Rechnitz (Der Würgeengel) von Elfriede Jelinek

Samstag, 19. Dezember 2009, 20.30 Uhr an wechselnden Schauplätzen in Zürich, Treffpunkt Pfauen/Kassenfoyer

Frühjahr 1945. Die «Gräfin» ist auf der Flucht, hinter sich ihr brennendes Schloss und die Rote Armee, vor sich die Schweiz. Auf Schloss Rechnitz an der österreichisch-ungarischen Grenze hat Gräfin Margit von Batthyány eben noch eines ihrer berühmt-berüchtigten Feste gefeiert, eingeladen waren SS-Offiziere und Gestapoführer. Am Höhepunkt dieses Festes griff die Gesellschaft zu den Waffen und ermordete nahezu zweihundert jüdische Zwangsarbeiter, die via Rechnitz deportiert werden sollten. Rechnitz steht für ein Kriegsverbrechen, das nicht gesühnt ist. Die Leichen der Opfer wurden nie gefunden, ein Prozess kurz nach dem Krieg verlief im Sande, die Täter tauchten unter oder flüchteten unbehelligt. Und die Gräfin, eine geborene Thyssen-Bornemisza, wählte als ihren neuen Lebensmittelpunkt die Familienvilla am Luganer See.

Schweizer Erstaufführung
Regie: Leonhard Koppelmann
Produktion: Schauspielhaus Zürich

mehr Infos: www.schauspielhaus.ch


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