Hexenwerk und Teufelspakt - Hexenverfolgungen in Basel
Samstag, 11. September 2010, 14 Uhr, Lohnhof, Basel
Dieser Rundgang ermöglicht eine ungewohnte Sicht auf das frühneuzeitliche Basel. Aberglauben war in der damaligen Bevölkerung allgegenwärtig und Sündenböcke mussten als Schuldige für das erkrankte Kind oder für den Hagelsturm herhalten. Doch es gab auch kritischere Zeitgenossinnen und Zeitgenossen, die sich bemühten, kein Fehlurteil zu fällen und einen dem Hexenwahn verfallenen Doktor lieber selbst der Stadt verwiesen als die von ihm genannten Frauen zu verurteilen. Anhand von einigen Gerichtsfällen werden typische oder eben gerade ungewöhnliche Merkmale der Basler Hexenverfolgung aufgezeigt. Weshalb wurde einer Frau Hexerei vorgeworfen? Wie verlief ein Gerichtsprozess im 16. und 17. Jahrhundert? Was musste man erwarten, wenn man in Basels gut ausgestattete Folterkammer geführt wurde? Und wo wurde eine Basler Hexe hingerichtet? Auf dem 1½-stündigen Rundgang durch die Basler Innenstadt wird ein dunkles Kapitel der Geschichte baselspezifisch aufgerollt und mit bewegenden Einzelschicksalen illustriert.