auf dem Bild Feministin ist, entscheidet allein sie. Das sehen aber nicht alle so.

Finden Sie dieses Bild sexistisch, das in der Mitte mit dem rosa Hintergrund? Ich habe es jüngst für ein Interview über das Videogirl Alyssa in der Onlineausgabe dieser Zeitung verwendet. Alyssa, 26, aus Berlin, tanzt in Deutschrap-Videos.

Das Bild sorgte für verständnislose, entrüstete Kommentare auf der Redaktion, gerade von Frauen, die eine Generation älter sind als ich – ich bin 32. Das brachte eine Debatte in Gang, die weiter ging als die Frage, ob eine solche Darstellung sexistisch ist oder nicht.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch

»Lesen & mehr

The Vulva Gallery & You're Welcome Club

The Vulva Gallery & You're Welcome Club

entdeckt im Februar 2020

The Vulva Gallery ist ein Projekt, welches die Vielfalt von Vulven auf der ganzen Welt zelebriert, indem illustrierte Vulva-Porträts wie auch persönliche Geschichten geteilt werden. Das Projekt will Bewusstsein für Vulva-Diversität schaffen aber auch über Anatomie und sexuelle Gesundheit informieren. The Vulva Gallery wurde 2016 von Hilde Atalanta aus Amsterdam gegründet. In Hilde Atalantas zweitem Projekt, You're Welcome Club, werden alle Körper und Identitäten in ihrer Diversität gefeiert. The future is inclusive!

Weiterstöbern: www.queerbooks.ch

»Protest

Women in South America sing against gender violence

Women in South America sing against gender violence

entdeckt im Februar 2020

Women in Chile, Mexico and Argentina performed a song in massive numbers against gender violence. The song and performance originate from Chile's protests, as a way of standing up against gendered violence enacted particularly by security forces against female protesters and bystanders.

Weiterlesen: www.trtworld.com

»Lesen

Abwesenheit des Vaters ist ein Artefakt der Moderne

Abwesenheit des Vaters ist ein Artefakt der Moderne

entdeckt im Februar 2020

Über toxische Männlichkeit und das Leben im Sekundären

Dass toxische Männlichkeit eines der drängendsten Probleme ist, sieht man derzeit auf großer und auf vermeintlich kleiner Bühne. Auf der großen Bühne gibt der amerikanische Präsident die Tötung eines einzelnen Gegners bekannt und ist dabei von seinem Glauben an einen persönlichen Erfolg so geblendet, dass er jegliches Empfinden für die völkerrechtliche Illegalität und die moralische Verheerung der Tat vermissen lässt.

Um das Potential für folgende Racheakte zu senken, hätte man das ja ganz anders machen können. Ein großes Bedauern, dass die Aktion so hätte durchgeführt werden müssen, wäre die minimale Referenz an eine moderne Haltung gewesen, wenn man schon keine politischere Lösung der militarisierten Probleme anbieten kann. Stattdessen wurden Schutzbehauptungen aufgestellt, deren Beleg gar nicht erst versucht wird. Als lebten wir noch immer im 20. Jahrhundert will man bloß sagen: Nur Stärke zählt, meine. Jetzt sind wir in einer nervöseren Welt mit erhöhter Terrorgefahr.

Schlechte Nachricht vor allem für Metropolenbewohner. Wobei, man konnte zuletzt auf den verwegen wirkenden Gedanken kommen, diese hätten sich an den Zug zum Risiko bei mangelndem Überblick auf kleiner Bühne längst gewöhnt. Denn als seien wir bereits im Krieg, schicken sie ihre Kinder immer öfter in Warnwesten auf die Straße. Jedes Anreden gegen die Aufrüstung wie die einfache Forderung nach Tempo 30 wird als Verbotstümelei verunglimpft oder unter den Verdacht des grünen Totalitarismus gestellt.

Weiterlesen: www.heise.de

»Lesen

«Sie war die erste Kommunistin im Nationalrat»

«Sie war die erste Kommunistin im Nationalrat»

entdeckt im Februar 2020

Nelly Wicky war eine der ersten zwölf Frauen im Bundesparlament. Jetzt ist sie im Alter von 96 Jahren verstorben. Ein Nachruf.

Am Pult 21 im Nationalratssaal ist für alle Zeiten ihr Namen eingraviert. Eine Ehre, die normalen Parlamentsmitgliedern nicht widerfährt. An diesem Pult hat Nelly Wicky Geschichte geschrieben. Sie war eine der ersten zwölf Frauen, die am 31. Oktober 1971 in das eidgenössische Parlament gewählt wurden.

Doch selbst in diesem exklusiven Club war Nelly Wicky eine Aussenseiterin. Die anderen elf Pionierinnen gehörten etablierten Bundesratsparteien an: vier der FDP, vier der SP und drei der CVP. Wicky hingegen war Vertreterin der Partei der Arbeit (PDA). Sie war damit im Nationalrat nicht nur eine der allerersten Frauen und die erste Genferin der Geschichte – sondern obendrauf die erste Kommunistin. Jetzt ist sie im Alter von 96 Jahren «friedlich eingeschlafen», wie ihre Familie in einer schlichten Todesanzeige in der «Tribune de Genève» mitteilt – ohne die historische Rolle der Verstorbenen zu erwähnen.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch

»Lesen

«Warum geht eine Frau mit einem Mann mit, obwohl sie nicht will?»

«Warum geht eine Frau mit einem Mann mit, obwohl sie nicht will?»

entdeckt im Januar 2020

Philosophin Svenja Flasspöhler hinterfragt #MeToo. Sie empfiehlt den Frauen mehr Selbstkritik – und mehr Selbstbewusstsein.

Wie gehts dem Feminismus?

Der Feminismus ist so präsent wie nie, #MeToo sei Dank. Die Qualität der Debatte ist allerdings zweifelhaft. Mir ist sie derzeit zu unterkomplex.

Wie meinen Sie das?

Es geht bei #MeToo zentral darum, was diese Frau erfahren, was jene Frau empfunden hat. Das hat eine Berechtigung, aber Gefühle allein reichen nicht, um den Feminismus, das Geschlechterverhältnis voranzubringen. Was fehlt, ist die Reflexion: Was meint denn «Me too», «Ich auch»? Was sind das für Situationen, die beschrieben werden? Hatte ich als Frau Handlungsmöglichkeiten, die ich nicht genutzt habe? Was hat die eigentümliche Passivität mit alten Weiblichkeitsbildern zu tun, die wir immer noch in uns tragen? Hier sieht man schnell: Dem gegenwärtigen Feminismus fehlt es an Theorie. Er ist geschichtsvergessen. Simone de Beauvoir, Hélène Cixous, Judith Butler: Auf ihren Werken kann man doch aufbauen.

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch

»Lesen

Die tragische Sanftmut der Frauen

Die tragische Sanftmut der Frauen

entdeckt im Januar 2020

Wut ist ein wertvolles Gefühl. Zeit, dass auch Frauen es sich zugestehen.

Die einzige gesellschaftlich legitimierte Wut von Frauen ist der sogenannte Zickenkrieg. Wenn es um die Gunst von Männern geht, dürfen sie ein bisschen «die Krallen zeigen». Die TV-Sendung «Der Bachelor», wo Frauen leicht bekleidet um einen Macker buhlen, zelebriert dies wöchentlich.

Hier soll von einer anderen Variante des weiblichen Zorns die Rede sein: von demjenigen, den Frauen aufgrund von alltäglichem Sexismus, sexuellem Missbrauch und Gewalt empfinden. Es soll gezeigt werden, dass die Zensur dieser Wut genauso demütigend ist wie die ursprüngliche Verletzung. Die amerikanische Psychiaterin Jean Baker Miller erwähnte bereits in den frühen 1990er-Jahren, dass die Wut der Frauen offenbar zu den grössten gesellschaftlichen Tabus gehört – sie fand damals kaum wissenschaftliche Literatur darüber. Grund dafür, so folgerte sie, müsse eine tiefe kulturelle Angst sein: Während Männer sich täglich in Wettbewerb und Konfrontation beweisen müssten, seien Frauen in erster Linie für die Erfüllung von Bedürfnissen zuständig. Und wo kämen wir hin, wenn unsere Dienstleisterinnen die Fäuste erhöben, wenn die Hälfte der Menschheit sich nichts mehr bieten liesse?

Weiterlesen: www.dasmagazin.ch

»Lesen

Obama irrt: Frauen sind nicht die besseren Politikerinnen

Obama irrt: Frauen sind nicht die besseren Politikerinnen

entdeckt im Januar 2020

Barack Obama hält Frauen für die besseren Führungskräfte, weil sie Frauen sind. Diese pauschale Behauptung ist Unsinn.

Der ehemalige US-Präsident sagte kürzlich an einem privaten Anlass zum Thema «Leadership»: «Frauen, ich will, dass ihr wisst, ihr seid nicht perfekt, aber ich kann unbestreitbar sagen, dass ihr besser als wir (Männer) seid.» Für die meisten Probleme auf der Welt seien «alte Männer» verantwortlich, die zu lange an ihren Machtpositionen festhalten. «Wenn in allen Staaten die Machtpositionen von Frauen belegt wären, dann würden wir signifikante Verbesserungen in ziemlich allen Bereichen sehen. Davon bin ich überzeugt», zitierte die BBC Obama.

Weiterlesen: www.frauensicht.ch

»Kino

Girlies Werk und Teufels Beitrag

Girlies Werk und Teufels Beitrag

entdeckt im Januar 2020

Charlies Angels - Heldinnen der Erlebnisgesellschaft: Das furiose Kino-Remake der TV-Serie «Drei Engel für Charlie»

«Women can do anything», damit verkündet Sabina, die von Kristen Stewart (in ihrem ersten Mainstream-Blockbuster seit «Snow White and the Huntsman») gespielte erste der drei «Engel für Charlie», gleich im ersten Dialogsatz die wesentliche Botschaft dieses Films. Man muss sie offenbar trotzdem immer noch eigens betonen.

Auch über die Zielgruppe soll schnell Klarheit herrschen: Zum Auftakt zeigen dokumentarische Bilder junge Mädchen im Grundschul- und Teenageralter, die alle möglichen mehr oder weniger coolen, glamourösen, aber auch «typisch männlichen"» Dinge - ob Skateboardfahren oder Arbeit im chemischen Labor - tun und so weibliches «Empowerment» ganz konkret verkörpern.

Weiterlesen: www.heise.de
Jetzt im Kino

»Podcast

Nach #MeToo – wo steht der Feminismus heute?

Nach #MeToo – wo steht der Feminismus heute?

entdeckt im Januar 2020

Jakob Augstein diskutiert mit Svenja Flaßpöhler über den Stand des feministischen Diskurses, weibliche Selbstermächtigung, Geschlechtergleichheit und den Gender Pay Gap

Die Philosophin Svenja Flaßpöhler nimmt in der Diskussion eine umstrittene Position ein, sie sagt: «Abgesehen davon, dass die Auswüchse von #MeToo mit Rechtsstaatlichkeit nichts mehr zu tun haben, hat sich Feminismus in eine Opferrolle hineingetwittert, die so schlicht nicht mehr vorliegt.» Mit ihrer 2018 veröffentlichten Streitschrift «Die potente Frau» möchte sie Frauen zur Aktivität ermutigen, «nicht nur im Sexuellen, sondern aus dem Sexuellen auch ins Existenzielle, ins Berufliche hineinwirkend».

Podcast hören: www.freitag.de

»Lesen

Günstige Umstände, ergriffene Chancen

Günstige Umstände, ergriffene Chancen

entdeckt im Januar 2020

Nirgends sind die Hürden für die Partizipation der Frauen so niedrig wie im Norden Europas. Auch dort zeigt die Geschichte: Entscheidend für die Gleichstellung ist der politische Wille.

Letzte Woche schaffte es Finnland wieder einmal in die internationalen Schlagzeilen. Überschriften zur neuen «Frauenregierung» und Gruppenbilder ohne Männer machten die Runde: «Der Feminismus wird erwachsen», titelte der «Guardian», und die «Süddeutsche Zeitung» schrieb: «Im Norden sind die Frauen an der Macht.»

Fotos sind Momentaufnahmen. Noch vor einem halben Jahr wären auf dem gleichen Gruppenbild vier Männer und eine Frau zu sehen gewesen. Und die finnische Regierung ist so labil, dass sie in einem halben Jahr womöglich schon wieder ganz anders zusammengesetzt ist. Was aber tatsächlich seit Jahren Realität ist: In den nordischen Ländern gibt es einen hohen Anteil von Frauen in der Politik – höher als in vielen vergleichbaren Ländern.

Weiterlesen: www.woz.ch