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Elisabeth Joris: Der Frauenstreik hatte eine ungeheure Power

Elisabeth Joris: Der Frauenstreik hatte eine ungeheure Power

entdeckt im Juli 2020

Bedeutet die Corona-Krise ein Rückschlag für die Gleichberechtigung von Frauen? Im «Tagesgespräch» stellen wir diese Frage der Historikerin und Geschlechterforscherin Elisabeth Joris, die eben mit dem Ehrendoktortitel der Universität Zürich ausgezeichnet worden ist.

Elisabeth Joris

Ein Jahr ist es her, dass eine halbe Million Frauen in der Schweiz auf die Strasse gegangen sind und für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung protestiert haben. Am Sonntag jährt sich der Frauenstreik. Was bleibt davon, was hat sich seither für die Frauen in der Schweiz verändert? Und wie steht es heute, in der Corona-Krise, um die Anliegen der Frauen? Manche befürchten, dass diese Krise auch ein Rückschlag für die Gleichberechtigung bedeute, weil die zusätzliche Kinderbetreuung und der Haushalt oft an den Frauen hängen bleibe.

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Weitere Informationen: www.srf.ch

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Diese Frau hat die Corona-App konzipiert

Diese Frau hat die Corona-App konzipiert

entdeckt im Juli 2020

Die Corona-Warn-App ist lanciert. Das Konzept für eine App mit Datenschutz stammt von einer Frau. Das ist wohl kein Zufall.

Die IT-Spezialistin Carmela Troncoso hat in Rekordzeit eine Corona-Tracing-App konzipiert, mit der niemand heikle Daten sammeln kann. Der Datenschutz soll mehr Leute motivieren, eine solche App zu nutzen. Denn nur wenn möglichst viele Personen die App auf ihr Smartphone laden, kann sie möglichst viele Menschen warnen, die in der Nähe einer infizierten Person waren.

Carmela Troncoso

Weiterlesen: www.frauensicht.ch

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Wie es ist, die Quotenfrau zu sein

Wie es ist, die Quotenfrau zu sein

entdeckt im Juli 2020

Unsere Autorin arbeitet in einem «Männerberuf» und hat gelernt: Eine Frauenquote alleine ändert nicht das Arbeitsumfeld eines Unternehmens.

Ich bin jetzt im zweiten Lehrjahr meiner Ausbildung zur Verfahrensmechanikerin. Dass mein Beruf kein typischer «Frauenberuf» ist, wurde mir ziemlich schnell klar. In meinem Betrieb bin ich die einzige Frau unter den Auszubildenden, eine von wenigen generell in der Fertigung. Diesen «Männerberuf» habe ich bewusst gewählt: Ich habe zwölf Jahre meines Lebens eine christliche Mädchenschule besucht. Sexistische Stereotype wie zum Beispiel, dass alle Mädchen schlecht in Mathe seien, gab es bei uns nicht, weil viele meiner Klassenkameradinnen gut oder sogar sehr gut in Mathe waren. Wenn wir uns für sogenannte MINT-Fächer, also Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, interessierten, wurden wir ermutigt, diese Richtung weiter zu verfolgen: «Da bekommst Du auf jeden Fall einen Job. Da werden immer Frauen gesucht.» Uns wurde beigebracht, wie wichtig es sei, «den Männern» zu zeigen, dass wir das alles mindestens genauso gut könnten wie sie.

Weiterlesen: www.jetzt.de

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50 Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz

50 Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz

entdeckt im Juli 2020

2021 jährt sich die Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Frauen in der Schweiz zum fünfzigsten Mal. Zuvor haben Frauen jahrzehntelang für ihre politischen Rechte gekämpft. Warum hat die Einführung des Frauenstimmrechts so lange gedauert? Was waren die Argumente dafür und dagegen? Wer waren die Frauen, die sich fürs Frauenstimmrecht eingesetzt haben? Und was hat das mit heute zu tun?

Im vorliegenden Lernmodul finden Sie Antworten und Möglichkeiten, die Meilensteine der Gleichstellung in der Schweiz zu erkunden, Ihr Wissen zu testen und Pionierinnen des Frauenstimmrechts kennen zu lernen.

Hier geht's weiter: https://lerneinheit-gleichstellung.ch

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Karolin Kebekus feat. Thelma Buabeng: Im Namen der Mutter

Karolin Kebekus feat. Thelma Buabeng: Im Namen der Mutter

entdeckt im Juli 2020

Eine neue Hymne für die katholische Kirche? Halleluja! «Alle Ladys in Gottes Gemeinden, es ist Zeit, unsre Stimmen zu vereinen, Maria ... Ave Mariaa, alle Girls steht auf und macht Lärm, gezählt sind die Tage der Herren ...»

Die Carolin Kebekus Show in der ARD Mediathek: www.ardmediathek.de

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«Ich halte eine 20-Stunden-Arbeitswoche für realistisch»

«Ich halte eine 20-Stunden-Arbeitswoche für realistisch»

entdeckt im Juni 2020

Die Ökonomin Adelheid Biesecker war Beraterin beim deutschen Bildungsministerium. Für sie legt die Pandemie offen, was am Kapitalismus nicht funktioniert.

Adelheid Biesecker (78) war bis 2004 Professorin an der Universität Bremen und hat bis zu ihrer Emeritierung mit zwei Kollegen das Institut für Institutionelle Ökonomie und Sozialökonomie geleitet. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: ökologische Ökonomie, feministische Ökonomie und Zukunft der Arbeit. Sie ist Mitglied im Netzwerk «Vorsorgendes Wirtschaften» , gehört dem wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland an und hat in verschiedenen Gremien die deutsche Bundesregierung beraten.

Adelheid Biesecker

Weiterlesen: www.tagesanzeiger.ch (Abo) oder pdf

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Appell für ein zeitgemässes Sexualstrafrecht

Appell für ein zeitgemässes Sexualstrafrecht

entdeckt im Juni 2020

Sexuelle Selbstbestimmung schützen

Sexuelle Selbstbestimmung ist ein grundlegendes Menschenrecht: Sex braucht die Zustimmung von allen Beteiligten! Das Gesetz muss endlich die sexuelle Selbstbestimmung besser schützen!

Das aktuelle Strafrecht ist veraltet: Es anerkennt eine sexuelle Handlung gegen den Willen der betroffenen Person nur dann als schweres Unrecht, wenn das Opfer dazu genötigt wurde – z.B. durch Gewalt oder Drohung. Vom Opfer wird damit indirekt verlangt, dass es sich zur Wehr setzt und weitere Verletzungen in Kauf nimmt. Ein «Nein» allein genügt nicht und so bleiben massive Eingriffe in die sexuelle Selbstbestimmung in der Schweiz regelmässig straflos.

Weiterlesen: www.stopp-sexuelle-gewalt.ch