Frauen – Veranstaltungen & mehr

Unser feministischer Frauenveranstaltungskalender wird von den fembit-Frauenprojekten zusammengestellt. Weitere feministische Inhalte finden Sie in der Liste «News – aus dem Netz gefischt» Und auch wenn sich das Zeitrad dreht, bleiben vergangene Artikel bei uns im Frauenarchiv weiterhin zugänglich.

»Ringvorlesung

Postkoloniale Geschlechterverhältnisse

Postkoloniale Geschlechterverhältnisse

Donnerstags, 22. Februar–31. Mai 2018, 18.15–20.00 Uhr, Bern

Dekolonisierung der Geschlechterforschung

Die postkoloniale Forschung zeigt, dass unsere Gesellschaften auf tiefgreifende Weise von der kolonialen Vergangenheit und von neokolonialen Konstellationen geprägt sind. Die Ringvorlesung fragt, wie diese fol- genreiche Einsicht mit Blick auf die Geschlechterverhältnisse sowie ihre Analyse und Kritik produktiv gemacht werden kann: Wie können wir die Entstehung der modernen Geschlechterordnung rekonstruieren, wenn Race dabei eine grundlegende Rolle spielt? Wie können wir aktuelle Transformationen der Geschlechterverhältnisse deuten, wenn diese in einem postkolonialen Kontext situiert sind? Wie sieht ein postkolonialer Feminismus aus? Wie kann intersektional geforscht werden? Und was heisst es, die Geschlechterforschung zu dekolonisieren?

Weitere Informationen: http://www.izfg.unibe.ch (pdf)

»Equal Pay Day

Equal Pay Day

Equal Pay Day

Samstag, 24. Februar 2018

Bis zu diesem Tage arbeiten Frauen gratis, während Männer für gleichwertige Arbeit bereits seit dem 1. Januar Lohn erhalten. Business and Professional Women sind jedoch klar der Meinung:

«Lohngleichheit - ist doch logisch!»

Wir setzen uns dafür ein, dass der Lohnunterschied von 15,1 %* verschwindet.

Weitere Informationen: www.equalpayday.ch

»Lesung

Die grosse Stimme der Dalit-Literatur: Urmila Pawar

Die grosse Stimme der Dalit-Literatur: Urmila Pawar

Sonntag, 25. Februar 2018, 11.00 Uhr, Zürich

Seit den 1960er Jahren ist in Indien die Dalit-Literatur erstarkt: Die Dalit, die «Kaste der Unberührbaren», erzählen darin selber von ihrem Leben, statt nur Thema in den Büchern und Diskursen anderer zu sein. Urmila Pawar ist eine der bekanntesten VertreterInnen der Dalit-Literatur. Sie schreibt auf Marathi, ihre Autobiographie «The Weave of my live» ist ins Englische übersetzt worden, sie erzählt darin die Geschichte und Schicksale mehrerer Familiengenerationen. Der Roman wurde mit einem Preis für die beste Autobiographie ausgezeichnet. Urmila Pawar ist auch politisch tätig und setzt sich für die Anliegen der Unberührbaren ein.

Urmila Pawar

Weitere Informationen & Anmeldung: www.literaturhaus.ch

»Filmreihe Wybernet

Anna & Edith

Anna & Edith

Donnerstag, 1. März 2018, ab 19.00 Uhr, Zürich

(D 1975, 80 Minuten)

Der erste deutsche Fernsehfilm über eine lesbische Liebe wurde von Cillie Rentmeister und Cristina Perincioli konzipiert und von Gerrit Neuhaus inszeniert. «Anna & Edith» war die erste Fernsehproduktion von Regina Ziegler.

Anna und Edith sind Kolleginnen in einer Versicherungsanstalt. Der Chef brüstet sich mit den Arbeitserfolgen der Frauen, Annas Mann hätte es lieber, wenn Sie zuhause bliebe. Anna und Edith kommen sich näher und werden ein Paar. Aber es bleibt nicht nur bei romantischen Ausflügen ins Grüne – Anna und Edith wollen zusammen mit ihren Kolleginnen für bessere Arbeitsbedingungen sorgen!

Roter Raum
Bremgartnerstr. 18
8003 Zürich

Bar ab 19 h, Filmbeginn 19.30 h Eintritt frei, Kollekte

»Tagung

Mittagspalaver: «Feministisch-kritische Ökonomie»

Mittagspalaver: «Feministisch-kritische Ökonomie»

Dienstag, 6. März 2018, 12.15-13.45 Uhr, Bern

Ulrike Knobloch ist Professorin für Ökonomie und Gender im Fach Wirtschaft und Ethik der Universität Vechta, sie wird auf Einladung von WIDE an einem Mittagspalaver in die aktuelle Debatte zur feministisch-kritischen Ökonomie einführen. Sie ist Mitherausgeberin des Sammelbandes «Unbezahlt und dennoch Arbeit» (2016) und schreibt regelmässig zu Care-Arbeit.

Weitere Informationen: http://wide-switzerland.ch

»Lesung

Antiromantisches Manifest – Lesung von Marie Rotkopf

Antiromantisches Manifest – Lesung von Marie Rotkopf

Donnerstags, 8. März 2018, 19.30 Uhr, Zürich

Marie Rotkopf teilt ordentlich aus gegen Nationalromantiker und Poplinke, Postfeministinnen wie Patriarchen, Luther wie Mütter. Rotkopfs «Antiromantisches Manifest» ist eine Sammlung polemischer Betrachtungen einer Französin, die seit zehn Jahren in Deutschland lebt.

Ihre Texte haben Widerhaken. Man reibt sich daran und will lieber nichts wissen, aber leider hat sie recht. In Gedichten, Tagebüchern, kurzen Prosastücken, in angriffslustig-kämpferischen und traurig-komischen Stücken schreibt sie an gegen eine Romantik, die zynisch und banalisierend ist, gegen das deutsche Bewusstsein, endlich ruhigen Gewissens auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Und wenn Gerechtigkeit unentbehrlich sein soll, müssen die verschleiernden romantischen Widersprüche wie Heimat, Nation und Volksgemeinschaft endlich in Frage gestellt werden. Sie setzt sich mit unpopulären Gedanken auseinander, mit Patriarchat, Krieg, Macht und Zensur. Sie hinterfragt die Begrenzungen.

Weitere Informationen & Tickets: www.karldergrosse.ch

»Podiumsgespräch & Ausstellung

Frauen auf der Flucht

Frauen auf der Flucht

Donnerstag, 8. März 2018, ab 17.00 Uhr, Bern

Podiumsgespräch anlässlich des Tags der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden im Rahmen der Wanderausstellung «Flucht».

Zurzeit sind weltweit mehr als 65 Millionen Kinder, Frauen und Männer auf der Flucht. Seit dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der Vertriebenen nie mehr so hoch. Die Ausstellung «Flucht» beleuchtet dieses komplexe Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und lässt die Besucherinnen und Besucher anhand typischer Biografien die schwierigen und gefährlichen Wege von Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien begehen.

Weitere Informationen: www.admin.ch, www.flucht-fuir.ch

»Business & Network Day

SWONET: I have a dream

SWONET: I have a dream

Freitag, 9. März 2018, Windisch

Frauen kommen überall hin!

Im 2018 jährt sich der SWONET Business & Network Day zum 10. Mal. Seien Sie dabei und feiern Sie gemeinsam mit uns und im Beisein vieler visionsreicher Persönlichkeiten die Jubiläumsparty des Ausbildungs- und Netzwerk-Events für Frauen.

Träume zu haben ist wichtig. Und wird ein Traum, den man in sich trägt, laut ausgesprochen, wird er zur Vision. Das wusste auch Martin Luther King, als er 1963 seine berühmte Rede zur Freiheit und Rassengleichheit hielt. Er brachte damit die Gleichberechtigung einen spürbaren Schritt weiter, indem er die Afroamerikaner einerseits darin bestärkte, ihre Rechte selbstbewusst einzufordern, und die weisse Bevölkerung andererseits mobilisierte, sich aktiv einzusetzen. Auch wir sprechen heute unsere Vision aus und wollen damit alle – Frauen und Männer – aufrufen, sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter zu engagieren.

Weitere Informationen & Anmeldung: www.businessandnetworkday.ch

»Veranstaltungsreihe

Privilege unter Druck: Männlichkeiten in arabischen Ländern

Privilege unter Druck: Männlichkeiten in arabischen Ländern

Mittwoch, 28. März 2018, 20.00 Uhr, Zürich

Veranstaltungsreihe: Unter dem gleichen Himmel – Genderperspektiven in arabischen Ländern

Männer sind die Säulen des Patriarchats in der arabischen Region. Durch Veränderungen in Politik und Wirtschaft geraten ihre traditionellen Zuweisungen jedoch zunehmend unter Druck. Stereotypen westlicher sowie arabischer Wahrnehmungen und deren (neue) Realitäten werden vorgestellt und diskutiert.

Shereen El Feki, Autorin des Buches Sex in der Zitadelle, Liebesleben in der sich wandelnden arabischen Welt. Molekulare Immunologin, Researcher und Vertreterin für Rechte von Sexualität und Gender.

Suhail Abualsameed, unabhängiger Berater u.a. in Griechenland, Jordanien, Libanon. Researcher von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt mit besonderer Berücksichtigung von Männern und Jungen als Überlebende/Opfer sowie auch als Akteure.

in englischer Sprache

Weitere Infos: www.rotefabrik.ch

»Ausstellung

Feministische Avantgarde der 1970er Jahre

Feministische Avantgarde der 1970er Jahre

Samstag, 18. November 2017–Samstag, 8. April 2018, Karlsruhe

Das ZKM zeigt mit über 400 Kunstwerken aus der SAMMLUNG VERBUND in Wien, wie Künstlerinnen in den 1970er-Jahren zum ersten Mal ein eigenes Bild der Frau kollektiv neu kreierten.

Die wichtige künstlerische Bewegung »Feministische Avantgarde« fand bisher in der Kunstgeschichte wenig Beachtung. Anspruch der Ausstellung im ZKM ist nicht nur die »Feministische Avantgarde« in den Kanon der Kunstgeschichte aufzunehmen, sondern die Pionierleistung dieser Künstlerinnen hervorzuheben. Erstmals war es den Künstlerinnen, die in den Kriegs- und Nachkriegsjahren geboren sind, möglich, in nennenswerter Zahl an den Akademien Kunst zu studieren und sich damit von der passiven Rolle der Muse und des Modells zu emanzipieren. In ihren Werken stellen sie radikal neue Fragen an die Gesellschaft, an den Kunstbetrieb und die Rollen der Frau. Die Ablehnung tradierter, normativer Vorstellungen verbindet das Engagement der Künstlerinnen dieser Generation. Auch wenn sie sich untereinander nicht alle kannten, entstanden verwandte Werke.

zkm - feministische Avantgarde

© The Estate Ana Mendieta | Courtesy of Galerie Lelong, NY / Sammlung Verbund, Wien

Weitere Informationen: http://zkm.de

»Veranstaltung

Frauen an Bord! Dialog auf der Brücke

Frauen an Bord! Dialog auf der Brücke

Mittwoch, 3. Mai 2018, 18-21 Uhr, Zürich

Frauen sind gegenüber Männern in den Führungsgremien immer noch markant untervertreten. Das Potential an weiblichen Führungskräften wird nicht ausgeschöpft, obwohl eine grössere Vertretung von Frauen in den Führungsgremien zu einer besseren Performance der Unternehmung führt (Mckinsey- Report «Women matter») und damit einen wichtigen Faktor für den langfristigen Erfolg einer Unternehmung sein kann. Dies soll sich ändern. Nach Plan des Bundesrates müssen bis 2020 die grossen Schweizer Unternehmen in ihren Geschäftsleitungen 20 Prozent Frauen und in ihren Verwaltungsräten 30 Prozent Frauen haben – oder sonst erklären, weshalb sie dieses Ziel nicht erreichen. Dieses Ziel kann nur in Kooperation mit Männern erreicht werden. Es braucht einen Dialog auf Augenhöhe: Was können Männer tun, um für Frauen Türöffner zu werden? Was können Frauen machen, wenn sie auf einen Mann als Türsteher stossen?

Weitere Informationen & Anmeldung: www.lawandwomen.ch