News – aus dem Netz gefischt

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Wir stehen am Anfang

Wir stehen am Anfang

entdeckt im Januar 2022

Feminitische Aussenpolitik: Warum braucht es mehr Frauen mit Macht? Die Politikwissenschaftlerin Leandra Bias über inklusive Aussenpolitik, Feminismus in der Uno und den patriarchalen Backlash.

Interview mit Leandra Bias

WOZ: Frau Bias, Sie plädieren für eine feministische Aussenpolitik. Was ist das? Leandra Bias: Feministische Ideen betreffen nicht nur zwischenmenschliche Beziehungen, sondern auch jene zwischen Staaten. Unsere ganze Staatengemeinschaft funktioniert nach patriarchalen Prinzipien. Probleme werden oftmals mit Waffengewalt gelöst, alles andere gilt als schwach und «verweiblicht». Die Aussenpolitik, wie wir sie kennen, basiert auf einem kolonialen Erbe. Doch Abschreckung gewährt keine Sicherheit, und Grenzschutz führt nicht zu mehr Frieden – sondern zu mehr Gewalt. Das muss erkannt werden. Die feministische Friedensbewegung fordert schon seit über hundert Jahren Abrüstung, Demilitarisierung und die Überwindung von Unterdrückungsmechanismen.

Hillary Clinton u.andere Aussenminister

Foto: Reuters

Weiterlesen: www.woz.ch

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Fragt nach der Macht, emanzipiert euch!

Fragt nach der Macht, emanzipiert euch!

entdeckt im Januar 2022

Generationenkonflikt: Daniela Dahn wollte die DDR demokratisieren, Sarah-Lee Heinrich kämpft gegen Ungerechtigkeit. Ein Streitgespräch über Naivität, Scheitern und die Zukunft

Die Idee eines gemeinsamen Gesprächs begeistert Daniela Dahn, 72, und Sarah-Lee Heinrich, 20. Spontan: wie spannend! Die linke Intellektuelle und die Bundessprecherin der Grünen Jugend sagen sofort zu. Die Terminfindung wird kompliziert. Die eine denkt an einen Videocall, die andere geht vom persönlichen Treffen aus, fragt, ob es bei ihr zu Hause ginge, sie meide wegen Corona öffentliche Verkehrsmittel. Ein Generationengespräch inmitten einer Pandemie. Aber wir finden uns, in einem warmen Wohnzimmer tief im Osten Berlins.

Daniela Dahn und Sarah-Lee Heinrich

Weiterlesen: www.freitag.de

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Böse weisse Frauen

Böse weisse Frauen

entdeckt im Januar 2022

Der alte weisse Mann kann aufatmen – er ist als Sündenbock nicht mehr allein. Das neue Schimpfwort in der Gender-Debatte lautet «weisse Feministin».

Frauen sind derzeit nicht gerade nett zueinander. Als Musikerin Billie Eilish kürz- lich erklärte, sie habe nachhaltig Schaden genommen durch das Schauen von Por- nos, konnte sie nicht mit viel Solidarität rechnen. Die 20-Jährige wurde vielmehr «Swerf» genannt. Das ist ein Schimpfwort.

Es steht für «Sex Worker-Exlusionary Radical Feminist» und unterstellt Feministin- nen, die in Prostitution und Porno ein Gleichberechtigungsproblem sehen, sie wür- den mit ihrer Haltung die im Sexgewerbe tätigen Frauen diskriminieren.

Ein ähnlicher Begriff aus diesem Repertoire ist «Terf» (Trans-exlusionary Radical Feminist). Er wird für Feministinnen verwendet, die sich die Frage erlauben, ob das Wort Frau wirklich durch «menstruierende Menschen» ersetzt werden sollte.

Nein, findet zum Beispiel die Autorin JK Rowling und wird deshalb «Terf» genannt. An den Pride-Umzügen in Paris und Barcelona dieses Jahr trugen Menschen T- Shirts, auf denen stand «Kill the TERF». Auch Rowling wird mit dem Tod bedroht.

Weiterlesen: tagesanzeiger.ch (pdf)

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ellexx.com

ellexx.com

entdeckt im Dezember 2021

elleXX ist die neue unabhängige Geld-Medien-Plattform für Frauen. Sie bringt Inhalte und Investieren zusammen.

Mit elleXX geht eine neuartige digitale Plattform an den Start, welche Frauen auf allen Ebenen bereichert. Die Medienplattform bietet ein breites Spektrum an gesellschaftlichen und finanziellen Themen und fokussiert auf Gleichstellung und Nachhaltigkeit. Ein
umfassender Help-Bereich zeigt und erklärt die verschiedenen Gender Financial Gaps auf einen Blick, bietet Checklisten und Erklärvideos – vorerst auf Deutsch und Englisch.

Weiterlesen: www.ellexx.com

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Autonomía: Plattformkooperative von Reinigungsarbeiterinnen

Autonomía: Plattformkooperative von Reinigungsarbeiterinnen

entdeckt im Dezember 2021

Wir sind Reinigungsarbeiterinnen aus Zürich, die sich im Juli 2021 zusammengeschlossen haben mit der Vision, der Reinigung jenen Wert zu geben, den diese Arbeit verdient.

Autonomía ist kein weiteres Reinigungsunternehmen, sondern eine Plattformkooperative: das ist eine Genossenschaft mit einer eigenen Onlineplattform. Das Besondere daran ist, dass wir Autonomía gemeinsam besitzen und führen. Unsere Arbeitsbedingungen haben wir uns selbst gegeben und jede weitere Frau, die sich uns anschliesst, kann bei Autonomía mitsprechen.

Autonomia

Weitere Informationen: https://autonomia-kooperative.ch

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Dini Mueter

Dini Mueter

entdeckt im Dezember 2021

Ep 5: Unsichtbare Mütter – oder Feministische Ökonomie macht Mütter in Ökonomie und Politik sichtbar

Zeit, Geld & Respekt für Kinderbetreuung! Das fordert die «Eidgenössische Kommission dini Mueter», kurz EKdM. In der ersten Staffel dieses Podcasts sprechen wir darüber, wie politisch das Betreuen von Kindern ist.

Die feministische Ökonomie rückt alle Fragen rund um Einkommen und Arbeit von Frauen ins Zentrum. Und dennoch ist sie keine anerkannte Wissenschaft. Obwohl Frauen 80 Prozent ihrer Arbeitszeit im Care-Sektor verbringen, ein grosser Teil davon unbezahlt. Aber unbezahlte Arbeit ist nicht Gegenstand der ökonomischen Wissenschaften an den Universitäten. Die beiden Historikerinnen Simona Isler und Anja Peter erklären, warum die feministische Ökonomie im Leben jeder Frau eine grosse Rolle spielt.

EKDM

Weitere Infos: https://ekdm.ch

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Abtreibung, Trauer, Tabu

Abtreibung, Trauer, Tabu

entdeckt im Dezember 2021

Feminismus: Frauen beschweigen oft das Trauma nach einem Schwangerschaftsabbruch. Wer ihnen Raum gibt, ihre Gefühle zu äußern, könnte das Recht auf Abtreibung stärken – neue Erzählungen in Literatur und Film machen es vor

Denke ich an Texas, denke ich an einen Bundesstaat, der Geburten erzwingt. Lässt man eine Schwangerschaft rechtlich so früh beginnen wie dort, dann bietet die neue Sechs-Wochen-Frist für einen Abbruch nur ein so winziges Fenster, dass faktisch ein Verbot besteht.

Attacken auf die reproduktiven Rechte von Frauen sind weltweit an der Tagesordnung. Es ist ein Privileg, einen Termin machen zu können oder – wenn es früh genug ist – die «Pille danach» zu schlucken und dann einfach weiterzuleben. Vor diesem Hintergrund ist es nicht leicht, eines anzuerkennen: Auch eine sichere und legale Abtreibung kann traumatisch sein.

Weiterlesen: www.freitag.de